Dead or Alive Xtreme 2 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Mehr Mädchen, mehr Strand, mehr Möglichkeiten und mehr Sportarten bietet uns der Beach Volleyball Nachfolger von Team Ninja.

Abends: Hotel und Casino

Dead or Alive Xtreme 2 Dead or Alive Xtreme 2 Am ersten Abend des Urlaubs können wir uns zwischen drei Hotels das gewünschte aussuchen. Je nach Geschmack steht uns das Seabreeze Cottage zur Auswahl, welches auf Stelzen über dem Meer errichtet wurde und einen Glasboden besitzt um die Fische betrachten zu können, das Gemstone Suite Luxushotel erster Klasse sowie das Moonlight Reef mit Ozeanblick. Auf das Gameplay hat die Wahl keinen Einfluss, es bestimmt lediglich das Aussehen unseres Hotelzimmers. Von dort aus können wir wie gewohnt unsere Sammlung verwalten, Abends noch schnell Geschenke verteilen oder neuerdings auch unser Fotoalbum verwalten. Etwas unverständlich ist, weswegen es keinen Menüpunkt zur Verwaltung der eigenen Gegenstände gibt, denn diese Funktion ist vorhanden indem man die X-Taste drückt, wird aber nirgendwo angezeigt, obwohl sie so wichtig ist.

Überhaupt nicht versteckt ist dafür das Casino, welches uns neben vielen verschiedenen Spielautomaten auch Roulette, Blackjack und Poker anbietet. Diese Minigames sind gut umgesetzt und können einen für Stunden fesseln. Denn anders als bei den Sportveranstaltungen vergeht im Casino keine Zeit, wir können eine halbe Ewigkeit mit den Kartenspielen oder am Automaten verbringen, der Abend dauert ewig, bis wir beschließen zu Bett zu gehen.

Multiplayer Xtreme?

Das Beach Volleyball ebenso wie das Jetski-Rennen lässt sich auch online spielen. Direkt aus dem Hauptmenü heraus entscheiden wir uns für ein bewertetes oder unbewertetes Spiel und begeben uns auf die Mitspielersuche. Während man Volleyball nur zu Zweit spielen kann, können am Jetski-Rennen bis zu vier Spieler teilnehmen. Für sprechfaule Spieler gibt es die Möglichkeit in der Lobby ein USB-Keyboard zum Chatten zu benutzen. Vorzuziehen ist natürlich das Headset, auch wenn die Tastatur-Unterstützung durchaus ein nettes Gimmick ist.

Während das Volleyball-Spiel online durchaus Spaß macht, eben weil sich die Charaktere nun nicht mehr halbautomatisch bewegen und vom Spieler viel besser kontrolliert werden müssen, ist das Jetski-Rennen online nicht so ganz gelungen. Denn wie es so ist gibt es böse Gesellen die recht schnell gemerkt haben an welchen Stellen man die Mitspieler von der Strecke drängen muss, auf dass sie - im wahrsten Sinne des Wortes - kein Land mehr sehen.

Achievements

Dead or Alive Xtreme 2 Dead or Alive Xtreme 2 Selten habe ich ein 360er Spiel gesehen bei dem die Achievements so lustlos und schlecht verteilt wurden wie in diesem Titel. Wer aus DoA Xtreme 2 die vollen 1000 Gamerpoints herausholen möchte, muss das Game wohl zocken bis er alt geworden ist, denn die Anforderungen sind immens. So gibt es das erste Achievement erst, wenn man es schafft sich innerhalb der vierzehn Tage zwei Freundinnen zu machen, was gerade noch möglich ist. Wie man aber an die weiteren Achievements für vier und sechs Freundinnen innerhalb der vierzehn Tage kommen soll, ist mir unverständlich. Selbst wenn man all sein verdientes Geld ausschließlich in Geschenke steckt, halte ich es für kaum möglich sich in der kurzen Zeit so viele Freundinnen zu machen. Doch damit nicht genug, die weiteren Achievements gibt es erst für das Sammeln aller Badeanzüge die das jeweilige Mädchen selbst kaufen kann, was gerade noch erreichbar ist, sowie für das komplettieren der Sammlung, wozu ich schon für ein Mädchen auf der Xbox gut 60 Spielstunden benötigte. Um also alle Achievements zu erhalten, von dem einen geheimen abgesehen, muss man es mit allen neun Mädchen schaffen eine komplette Sammlung aufzubauen sowie innerhalb von vierzehn Tagen sich jeweils sechs Freundinnen zu machen, was ich in der Praxis für fast unmöglich halte.

