Im Mehrspieler-Modus wandelt man fast schon durch die Hölle, der Solist aber erlebt ein fantastisches Abenteuer.
Quelle: PC Games
Dungeon Siege 3
Anjali zum Beispiel kann ein feuriges Tier herbeirufen und dieses auf die Feinde los lassen, sich also getrost mal eine Ruhepause abseits des Geschehens gönnen. Aber auch sämtliche Varianten von Verwirrungszaubern, Spezialgeschossen und Magie gehen, sobald man sich diese mühsam erarbeitet hat, recht locker von der Hand. Man merkt Dungen Siege III zu jeder Zeit an, dass dieser Titel direkt für die Konsolen, aber zumindest für das Gamepad konzipiert wurde. Die Tastenbelegung ist optimal und man kann mit nur wenigen Handgriffen sämtliche Aktionen schnell und kompromisslos durchführen, auch wenn das Zielsystem bisweilen frustriert. Gerade bei Fernangriffen muss die Spielfigur zunächst zum Feind hin bewegt werden, damit der Feuerball oder das Bleigeschoss das Ziel nicht verfehlt. Auch die Menüstrucktur ist übersichtlich und aufgeräumt, bietet aber dennoch einen optimalen Überblick beim Vergleich von Gegenständen.
Quelle: PC Games
Dungeon Siege 3
Die Charaktere kennen mit Fernkampf und dem Schlagaustausch Auge in Auge zwei unterschiedliche Haltungen, zwischen denen je nach Situation gewechselt wird. Rückt der Feind vor, wird mit Schrot geschossen, verschanzt sich dieser hinter den Felsen bzw. wagt es nicht den Recken die Stirn zu bieten, erledigen Präzisionsgeschosse die anstrengende Arbeit. Natürlich reicht pures Dauergemetzel meist um heil eine Situation zu meistern, doch auch schon auf der niedrigsten Stufe fällt ein gewisser Hang zu Strategie und Taktik auf, da doch viel mit Blocken und Ausweichen gearbeitet und reichlich Zauber angewendet wird. Vor allem da Heil- und Manatränke in Dungeon Siege ein Tabuthema sind und die Regeneration neben von Feinden hinterlassenen Kugeln nur mittels Statuseffekten und speziellen Ausrichtungen der einzelnen Fähigkeiten erwirkt werden kann. Jede einzelne Aktion oder Zauber kann meist in zwei unterschiedlichen Richtungen zusätzlich verfeinert werden. Soll zum Beispiel mehr Schaden angerichtet werden oder soll dieser in Heilung umgewandelt werden? Dazu kommen noch zusätzliche Attribute die einen Bonus auf diverse Dinge wie kritische Treffer geben. Eine Punkteverteilung direkt auf z. B. den Lebensbalken hat man nicht - sehr schon, sehr lobenswert und einfach modern!
Nur noch einen, und was sonst so motiviert ...
Dungeon Siege 3
Die Möglichkeiten erscheinen auf dem ersten Blick sehr umfangreich und bieten durchaus interessante Individualisierungen, stoßen aber nach einigen Spielstunden durchaus an ihren Grenzen und man hat den Charakter im Nu nahezu vollkommen geschliffen. Ecken und Kanten gibt es dann kaum mehr und es bleibt einzig allein der (nicht) ewige Aufstieg im Level und vor allen die Sammlerleidenschaft. Auch wenn Dungeon Siege III nun nicht übermäßig Items liefert, so füllt sich der Rucksack dennoch recht flott. Manch Objekt der Begierde wird sofort angelegt und damit der Held oder die Amazone gestärkt, Unbrauchbares lässt sich direkt verschrotten. Dabei erhält man aber weniger Gold als bei den ortsansässigen Händlern, die uns ebenfalls mit reichlich Waren versorgen. Stöbern ist zwar immer wieder interessant, doch wer sämtliche Ecken abgrast und in jeglicher Abzweigung im Kellergewölbe nach Kisten Ausschau hält, muss das Kleingeld nicht aus dem Fenster werfen. Der Reiz, seinen Charakter auch optisch sichtbar neu zu kleiden und Feinde schneller zur Strecke zu bringen ist dennoch stets gegeben.
