Dark Souls im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Ein grausiges Biest, dieses Dark Souls, welches nur schwer zähmbar ist, aber unglaublich motivierend und intensiv daher kommt!

Und dann kommt der Vorschlaghammer

Dark Souls Dark Souls Ein wahres Zuckerschlecken also, würden so manche Demon's Souls Veteranen eiligst urteilen und haben sicherlich bis zu einem gewissen Grad auch völlig recht! Dark Souls mag durchaus einfacher wirken und den Spieler vielerorts etwas mehr unter die Arm greifen, so zum Beispiel mit zusätzlichen Anzeigen bei Vergiftung und ähnlichem, dennoch wird die Wanderung durch das umfangreiche Königreich kein Spaziergang am sonnigen Nachmittag. Das soll nun keinesfalls eine Anspielung auf die eher düstere Farbgebung und den morbiden Szenarien sein! Denn trotz aller Leichtigkeit und einem deutlich verbessertem Tutorial, welches vor allem Anfänger geradezu wohlwollend auffassen werden, ist es mehr als erstaunlich, wie schnell der empfindliche Lebensfaden letztendlich dann doch durchschnitten ist.

Dark Souls Dark Souls Ein mächtiger, Ehrfurcht gebieten Drache mit Oberschenkel größer als der muskelbepackte Held selbst lungert vor uns auf der Brücke, dem einzig offensichtlichen Weg zur Festung sowie Kathedrale. Wegrennen, oder der Gefahr trotzen? Langsam heranpirschen und beobachten, was geschieht, denn immerhin lungern noch einige gefährliche Ritter zwischen der Bestie und dem tapferen Recken. Nur eines haben wir in der Situation nicht bedacht! Den feurigen Atem! Hätten wir den Schild zugleich parat gehabt und dem Hitzewall entgegen gestemmt, wären wir nicht zusammen mit den untoten Rittern gegrillt worden. Eine weitere Situation beschreibt ebenso die Problematik, in der wir zu eilig durch dunkle, abgelegene Gassen der Stadt huschen und einem Hinterhalt unterliegen. Diebe überraschen uns rücklings und durchschneiden unbekümmert die Kehle des Eindringlings, als ob sie Butter schmieren würden. Spätestens wenn überdimensionierte Dämonen durch die Wände brechen und schier unbesiegbare Bossgegner uns allein durch ihr pompöses und imposantes Auftreten schon zur ängstlichen Kirchenmaus degradieren, beweist uns Dark Souls, wer hier den Vorschlaghammer geradezu treffsicher schwingt!

Dark Souls Quelle: Namco bandai Dark Souls Wie kein anderer Titel überzeugt auch der Nachfolger zu Demon's Souls aufgrund seines taktischen und strategischen Kampfsystem, welches auf ein ausgiebiges Studium der Feinde und einer gehörigen Portion Geduld abzielt. Nur derjenige sehen eine Überlebenschance die gelassen beobachten, stetig parieren und bei den wenig verbleibenden Chancen ihrerseits die Klinge sprechen lassen, wobei die Wahl der Waffe situationsbedingt erfolgen sollte. Es macht schließlich keinen Sinn, riesige Schwerter in engen Gängen zu schwingen, in denen die Klinke an der Wand abprallen und damit einem lauernden Feind kaum gefährlich wird. Im freien Raum kann ein mächtiger Argumentationsverstärker wiederum das einzige Mittel gegen gut gepanzerte Schergen darstellen. Darüber hinaus wirkt sich das angelegte Gewicht deutlich auf die Agilität aus - nicht aber das restliche Inventar! Selten darf ein solcher Schlagabtausch genossen werden, der nicht auf hektisches Buttonmashing ausgelegt ist. Das hält stundenlang bei Laune, vor allem da immer wieder neue Gegner auftauchen, welche zunächst vollkommen unüberwindbar erscheinen. Hier machen besonders Bosse eine gute Figur und haben es gewaltig in sich!

Dark Souls Quelle: Namco Bandai Dark Souls Während man in anderen Rollenspielen nach nur wenigen Minuten ein Gebiet im Schlaf absolvieren kann, ist jede Ausflug in Dark Souls auch auf schon bekannten Pfaden ein Wagnis schlechthin - welches wir aber eingehen müssen. Dennoch bitter, wenn mühselig gesammelte Seelen verloren gehen und die Mühe scheinbar umsonst war. Aber nicht ganz, denn sämtliche Objekte, die es in Dark Souls nicht unbedingt wie Sand an Meer gibt, bleiben im Inventar. Die Ausrüstung ist nicht zu unterschätzen und ein gescheites Schwert und eine starke Rüstung kann zwischen Leben und Tod unterscheiden! Ein ein aus Demon's Souls bekannter Schnitzer mindert die beständig drohende Gefahr: Wer einmal die Aufstellung der feindlichen Armee durchschaut hat, kennt das immerwährend selbe Prozedere und kann sich einen Schlachtplan zurecht legen. Feinde stehen oder wandern immer an derselben Stelle und lassen sich dementsprechend auch immer mit denselben Tücken austricksen!

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