Grafik, Sound & Technik

Dead or Alive Xtreme 2 Dead or Alive Xtreme 2 Keine Frage, DoA Xtreme 2 bietet uns wieder die hübschesten Porzellangesichter der Videospielbranche und auch die einzelnen Orte sehen nun noch einen Tick besser aus als noch beim Vorgänger. Leider aber bekamen die Mädchen dieselben hässlichen Haare spendiert wie schon die DoA 4, welche nicht wie eine natürliche Haarpracht aussehen, sondern eher wie schwere Kettenglieder, welche die Körper durchdringen und sich alles andere als natürlich verhalten. Dazu gesellt sich ein Tittenwackeln das man gesehen haben muss um es zu glauben. Was man sich bei Team Ninja Gedacht hat als man den Mädchen diese asynchron schaukelnden Götterspeisen verpasste, wird wohl auf Ewigkeit ein japanisches Geheimnis bleiben. Dafür können sich die neuen Badeanzüge und Bikinis durchaus sehen lassen, die Sammlernaturen werden auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen. Selbstverständlich gibt es auch wieder dass "eigentlich habe ich nichts mehr an"-Model, dieses Mal mit dem Namen "Godfather" bedacht, quasi der Pate unter den Badeanzügen. Was man in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnen muss, sind die elendig langen Ladezeiten in der Badeanzug-Übersicht. Ganze zwölf Stück können dort pro Seite angezeigt werden und diese tröpfeln im Zweisekundentakt ins Menü, was die Auswahl schon sehr nervig macht, noch dazu, wenn man noch weiß wie flott diese im Vorgänger geladen wurden. Ebenfalls unschön ist es, dass manche deutsche Untertitel aus dem Textfenster herauslaufen, statt umgebrochen zu werden. Dafür haben wir im Gegenzug wieder die Möglichkeit zwischen der englischen und der japanischen Sprachausgabe zu wählen, doch für welche wir uns auch entschieden haben, die Videos selbst bekamen überhaupt keine Untertitel mehr spendiert.

Positiv fällt dagegen auf, dass man in den jeweiligen Shops nun mit einem Blick sieht ob man den ausgewählten Gegenstand schon einmal gekauft hat oder nicht, was anhand eines Icons angezeigt wird. Ebenfalls positiv ist, dass man nur beim aller ersten Mal das "Tutorial" durchspielen muss, ab dem zweiten besuch auf Zack Island wird dieses automatisch übersprungen, außer wir rufen es explizit auf. Ebenfalls sehr gelungen ist das Handbuch zum Spiel, welches wie ein Reiseführer aufgemacht ist, alle relevanten Informationen zu dem Mädchen und den Spielen enthält und vorbildlicher Weise komplett in Farbe gedruckt ist, auf angenehm dicken Hochglanzpapier.

Der gebotene Soundtrack, denn die Radiostation gibt es natürlich auch wieder auf der Insel, unterscheidet sich kaum vom Vorgänger. Gut die Hälfte alles Songs kennen wir bereits aus "DoA Xtreme Beach Volleyball". Nach wie vor gibt es zwei Playlists, eine für die Songs tagsüber und eine für die abendliche Beschallung. Zwar kann man, wie bei jedem Xbox 360 Spiel, auch auf den eigenen Soundtrack umschalten, eine so elegante Lösung aber wie beim Vorgänger, wo man Songs des eigenen Soundtracks mit denen des Spiels mischen konnte, gibt es nicht mehr.

Meinung

Wertung zu Dead or Alive Xtreme 2 (X360)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tutorial kann übersprungen werdendas "gekauft"-Iconanspruchsvolleres Volleyball GameplayVideos in Spitzenqualitätdie Minigames im Casinoder Abspann mit den selbst geschossenen Fotosengl. & jap. Sprachausgabeschön gestaltetes Handbuch
Die hässlichen HaareKamera wechselt beim Volleyball nicht mehr die Seitedeutsche Texte laufen aus den Fensternlange Ladezeiten im Auswahlmenüfantasielos verteilte Achievementsbekannter Soundtrackauf 4:3 Fernsehern sehr unübersichtlichdie Jetski-Rennen stellen keine Herausforderung dar und bieten viel zu wenig Strecken
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