Auch Xbox-Besitzer können ab sofort die Mars Facility besuchen und unter den Monstern aufräumen.
Welcome to Mars Facility
Welcome
Endlich ist es soweit, und auch Xbox-Besitzer können sich in den klaustrophobischen Albtraum voller enger Räume stürzen die nur einen Zweck zu haben scheinen, nämlich die Urängste in uns zu schüren bis wir tatsächlich meinen mit der Pumpgun in der Hand um unser nacktes Überleben zu kämpfen. Denn die Inszenierung der einzelnen Szenen ist eines der Highlights von Doom 3, die zwar recht routiniert umgesetzt wurden, einem aber trotzdem immer wieder erwischen, was auch an der herrlichen Kombination aller zur Verfügung stehenden Möglichkeiten liegt. Denn die bekannte Mechanik aus lautem Geräusch und ausgehendem Licht, woraufhin meist auch noch ein Grunzen oder Schaben vernehmbar ist, zwingt einem immer wieder sich schnell umzudrehen und jede Ecke zu kontrollieren, während die letzte verbliebene Lampe die Umgebung in flackerndes Licht taucht. Doch oft sind dies nicht die einzigen Effekte die uns den Schauer über den Rücken jagen, denn es kommt schon mal vor, dass für einen kurzen Augenblick ein Funke den Raum erhellt und wir genau sehen wie sich im Schatten etwas bewegte, woraufhin wir panisch die Lampe in die Höhe halten um zu sehen was uns bedroht, und nichts sehen. Auch ist es plötzlich verdächtig ruhig geworden, weswegen wir uns langsam umdrehen und dem Grauen direkt ins Gesicht schauen, welches sich mit unmenschlichem Gegrunze seinen Weg durch die Verkleidung der Wand sucht und nur noch eine Armlänge von uns entfernt ist. Nur gut, dass ein Tastendruck genügt um von der Taschenlampe zur zuletzt benutzten Waffe zu wechseln, deren Abzug wir nur noch mechanisch durchdrücken bis sich der Fleischberg nicht mehr bewegt. Je nachdem welche Waffe wir benutzen und wie wir die Monster getroffen haben, bleiben die Körper entweder liegen oder lösen sich in bester Buffy-Manier in Wohlgefallen auf. Das bevorzugte Ziel freilich stellt nach wie vor der Kopf dar, auf den man mit einem gezielten Schuss die meisten Gegner auf einen Schlag ausschalten kann, woraufhin diese kopflos umfallen und liegen bleiben. Zielen wir hingegen direkt auf die Körpermitte lösen sich die Gegner direkt nach dem tödlichem Schuss auf, was meistens der Fall ist wenn man einfach in die vermutete Richtung in die Finsternis feuert.
Bekannte Gesichter
Der Schwierigkeitsgrad von Doom 3 aber wird allen Vermutungen zum Trotz nicht von der Aggressivität der Gegner getragen, sondern von der spärlich vorhandenen Munition. Denn die allesamt bekannten Waffen besitzt man bereits nach der Hälfte des Spiels, und ab diesem Zeitpunkt wählt man seine Waffe nicht nach Gutdünken, sondern schlicht nach vorhandener Munition. Da besitzt die Motorsäge endlich einmal eine Existenzberechtigung, denn wenn einem die Munition ausgeht ist sie wesentlich wirkungsvoller als die blanken Fäuste, mit denen man kaum Schaden anrichtet. Sehr wirkungsvoll, aber erst wenn man den Umgang mit ihnen erlernt hat, sind auch die Granaten, die sich ideal eignen mehrere Gegner auf einmal zu zerlegen. Besonders gegen die Trites, umgedrehte Köpfe mit Spinnenbeinen, lassen sie sich gut einsetzen und sparen viele Projektile. Nur gut, dass die Heilungsmöglichkeiten relativ oft vorhanden sind, denn neben den bekannten Health-Packs in verschiedenen Stärken gibt es auch noch fest installierte Geräte denen man eine bestimmte Anzahl an Lebensenergiepunkten entnehmen kann. Zusätzlich besitzen wir natürlich auch noch ein Schild, welches uns vor Verletzungen schützt und ebenfalls aufgeladen werden kann.
Braver Hund
Neben der Inszenierung der Schreckmomente, stellt natürlich die präsentierte Grafik den Hauptdiskussionspunkt von Doom 3 dar. Denn zweifellos gab es eine derart detaillierte und bombastische Grafik auf der Xbox nur selten zu sehen. Besonders die unglaubliche Qualität der Texturen und das Design jedes einzelnen Objektes sind atemberaubend. Gäbe es einen Oskar für bewegliche Objekte in einem Videospiel, müsste man ihn Doom 3 wegen der beeindruckenden Maschinen und Mechaniken überreichen, die einen mitunter nur noch staunend zurücklassen. Denn manche Maschinen sind derart kompliziert und arbeiten doch absolut fehlerfrei, dass man nicht umhinkommt sie sich ganz genau anzusehen, auch wenn sich einem der Sinn hinter deren Tätigkeit nur selten erschließt. Zwar fällt in direktem Vergleich mit der PC-Version schon auf, dass so manches reduziert wurde, dem Gameplay aber tut das keinen Abbruch.
