Es gibt viele Action-Games, doch keine sind so stylish wie die des Hack & Slay-Genres. Capcom hat mit Devil May Cry genau dieses Genre erfunden und einen Entwickler damit zur Legende gemacht.
Heute reden wir über ein Spiel, das damals den Action-Game-Markt komplett revolutioniert hat: Resident Evil 4! Ne, warte. Wir meinen natürlich Devil May Cry. Das sollte ursprünglich aber sogar Resident Evil 4 werden, bevor Producer Shinji Mikami das ganze Gameplay zu actionreich für die Horror-Reihe wurde. Also versetzte Capcom den beauftragten Director Hideki Kamiya in das neue Studio Team Little Devils, das sich dann um Devil May Cry 1 gekümmert hat.
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Trotzdem merken wir noch deutlich die Einflüsse von Resident Evil: feste Kameraeinstellungen, "finde den rostigen Schlüssel fürs rostige Schloss"-Rätsel und Items, die einem direkt vor die Linse fliegen, wenn wir sie aufheben.
Aber wieso war Devil May Cry früher eigentlich so erfolgreich? Was hat das Spiel so speziell gemacht, dass es unter den 50 meistverkauften Spielen der PS2 gelandet ist? Das wollen wir euch heute verraten!
Alles, was man wissen muss in fünf Minuten!
Eigentlich ist der Anfang von Devil May Cry schon eine gute Zusammenfassung dessen, was wir von dem Spiel zu erwarten haben.
Direkt beim Start werden wir vom viel zu coolen Hauptcharakter Dante begrüßt. Der hängt einfach nur in seinem Büro voller aufgespießter Dämonen-Schädel herum und mampft seelenruhig eine Pizza. Wir bekommen so direkt gezeigt: Dante ist 'ne coole Sau!
Diese coole Sau bekommt aber direkt Besuch von einer fremden Frau. Aber weil in Devil May Cry alles over-the-top-cool ist, benutzt sie nicht auf normalem Weg die Tür. Die blonde Dame kracht nämlich mit einem Motorrad durch Dantes Tür und parkt im Büro, als wäre es das normalste der Welt.
Genauso normal reagiert Dante auch, der bleibt nämlich erst einmal gelassen sitzen und fragt, ob die Motorrad-Frau denn eine Toilette suche. An der Stelle wissen wir dann: Dante sieht nicht nur cool aus, neben den Fertigkeiten, Dämonen zu töten und Pizza zu essen, hat er auch noch immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.
Es dauert aber nicht lange, bis Trish, so heißt die Frau, Dantes Vater erwähnt - den legendären dunklen Ritter Sparda. Allgemein scheint Trish einiges über Dämonen zu wissen, darunter auch, dass die wohl Dantes Mutter umgebracht haben.
Quelle: PC Games
Trish verpasst Dante den Highkick seines Lebens. Mit Absätzen!
An dieser Stelle wird Dante ein wenig ernster und erzählt Trish, dass er auf einem Rachefeldzug ist und jeden einzelnen Dämon töten will. Früher oder später wird er den Jackpot schon erreichen - also den Dämon umbringen, der seine Mutter ermordet hat.
Nachdem Dante das erwähnt, überrascht Trish ihn mit ihren eigenen dämonischen Kräften, schleudert den obercoolen Macker an die Wand, wirft sein eigenes Schwert durch seine Brust und ihr Motorrad gleich hinterher. Das beeindruckt Dante aber wenig, der einfach seine zwei Signature-Pistolen Ebony & Ivory zieht und das Motorrad mit den Kugeln der Waffen in der Luft balanciert und auf Trish zurückschleudert.
Während sein Schwert in seiner Brust steckt - megacool. Erst hier erfahren wir: Dante hat wohl auch dämonische Kräfte durch das Blut seines Dämonen-Daddy geerbt und dadurch übermenschliche Fähigkeiten.
Trish hört an dieser Stelle auch auf Dante anzugreifen, offenbar war das alles nur ein kleiner Stärketest. Denn eigentlich braucht sie Dantes Hilfe. Anscheinend ist der Kaiser der Dämonenwelt wiederauferstanden und möchte ein Portal zur menschlichen Welt öffnen, um dort sein Hoheitsgebiet zu erweitern und alle Menschen auszulöschen. Als beruflicher Dämonenjäger nimmt Dante den Job natürlich an und macht sich mit Trish zusammen auf den Weg zur Insel Mallet Island, wo das Portal geöffnet werden soll.
Diese nicht einmal fünfminütige Introsequenz ist einfach genial. Wir bekommen unseren überheblichen und lässigen Helden Dante vorgestellt, erfahren etwas über seine Vergangenheit, Fähigkeiten und gleichzeitig seine Motivation für die Zukunft. Zusätzlich bekommen wir auch direkt eine ordentliche Aufgabe, der wir nachgehen sollen.
Quelle: PC Games
Dante und Trish stehen episch auf Mallet Island. Wobei Trishs Gesicht weniger Ausdruck zeigt ...
Obendrauf bleibt Trish mysteriös, selbst am Ende der Sequenz haben wir noch keine Ahnung, wer sie eigentlich ist - was uns antreibt, genau das zu erfahren. Wir können nicht einmal wissen, ob sie jetzt wirklich auf unserer Seite steht oder einfach nur Quatsch erzählt und eigentlich dem Dämonen-Kaiser helfen möchte.
Es wird also viel Klarheit um unseren Protagonisten geschaffen und gleichzeitig werden genug Fragen aufgeworfen, um unser Interesse zu wecken. Außerdem wird gezeigt, was Devil May Cry ist: ein kleines bisschen ernst, brutal, cool, witzig und übertrieben in jeder Hinsicht. Und das alles in unter fünf Minuten in einer stylischen Zwischensequenz.
