Ein tolles Spiel für Kids und jung gebliebene Eltern. Unglaublich zauberhaft, wunderschön inszeniert und unterhaltsam!
Als der Visionär Walt Disney vor vielen Jahrzehnten das erste Disneyland der Welt in Kalifornien eröffnete, schuf er den Grundstein für einen der erfolgreichsten Freizeitparks der Welt, sorgte damit aber auch für unendlich viele lachende Kinder und glückliche Eltern. Millionen von Besucher strömen jährlich durch die Pforten und dank dem Entwickler Frontier können diese nun ihre Erlebnisse im heimischen Wohnzimmer nochmals erleben. Kinect Disneyland Adventures ist ein Abenteuer für die ganze Familie, begeistert mit einem unverwechselbaren Charme und verzaubert mit einer Hingabe, die man kaum ein zweites Mal bei einer solchen Entwicklung bestaunen darf. Warum dieser Titel ins Herz geschlossen wird, erfahrt ihr im Test.
Disneyland Adventures
Mickey, Goofy und Donald, aber auch Aladdin, Jack Sparrow oder Balu der Bär warten auf euch, in der virtuellen Nachbildung des Themenparks Disneyland. Natürlich ist auf dem ersten Blick sofort zu erkennen, dass man es mit einem Videospiel zu tun hat. Doch wer einmal das Ticket löst und in die Tiefen des riesigen Freizeitparks entschwindet, wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Mit viel Liebe zum Detail und einer unglaublichen Hingabe haben die Entwickler ihr Spiel dem Original nachempfunden und die Häuserschluchten der Main Street genauso haargenau nachgestellt, wie das Fanatsyland, wo Peter Pan oder Alice zu Hause sind. Wer schon einmal unter kalifornischer Sonne in diesem Wunderland unterwegs war, die tollen Attraktionen bestaunen und mit all seinen Disney Freunden Abenteuer erleben durfte, wird sich recht schnell in Kinect Disneyland Adventures zurecht finden und die zahlreichen Wege zwischen den abwechslungsreichen Attraktionen wie seine Westentasche kennen.
Willkommen im Wunderland
Disneyland Adventures
Habt ihr dem realen Vorbild noch keinen Besuch abgestattet, so seit gewarnt: Der Park mit seinen hier im Kinect Advanture sieben dargestellten Themengebieten ist unglaublich riesig. Startet man die Tour von Haupteingang aus, nachdem uns Mickey Mouse liebevoll begrüßt und der uns Begleiter wie eine Fee zur Hand geht, wirkt das Spiel noch recht überschaubar. Doch nach ein paar Stunden verliert man sich nicht nur in der riesigen Welt, sondern auch den zahlreichen Aufgaben. Schließlich geben wir uns nicht dem reichen Vergnügen hin und fahren ausschließlich Achterbahn, genießen das kühle Nass der Wildwasserbahn oder schlotzen die leckere Eis-Creme vom Eismann, nein über 40 charmante Figuren aus allen Filmen und Produktionen von Walt Disney bitten um Hilfe, verteilen Autogramme, lassen sich fotografieren und haben immer wieder ein paar nette Worte übrig. Daher freut es uns, dass sämtliche Charaktere gar ansprechbar sind und diese zumindest ein paar Worte verlieren.
Disneyland Adventures
Bevor es los geht, erstellt ihr euch einen kleinen Jungen oder ein nettes Mädchen, quasi euer virtuelles Ebenbild, welches zugleich auch hübsch eingekleidet wird. Im Laufe des schier unendlich langen Abenteuers, denn versucht man es in Zahlen zu fassen, dürften vor allem bei den Kids weit mehr als fünfzig Spielstunden zusammen kommen, können zahlreiche neue Kleider und gar ganze Kostüme in den Shops im Park erworben werden. Einmal im Raumanzug von Buzz Lightyear rumflitzen, das wollte wohl schon jedes Kind einmal, welches Toy Story gesehen hat. Bei den Klamotten bleibt es aber nicht, denn zahlreiche Bücher wie auch Accessoires können ebenfalls erworben werden. Das Spiel offenbart eine völlig frei begehbare Welt, in der man durch den besucherreichen Park schlendert, hier mal einkaufen geht, dort mal mit einer Bahn mitfährt und vor allem sich mit den Disney Charakteren unterhält. Dies geht ganz einfach, indem man Hallo in den Raum ruft, schon beginnt der Plausch, wo wir mit Gesten und weitere Kinect-Sprachbefehlen ein Autogramm einfordern oder die liebevolle Figur umarmen,
Disneyland Adventures
Die allseits beliebten Disney Helden tragen uns oft Aufgaben auf, zum Beispiel irgendwelche Gegenstände finden, Fotos von Freunden zu machen, den Dschinni mit Magie zu begeistern und noch vieles, vieles mehr. Dass bei über hundert solcher Aufgaben sich der Wiederholungs-Teufel eingeschlichen hat, dürfte kaum verwunderlich sein. Doch das Jagen und Sammeln von Münzen, Fotos, Autogrammen und lösen der Aufgaben motiviert vor allem Kinder, die sich nicht ganz so sehr um komplexe Missionen und Abwechslung scheren. Denen ist es völlig egal, dass vielfach einfache Botengänge gefordert sind, die sich einzig allein durch den Gegenstand unterscheiden. Zudem sorgen zahlreiche, erst im Laufe der Zeit zur Verfügung stehende Gegenstände wie Angel, Megafon, Zauberstab und Fotoapparat für unglaublich viele Interaktionsmöglichkeiten, welche schier unerschöpflich erscheinen. Mit dem Zauberstab zum Beispiel werden Laternen, Mülleimer und Sonnenschirme lebendig, während mit der Kamera Bilder für das Fotoalbum oder Schnappschüsse von versteckten Mickey Symbolen gemacht werden. Und ehrlich gesagt haben auch wir sehr viel Freude mit all den Helden aus den Comics und den Filmen sowie den vielen tollen Aufgaben und Interaktionen gehabt, das muss man schon mal zugeben.
