Crazy Machines Elements im Gamezone-Test

Test CharLu

Nun gibt es das vergangenen März für PC veröffentlichte Knobelspiel aus dem Hause dtp auch für die großen HD-Konsolen.

Nachdem die Crazy Machines neben dem PC ebenfalls den NDS sowie die Wii erobert hatten, gleichzeitig auch auf iPhone und iPod Touch die Benutzer/Spieler zu Gehirn-Verenkungen aufrufen, können nun endlich auch PS3- und Xbox 360 Spieler ihrem Tüftler-Gen freien Lauf lassen. Seit gestern wird Crazy Machines Elements auf den jeweiligen Marktplätzen zum obligatorischen Preis von umgerechnet round-about 10 Euro zum Download angeboten.

Zeitreise

Crazy Machines Elements Crazy Machines Elements Das Spielprinzip der verrückten Maschinen, die scheinbar komplett anmuten, für eine Kettenreaktion aber noch den Einbau weniger ergänzender Elemente verlangen, ist nicht neu. Speziell ältere Zocker werden sich garantiert noch an das Jahr 1992 erinnern, da Sierre Entertainment sozusagen den Grundstein für Hobby-Einsteins gelegt hat. The Incredible Machine heißt die Spiele-Reihe, seinerzeit erdacht von Kevin Ryan und Jeff Tunnell. Insbesondere letzterer dürfte dem einen oder anderen namentlich bekannt sein, blickt Tunnell auf viele Jahre in der Games-Branche zurück. U.a. gründete Tunnell 1984 Dynamix und während seiner Laufzeit veröffentliche Tunnell mit als auch ohne Dynamix etliche Spiele, vorzugsweise für PC, aber auch für C64 sowie Amiga. Unser Augenmerk gilt allerdings den Maschinen, die 2001 - zumindest in der Incredible-Fassung - ihren letzten großen Auftritt hatten. Als Ergänzung sei noch erwähnt, dass 2002 Vivendi schon den Versuch unternahm, das Maschinen-Puzzle wiederzubeleben. Professor Tim nannte sich die Auskopplung und glänzte mit nur mäßigem bis gar keinem Erfolg.

Crazy Machines Elements Crazy Machines Elements 2004 grub dann Fakt Software zusammen mit dtp Etertainment als Publisher das Maschinen-Spielprinzip wieder aus, garnierte es mit einem Einstein-Verschnitt als leitender Spielfigur und lud Gamer erneut dazu ein, ihre Gehirnwindungen zu verdrehen, damit aus einer Versuchsanordnung eine schlüssige, witzige, na ja wohl eher schräge Kettenreaktion wird. Während - wie erwähnt - PC-Spieler, partiell auch Mac-User sowie Besitzer von Nintendo bzw. Apple-Geräten sich mit verschiedene Ableger der auf Crazy Machines Puzzle-Orgie umgetauften Denkspiel-Reihe in der Vergangenheit vergnügen konnten, haben nun auch 360- und PS3-Zocker die Gelegenheit ihre Oberstube zum Glühen zu bringen. Dabei dürfte es am Ende recht wenig stören, dass der Ableger Crazy Machines Elements "nur" ein Umsetzung der PC-Version ist, welche im März 2011 in den Handel gekommen war.

Was tun - sprach Zeus ...

Crazy Machines Elements Crazy Machines Elements ... die Götter sind besoffen und der Olymp brennt?! Na ja, ganz so schlimm ist es nicht - aber dennoch müsst ihr euch gescheit anstrengen, wenn ihr die zunächst einmal 100 gebotenen Puzzle erledigen wollt. Gestartet wird klassisch im Puzzle-Mode, in dem die ersten Maschinen, an die ihr zur Komplettierung wenige Elemente anbringen müsst damit eine Kettenreaktion entsteht und z.B. an dessen Ende die Vase zerdeppert wird, als eine Art Tutorial dienen. Erwartet allerdings keine hochtrabenden Erklärungen! Selbige sind eher spartanisch ausgefallen und ihr seid so gut wie auf euch sowie eure geistigen Fähigkeiten gestellt. Aber alles halb so wild, denn das Prinzip, wie eine Lösung potentiell auszusehen hat, ist relativ selbsterklärend. Interessant sind die Maschinen oft deshalb, da es nicht nur einen Lösungsweg gibt, sondern diverse Optionen, wie man die Kettenreaktion gestalten kann. Dabei richtet sich die Lösung an sich nach dem gewünschten Ziel. Wollt ihr nur besagte Vase klein kriegen, kann der 'einfach Weg' beschritten werden. Steht euch dagegen der Sinn nach Perfektionismus und ihr wollt alle noch bei jedem Puzzle vorhandenen goldenen Muttern einsammeln, wird es bisweilen mehr als nur tricky. Natürlich ist auch beides, alle Muttern einsammeln und die Vase zerstören, kombinierbar.

Crazy Machines Elements Crazy Machines Elements Könnt ihr im Puzzle-Modus entspannt aufspielen, euch Zeit lassen und experimentieren, ist der zweite Modus mit gesamt 50 Herausforderungen alles andere als eine gemütliche Angelegenheit. Die Zeit sitzt euch im Nacken und ihr seid nur dann gut und effizient, wenn ihr z.B. schnell mit so wenigen Ersatzteilen wie möglich die Maschine zum Laufen bringt. Aber nicht nur physische Teile wollen angebracht werden, auch das Spiel mit den Elementen (Feuer, Wasser, Wind) steht mit auf dem Programm oder ihr müsst gekonnt explosives Material so integrieren, dass die Grundaufgabe des jeweiligen Puzzle - z.B. lass den Ballon steigen, zerstöre die Vase, bring den Drachen zum Feuerspucken, usw. - erreicht wird.

Crazy Machines Elements Crazy Machines Elements Richtig ruhig, aber dafür nicht weniger experimentierfreudig geht es im Editor zu, in dem ihr aufgefordert seid eure ganz eigenen Versuchsanordnungen zu basteln. Von super simple bis hin zu bockschwer ist alles möglich und die Regie, wie ihr Seile, Zahnräder, Plattformen, Basketballkörbe, ferngesteuerte Autos, usw. usf. für eine schlüssige Kettenreaktion anordnet, übernimmt bei diesem Treiben eure Fantasie. Die offenkundig auch Pate für die optische Gestaltung der verrückten Maschinen stand, denn dahingehend braucht ihr euch keine Gedanken machen, dass ihr mit unschönen, hässlichen Umgebungen konfrontiert werdet. In diesen Belangen hat sich Crazy Machines Elements nichts vorzuwerfen. Sicherlich ist die Gesamtheit einfach ausgefallen, dafür aber sauber und ordentlich, hübsch farbenfroh und größtenteils auch abwechslungsreich. Nichts desto weniger wiederholt sich mit der Zeit alles irgendwie und so bleiben am Ende - zumindest was die visuelle Wahrnehmung betrifft - die zahlreich vorhandenen Effekte (Feuer, Regen, usw.) sowie die passablen Animationen das eigentliche Highlight.

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