Dishonored: Definitive Edition: im Test - Im Boni-Teufelskreis

Test Michael Stadler
Dishonored: Definitive Edition: im Test - Im Boni-Teufelskreis
Quelle: Bethesda

Im Frühjahr 2016 schicken die Arkane Studios die Spielerschaft mit Dishonored 2 erneut auf viktorianische Meucheljagd. Um die Wartezeit zu verkürzen, dürfen sich Besitzer einer Playstation 4, Xbox One sowie eines konkurrenzfähigen PCs derweil mit der Definitive Edition vergnügen. Unter der Maske stecken jedoch zwei Gesichter.

Vom Bodyguard zum Attentäter

Zu Beginn eine kleine Einführung in die Materie für all diejenigen, die bisher noch keinen blassen Schimmer von Dishonored haben: Hauptprotagonist des Titels ist Corvo Attano seines Zeichens Leibwächter der Kaiserin von Dunwall, einer von der Beulenpest befallenen Großstadt im viktorianischen Steampunk-Chique. Die Story kommt ins Rollen, als die Königin vor euren Augen von Unbekannten ermordet und ihre Tochter entführt wird. Als wäre die Situation an sich nicht bereits ausreichend bescheiden, wird euch der Mord kurzerhand in die Schuhe geschoben und ihr landet im Kittchen. Dank der Hilfe einer Truppe aus kaisertreuen Bürgern gelingt euch jedoch die Flucht aus der Zelle und ihr werdet zum Auftragsassassinen der Gruppierung.

Dishonored: Definitive Edition im Test - Im Boni-Teufelskreis Quelle: Bethesda Zugegeben: Die Geschichte von Dishonored war schon 2012 nicht das alles verändernde Aushängeschild des Spiels und wird es auch in der Definitive Edition nicht. Vielmehr vermochte es damals wie heute die spielerische Freiheit für ein exzellentes Spielerlebnis zu sorgen. Dabei zählt nicht nur, dass ihr euer Hauptziel auf zahlreiche, immer unterschiedliche, Arten und Weisen erreichen könnt. Auf dem Weg zum Hauptauftrag ist der Spielwelt das eine oder andere Stündchen an reiner Entdeckungszeit zu entlocken. Dabei spricht Dishonored sowohl den Schleicher als auch den Hobby-Rambo unter den Spielern an. Hier zeigte jedoch das Balancing seine größte Schwäche. Während man in der Rolle des Assassinen davon ausgehen könnte, dass die laute "Haudrauf"-Methodik zu Chaos und Verkomplizierung der Mission führen würde, ist dieser Umstand in Dishonored praktisch nicht gegeben. Der Schwierigkeitsgrad war nicht wirklich fordernd und der Aufruhr einer zu forschen Vorgehensweise weicht zu schnell der Totenstille.

Der Boni-Teufelskreis

Dishonored: Definitive Edition im Test - Im Boni-Teufelskreis Quelle: Bethesda Da der Schwierigkeitsgrad ja bereits in der Ur-Fassung für die letzte Konsolengeneration etwas zu lau war, hätte die Definitive Edition eine ideale Gelegenheit für Nachbesserungen geboten. Doch der Konjunktiv verrät bereits: Wirklich viel ist in dieser Richtung nicht geschehen – eher das Gegenteil. Der Umfang der Version ist dank aller DLCs zwar riesig, stellt dem Titel aber dank der damals erhältlichen Vorbesteller-Boni selbst ein Bein. Hier werden dem Spieler schlichtweg zu schnell zu viele Fähigkeiten auf dem Silbertablett serviert, sodass das Spiel auch auf hohem Schwierigkeitsgrad eine wirkliche Herausforderung vermissen lässt.

Technisch ist die Definitive Edition von Dishonored sehr nah an der damaligen PC-Version, die aber noch immer die technische Speerspitze bildet. Groß ins Gewicht fallen die grafischen Verbesserungen allerdings nicht. Der Look wusste durch seine leichten Cell-Shading-Züge bereits 2012 im Handumdrehen zu überzeugen und wäre auch ohne Aufbereitung noch hervorragend anzusehen.

Meinung

Wertung zu Dishonored: Definitive Edition (PS4)

Wertung:

8.5 /10

Wertung zu Dishonored: Definitive Edition (XBO)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Viele ErkundungsmöglichkeitenSpielerische FreiheitDiverse LösungsmöglichkeitenAlle DLCs und Vorbesteller-BoniTolle Optik
Niedriger SchwierigkeitsgradNur 30 FPSVorbesteller-BoniUndynamische Story
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