Dynasty Warriors: Gundam 3 im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Die kleinen Änderungen am Spiel werden nur wahren Dynasty-Fans auffallen, trotzdem tolle Klopperei!

"Ist doch eh alles das gleiche" erklärt der gemeine Zocker gerne, hält er einen Ableger der Dynasty Warriors Reihe in Händen. Dem müssen wir allerdings widersprechen, haben die i.d.R. mit Nummern gekennzeichneten Auskopplungen, siehe z.B. auch Dynasty Warriors 7, nur bedingt etwas mit den Kollegen gemein, die mit dem Zusatz Gundam in den Handel kommen. Während die Zahlen-Kandidaten dem Spieler die Option bieten mit Vergangenem Geschichte zu schreiben, nutzen Gundam-Jünger die Chance das Morgen zu gestalten. Dazu gibt es auch aktuell wieder reichlich Gelegenheit, da die 'Lichtschwert' ausgestatteten Mechs und Mobile Suits in futuristischer Ferne in die Schlacht ziehen.

Was gibt's Neues im Robo-Land?

Dynasty Warriors: Gundam 3 Dynasty Warriors: Gundam 3 Die Antwort auf diese grundlegend wichtige Frage ist so einfach wie vorhersehbar: Nicht viel und gerade genug für Fans der Serie. Im Gänsefüßchen-Marsch orientiert sich DW: Gundam weiter in Richtung eigener Thematik, nämlich Zukunft. Allerdings werden dem Otto-Normal-Zocker die Veränderungen zu banal sein, als dass er sich wohl wirklich auf das Schlachten-Gekloppe im futuristischen Design einlassen würde. Dies wird vor allem dann deutlich, wenn der Gundam-Vertreter zum Vergleich mit Genre-Kollegen antreten muss. Dabei fällt auf, dass Gundam weitaus weniger Optionen vor allem beim so relevanten Kampfgeschehen zu bieten hat. Das Repertoire beschränkt sich - zweifelsfrei zur Freude der Fangemeinde - auf das Wesentliche und ist in seiner Gesamtheit überschaubar. Allerdings erweisen sich die simplen Aktionen erst in der Kombination als wahrlich schlagkräftiges Argument. Passend arrangiert, können Ausweich-Manöver im Zusammenspiel mit der vorhandenen Spezialattacke genauso effektiv sein, wie die Verbindung eines kräftigen Schlages, auf den ein Rückzug folgt und auf diesen wiederum die Fernattacke dem Feind das letzte bisschen Luft aus den Lungen prügelt. Für Einsteiger eine gewisse Übung, wie man die wenigen, dafür nicht minder effizienten Angriffe mit der Abwehr in Stellung bringt, um so dem gegnerischen Getümmel Einhalt zu gebieten. Anders dagegen die Kenner und Könner der Dynasty Warriors Reihe, die genau wissen, wie sie ihr Alter Ego vom Nobody zum absoluten Helden formen. Zumal der eingefleischte DW-Aktionist weiß, dass nicht das Einzelne zählt, sondern vielmehr das große Ganze gesehen werden muss. Ergo behält man immer die Schlacht als solche im Blick und durch die Vereinnahmung zumeist vorgegebener Areale erweitert sich nicht nur das eigene Refugium, sondern auch der Reigen an Verbündeten nimmt zu.

Das Salz in der Suppe - wenig, aber lecker

Dynasty Warriors: Gundam 3 Dynasty Warriors: Gundam 3 Wiederholungstäter wissen, die stetig vorhandene Übersichtskarte im Visier zu behalten, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Diese zeigt nicht nur an, wo welche Brennpunkte sind, sondern führen direkt zum jeweiligen feindlichen Basislager. Je nach Vorgabe bekommt man z.B. mal einen NPC-Charakter an die Seite gestellt, welcher heldenhaft mithilft die heranstürmende Massen zu dezimieren und ein anderes Mal offenbart sich ein Bonus, welcher u.a. die Kampfkraft der eigenen Figur erhöht bzw. die Truppenstärke wird aufgestockt. Ein nicht ganz unwesentlicher Aspekt dürfte auch die Tatsache sein, dass das virtuelle Ableben ein Feintuning spendiert bekommen hat. Wichtig ist dabei allerdings, dass die eigene Basis noch ein wenig Restpuste hat und bereits erspielte, gewonnene Moral- bzw. Kampfpunkte noch nicht auf null geschrumpft sind. Ist beides gegeben, hält das Stehaufmännchen Einzug und damit die Option, die Schlacht doch für sich zu entscheiden. Bei näherer Betrachtung mag dies für Einsteiger eine überaus freundliche, willkommene Veränderung sein - der GW-Veteran allerdings wird darüber nur müde lächeln, denn auf diese Weise ist das Spielgeschehen auf ein sehr einfaches Level runter geschraubt. Aber sei es drum, immerhin ist das der Schwierigkeitsgrad, mit dem die Figur gelevelt, gestaltet und modifiziert wird, bevor es dann auf den harten Pfaden der virtuellen Realität ans Eingemachte geht und sich der Könner-Kenner genüsslich auch den taktischen sowie strategischen Ergüssen des Kampfgeschehens hin gibt.

Dynasty Warriors: Gundam 3 Dynasty Warriors: Gundam 3 Nachdem Dynasty Warriors 7 im April 2011 das Licht des Handels erblickte und Spieler, vor allem aber Fans mit verschiedenen, wenn auch eher kleineren Neuerungen beglückte, weiß auch nun der dritte Gundam-Teil mit eben diesen Abwandlungen zu überzeugen. Je nach dem welchen Bereich man zu spielen gedenkt, in diesem Fall die Kampagne, muss man nicht mehr allein in die Schlacht ziehen. Ein Koop-Partner kann die großen Strecken mit zurück legen, hilfreich mit eingreifen feindliche Gebiete zu erobern. Nicht zu verachten ist auch das Feature den eigenen Kampf-Suite aufzurüsten. Ab und an hinterlassen besiegte Opponenten wichtiges Material, welches für Upgrades genutzt werden kann. Im zugehörigen Mech-Labor, welches sich stets zwischen den Schlachten betreten lässt, bietet sich Gelegenheit gefundene Teile nutzbringend einzusetzen, auszutauschen oder gar neue Kampfanzüge zu kreieren - vorausgesetzt, es wurde einer der verschiedenen Pläne für eben diese Option auf dem Schlachtfeld gefunden. Zumeist überdimensional große Boss-Gegner neigen dazu solche Konstruktionsgeschichten in Folge ihrer Niederlage zu hinterlassen. Wie gehabt spielen natürlich auch Credits wieder eine nicht zu unterschätzende Rolle - ganz wie im realen Leben eben auch, da es heißt "ohne Moos nix los". Immerhin wurde der Gundam-Knoten soweit gelöst, als das man nicht mehr stundenlang Schlachten schlagen muss. Vielmehr werden die Aufträge in einem moderaten Zeitfenster gehalten, so dass selbst Einsteiger gut dabei sein werden.

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