Eine herrlich komplexe Steuerung und der enorme Umfang stehen der absolut üblen Kameraführung gegenüber.
Die Konsolenhistorie von Dragonball ist lang. Seit etlichen Versionen macht der Manga-Hit des Zeichners Akira Toriyama schon die Playstation 2 unsicher. Mit "Dragonball Z: Burst Limit" hielten die Sayajins auch auf der NextGen ihren Einzug. Dieser Teil konnte die Fans jedoch nicht wirklich zufrieden stellen. "Dragon Ball: Raging Blast" heißt der offizielle Nachfolger und soll den Anhängern nun endgültig das bieten, was sie auf der PS2 geliebt und beim Vorgänger schmerzlich vermisst haben. Also auf ein Neues und ab geht's in den Kampf gegen die Bösewichte der 'Z-Saga'!
Verbinde alt mit neu
Dragon Ball: Raging Blast
Wie schon im Vorgänger gereicht der Stoff des zweiten Teils der kompletten Geschichte zur Grundlage dieses Manga-Prüglers. Der Startschuss des Zeichentricks fällt, wie die Kenner unter euch sicher schon wissen, mit der Landung des Sayajin Radditz auf der Erde. Hier setzt auch Raging Blast seinen Anfangspunkt. Weiterführend werdet ihr auf die A-Prominenz der dunklen Seite treffen. Von Vegeta und Nappa, über Freezer, die Cyborgs, Cell, bis hin zu Majin Boo. Letzterer feiert im Übrigen sein NextGen-Debüt. Ebenfalls mit einer eigenen Geschichte bedacht wurden Son Gokus Vater Bardock und der legendäre Sayajin Broly, welcher aber nur aus den Dragonball-Z Filmen bekannt ist. Um den geschichtlichen Hintergrund brauchen sich Spieler, die wenig Kenntnis von gerade den unbekannten Charakteren haben, keine Sorgen machen. In Prolog und Epilog wird unser Wissen rund um die bespielte Saga aufgefrischt oder erweitert. Leider geschieht beides nur in schriftlicher Form. Zu kämpfen gibt es jedoch genug. Je nach Größe der Saga sind schon mal an die 30 Kämpfe zu bestreiten, die zwar im Grunde alle den Kämpfen der Serie entsprechen, jedoch auch mit einigen Charaktervariationen oder erdachten Einlagen aufgepeppt werden. Vollkommen erdacht sind die Kämpfe des "Was-wäre-wenn"-Modus. Wie der Name schon verrät bestreitet ihr hier frei erfundene aber dennoch interessante Kämpfe. Wir sind uns sicher: der ein oder andere wird sich ein paar davon schon mal im Kopf vorgestellt haben.
Mann bin ich geladen!
Dragon Ball: Raging Blast
Im Kampf könnt ihr euch auf vielerlei Art zur Wehr setzen. Welcher Knopf von euch mit welcher Aktion in Verbindung steht, obliegt diesmal eurer freien Wahl. Vorhanden sind jedoch immer die gleichen Manöver. Es wird wieder geflogen, geschlagen und geschossen was die Lebensenergie und das KI hergibt. Die Steuerung per se ist diesmal aber wesentlich komplexer und braucht eine längere Einarbeitungszeit als noch im Vorgänger - und das auch wenn ihr sie euch einstellt wie ihr wollt. Wie es sich für ein Beat'em'Up der Serie gehört, ist das HUD von KI- und Gesundheitsanzeige bestimmt. Anders als im Vorgänger wird weniger mit verschiedenen Farben gearbeitet. Wie viele Lebensbalken ihr habt, bekommt ihr per Kugeln über dem rund gehaltenen Instrument angezeigt. Für eure KI-Leiste wird eine zweite Leiste eingeblendet wenn ihr eure Energie für den Hochspannungsmodus aufladet. Während dieses Ladevorgangs seid ihr allerdings hilflos den Angriffen eures Gegenübers ausgeliefert. Überlegt also genau wann und wo ihr eure Kraft sammelt. Seid ihr einmal auf Hochspannung, habt ihr Zeit diese Kraft für einen ultimativen Angriff zu nutzen, so lange eben, bis die Leiste wieder zum Anfang zurückgelaufen ist. Danach entstehen aus eurer KI nur noch Superangriffe wie Son-Gohans Masenko oder Kuririns Energiediskus. Mit dieser Energieleiste bezahlt ihr auch etwaige Transformationen eurer Krieger. Diese sind jedoch besser gelöst als noch in der letzten Ausgabe. Wart ihr damals noch drauf angewiesen euch Schritt für Schritt hoch zu verwandeln, könnt ihr jetzt blitzschnell auswählen welche Gestalt ihr annehmen wollt. Der Sprung von einem normalen Sayajin zu einem dreifachen Super-Sayajin braucht den gleichen Zeitaufwand wie der einfache Super-Sayajin. Rückwärts funktioniert das ganze genauso einfach und unkompliziert.
