Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Das aktuellste Siedler bietet uns mehr Wuselfaktor als je zuvor und eine Detailverliebtheit um darin zu versinken.

Die Diplomatie

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Darum ist es meist besser erst einmal miteinander zu sprechen, weswegen es neuerdings auch ein Diplomatie-Feature in den Siedlern gibt. Dies gestaltet sich derart, dass auch unsere Nachbarn Bedürfnisse haben und mitunter sogar mit konkreten Hilfsanfragen an uns herantreten. Diesen können wir entsprechen, was sich positiv auf die jeweilige Beziehung auswirkt, oder sie ignorieren, mit gegenteiligem Effekt. Diese Beziehungen wirken sich auch direkt auf unsere Siedler aus. So können wir mit verbündeten Partnern handeln ohne einen Ritter aussenden zu müssen, wohingegen wir bei einem Handelspartner diesen sehr wohl noch bemühen müssen. Steht der Diplomatie-Status noch auf "unbekannt", können wir die anderen Siedler nicht sehen, weswegen es sich empfiehlt unseren Ritter auszusenden um eine Verbindung herzustellen. Ist man gar mit jemanden verfeindet, muss man damit rechnen angegriffen oder überfallen zu werden. Ein sehr unangenehmer Zustand, der sich manchmal aber nicht vermeiden lässt.

Die Frauen

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Der aufmerksame Leser hat es natürlich schon gemerkt, im aktuellen Siedler gibt es erstmalig auch weibliche Wesen. Um diese in die Stadt zu locken, die eigentlich nur von männlichen Siedlern bevölkert wird, müssen wir auf dem Marktplatz ein Fest veranstalten. Daraufhin begeben sich alle Siedler mit dem Bedürfnis nach Unterhaltung auf den Marktplatz und versuchen mit den eintreffenden Frauen anzubandeln. Ist man sich grün, wird geschunkelt und getanzt, was einer Heirat gleichkommt. Fortan wird die Frau ihrem Mann bei der täglichen Arbeit helfen und seine Produktivität steigern. Denn die Frauen sind ein wahrer Segen für die männliche Bevölkerung. Sie kümmern sich um alle nötigen Transporte, so dass der Mann im Haus ohne Unterbrechung werkeln kann, sorgen für Nahrung und halten die Kleidung und das Gebäude sauber.

Das Militär

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs So friedlich das grundlegende Gameplay der Siedler auch ist, sie kommen trotzdem nicht ohne eine Ordnungsmacht aus. Doch auch hier hat man, im Vergleich mit den vorhergehenden Siedler-Titeln, etwas an den Features eingespart und bietet dem Spieler nur noch zwei verschiedene Arten von Soldaten an. Nämlich die Bogenschützen und die Schwertkämpfer. Um die Bedienung der Soldaten so leicht als möglich zu halten werden sie zu Batallionen von jeweils neun Soldaten zusammengefasst, von denen wir maximal 12 Stück besitzen dürfen. Mehr als 108 Soldaten gleichzeitig können wir also nicht produzieren, das ist das Limit. Die Soldaten dienen dazu um gegnerische Gebäude zu zerstören um so Freiraum zu erhalten den wir mit unseren Außenposten füllen können. Sie können aber auch als Druckmittel eingesetzt werden um den Gegner zu zwingen uns seine Ware zu überlassen. Je besser sich unsere Soldaten im Kampf schlagen, desto positiver wirkt sich das auf den Ruf unserer Stadt aus, umgekehrt aber wirkt es negativ auf die diplomatische Beziehung zum jeweiligen Gegner.

Eine besondere Einheit stellt der Dieb dar. Ihn können wir in feindliches Gebiet schicken um dort beispielsweise aus den Lagern der anderen Völker das Gold zu stehlen. Er kann aber auch in die feindliche Burg geschickt werden um dort zu spionieren. Auf diese Weise lichtet sich für eine Zeit der "Fog of War" und wir können sehen was dort abgeht und uns entsprechend darauf einstellen.

Das Gameplay

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Das aktuelle Siedler punktet mit einem leicht zugänglichem Gameplay, welches selbst Quereinsteiger ins Aufbaugenre keinerlei Probleme bereiten sollte. Dazu gesellt sich der unglaublich hohe Wuselfaktor, der einen für die ersten Stunden mehr als zu fesseln versteht. Hat man aber die ersten paar Missionen hinter sich gebracht, oder ist man schon ein Siedler-Fan der ersten Stunde, stellt sich relativ schnell Ernüchterung ein, zwecks dem nun doch wesentlich einfacheren Wirtschaftskreislauf, der viel leichter zu bewältigen ist als noch in den ursprünglichen Siedlern. Natürlich macht der Titel nach wie vor viel Spaß beim Spielen, und Besonders jeden einzelnen Siedler bei seinem Tagwerk beobachten zu können besitzt schon seinen Reiz, etwas mehr Anspruch hätten wir uns trotzdem gewünscht.

Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs Die Idee nun alles um einen zentralen Marktplatz herum anzuordnen ist gut gewesen, und es entsteht tatsächlich eine wunderbar homogen wirkende Stadt mit Zentrum und Zulieferbetrieben, trotzdem wünscht man sich in der Praxis oft wenigstens ein zweites Lagerhaus errichten zu können, auf das nicht alles, aber wirklich alles erst einmal in das eine Lager gebracht werden muss. Auch ist es etwas ungünstig, dass produzierende Betriebe wie der Metzger beispielsweise ihre Ware nun direkt an den "Endverbraucher" ausliefern, und nicht mehr ins Lager bringen. Denn hat besagter Metzger alle neun Würste produziert die er vor seinem Haus abstellen kann, stellt er die Arbeit ein und wartet, egal wie viel Fleisch ihm angeliefert wird.

Meinung

Wertung zu Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs (PC)

Wertung:

8.2 /10
Pro & Contra
Herrliche Spielumgebunggelungenes Interfacedie Auswirkungen der verschKlimazonender enorme Wuselfaktordie unglaubliche Detailverliebtheitdas nach wie vor "friedliche" Gameplaydie leichte Zugänglichkeit
Der vereinfachte Warenkreislauf wird Siedler-Veteranen unterfordernnur ein Warenlager möglichhackeliger Wegeausbau
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk