Dragon Age: "Es fühlt sich immer so an, als wäre es nie genug" - Serienschöpfer über glaubwürdige Spielwelten

News Torsten Metzger
Dragon Age: "Es fühlt sich immer so an, als wäre es nie genug" - Serienschöpfer über glaubwürdige Spielwelten
Quelle: PCGH

Der Dragon Age-Schöpfer David Gaider hat seine Sicht der Dinge zum Thema Realismus in Spielwelten offengelegt und es scheint ihm nie genug Realismus in einer Open World zu geben.

In einem kürzlich geführten Interview hat sich David Gaider, der Schöpfer der Dragon Age-Reihe, zu verschiedenen Themen rund um diese Rollenspiele geäußert. Besonders hervorzuheben ist dabei Gaiders Sicht auf die Gestaltung der Spielwelt.

Was erwartet David Gaider von einer Rollenspiel-Welt?

David Gaider sprach im Interview mitunter über Dragon Age: The Veilguard, über die Schwierigkeiten bei dessen Entwicklung und über die Rollenspielreihe im Allgemeinen. Von besonderem Interesse sind dabei Gaiders Ausführungen dazu, wie er sich eine Spielwelt vorstellt, sowie seine Aussagen zu den Weltzuständen und deren Auswirkungen auf die Entscheidungen der Spieler in den verschiedenen Spielen.

Im Hinblick auf Realismus und Glaubwürdigkeit in Spielwelten sagt Gaider: "Selbst bei dem Maß an Interaktion, das wir eingebaut haben, von kurzen Anspielungen bis hin zum Wiederauftauchen eines alten Charakters und einer ganzen Handlung, fühlt es sich immer so an, als wäre es nie genug." Angesichts des geringeren Umfangs von Dragon Age 2 war dies anfangs kein allzu großes Problem. Doch die deutlich größeren Spiele Dragon Age: Inquisition und Dragon Age: The Veilguard stießen Jahre später klar an ihre Grenzen, insbesondere bei wichtigen Handlungspunkten, an denen die Fans sehr hingen.

David Gaider wünscht sich offenbar mehr Möglichkeiten

In Dragon Age: Inquisition tauchte unter anderem unerwartet das von Fans oft als "Morrigans Alte-Gott-Baby" bezeichnete Problem auf. Gaider sagt dazu: "Die Fans haben sich wirklich gewünscht, dass das Alte-Gott-Baby eine weltbewegende Bedeutung hat. Dass es, wenn es denn existiert, ein völlig anderes Ende für Inquisition gäbe. Und das kann ich leider nicht umsetzen. So gern ich es auch würde, das geht nur im Rahmen eines Romans. In einem Spiel ist das unmöglich."

Wenn Fortsetzungen zu Rollenspielen entwickelt werden und die Welt es den Spielern ermöglichen soll, auf Basis ihrer Entscheidungen an alte Schauplätze zurückzukehren und dort bekannte Charaktere aus früheren Spielen zu treffen, stehen Entwickler laut Gaider vor einem ernsten Problem. "Es ist entweder irrelevant oder unzureichend", sagt Gaider.

Gleichzeitig betont er jedoch, dass er solche Rückblicke trotzdem gern in Spiele einbaut. Es sei lediglich sehr schwierig, diese so umzusetzen, damit auch Veteranen der Reihe wirklich zufriedengestellt werden. Somit wird deutlich, dass sich David Gaider insgesamt mehr Möglichkeiten wünscht, um Spielwelten realistischer und konsequenter auf Spielerentscheidungen reagieren zu lassen.

Was sagt ihr zum Thema Realismus in Spielwelten? Nutzt gerne unsere Kommentarfunktion. Beachtet aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr euch hier registrieren. Unsere Video-Inhalte findet ihr übrigens bei YouTube, Instagram und Tiktok.

Quelle: eurogamer.net

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk