Crypt Custodian im Test: Das niedlichste Metroidvania des Jahres!

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Crypt Custodian im Test: Das niedlichste Metroidvania des Jahres!
Quelle: Top Hat Studios

In Crypt Custodian erleben wir ein grandioses Metroidvania in einer ungewohnten Perspektive. Sobald wir im Jenseits die Rolle des Hausmeisters ergreifen, beginnt ein charmantes Abenteuer mit niedlichen, aber auch melancholischen Momenten.

Das Jahr 2024 bietet für Metroidvania -Fans bisher eine saftige Ausbeute: Obwohl Tales of Kenzera: ZAU nicht komplett überzeugen konnte, lieferten Prince of Persia: The Lost Crown und Animal Well auf ganzer Linie ab. Auf den vollständigen Release von Ender Magnolia müssen wir zwar noch warten, doch bis dahin steht ein neuer Kandidat vor der Tür:

Crypt Custodian ist ein Indie-Titel, der von Kyle Thompson entwickelt und von Top Hat Studios veröffentlicht wird. Seit dem 27. August ist das Katzen-Metroidvania auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

Schnurr-stracks in die Hölle

Die Geschichte von Crypt Custodian ist simpel und doch charmant: Unser Protagonist ist der schwarze Kater Pluto, der gerade frisch im Jenseits angekommen ist. Auf dem Weg zum Palast, der das Paradies darstellen soll, finden wir einen Besen.

Pluto inmitten ein paar verregneter Statuen Quelle: Top Hat Studios Den setzen wir als Nahkampfwaffe ein und zertrümmern damit in gewohnter Gamer-Routine ein paar Statuen, die uns den Weg versperren (wir haben nochmal nachgeprüft: Es gibt keine Möglichkeit, am Anfang weiterzukommen, ohne die Statuen kaputtzumachen).

Kendra, die Aufseherin des Jenseits, ist von unserem Vandalismus allerdings weniger begeistert. Anstatt uns nämlich in den Palast zu lassen, verbannt sie unsere böse Seele für alle Ewigkeit in den gefährlichen Außenbereich. Zusätzlich verdonnert sie uns und unseren Feger zum Aufräumen der Müllhaufen, die sich dort ansammeln.

Aus Gameplay-Sicht trifft sich das gut, schließlich ist der Müll die Währung, mit der wir im Laden bezahlen können. Dort kaufen wir Spezialangriffe und Upgrades. Als frisch gebackener Hausmeister der Hölle müssen wir uns schließlich gegen einige Bestien verteidigen, doch dazu später mehr. Wir sind nämlich nicht der einzige Geist in der Unterwelt.

Obwohl wir die Ewigkeit zusammen mit den anderen schlechten Seelen verbringen sollten, finden wir unten schnell ein paar neue Freunde. Sobald wir zehn Mitstreitende gefunden haben, ist der Plan, in den Palast einzubrechen.

Ein Dialog zwischen Pluto und Kater Grizz. Quelle: Top Hat Studios Während die Hauptgeschichte nicht allzu kompliziert ist, punktet das Spiel mit den Interaktionen, die Pluto mit seinen neuen Freunden hat. Vor allem die Dialoge sind hier putzig, und punkten auch mit Humor.

Ein Beispiel hierfür ist die Waschbärdame Rusty, die wir im stillgelegten Vergnügungspark antreffen. Sie versucht, die Anlage mit einem Generator wieder in Kraft zu setzen. Als das nicht funktioniert, bietet Pluto an, einmal kräftig auf das Gerät zu schlagen. Einen Besenhieb später läuft die Technik wieder reibungslos.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk