Microsoft stellt Everwild ein: Neue IP von Rare fällt Xbox-Umstrukturierung zum Opfer

News Dominik Zwingmann
Microsoft stellt Everwild ein: Neue IP von Rare fällt Xbox-Umstrukturierung zum Opfer
Quelle: Microsoft / Rare

Enttäuschende Nachrichten für alle Fans von Everwild. Microsoft hat das geplante Action-Adventure von Rare eingestellt.

Nachdem es bei Microsoft in den vergangenen Monaten bereits mehrfach zu Entlassungswellen gekommen ist, die unter anderem das Ende für Entwicklerstudios wie Arkane Austin oder Tango Gameworks bedeuteten, kündigte das Xbox-Unternehmen in dieser Woche nun die nächste Umstrukturierung an. Rund 9.100 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Das sind knapp 4 % der Angestellten. Auch die Games-Sparte ist hiervon betroffen.

Neben der kompletten Schließung von The Initiative, die zuletzt am Reboot von Perfect Dark gearbeitet haben, sind zudem Kürzungen bei Turn 10, Raven, Zenimax Online Studios und Blizzard bestätigt. Besonders hart hat es auch die legendäre Spieleschmiede von Rare erwischt. Denn hier wurde nicht nur das Team verkleinert, sondern gleichzeitig das Action-Adventure-Projekt Everwild eingestellt.

Microsoft legt Everwild auf Eis

Entwickler Rare stellte Everwild erstmals bei einem Xbox-Event im Jahr 2019 der Öffentlichkeit vor. Tatsächlich befand sich die neue IP jedoch schon viel länger in der Produktion. Rechnet man die Prototyp-Phase hinzu, arbeitete das Studio bereits über ein Jahrzehnt am Projekt. Perfekt lief die Entwicklung allerdings nicht. Laut Berichten wurde das Spiel vor mehreren Jahren nochmal neu gestartet.

Und eigentlich sah es kürzlich noch danach aus, dass bei Everwild gute Fortschritte erzielt werden. Erst im Februar 2025 machte Xbox-Chef Phil Spencer in einem Interview nämlich deutlich, dass er Rare besucht hat und die Entwicklung super läuft. Fünf Monate später sieht die Sache nun anders aus.

Wichtige Schlüsselfiguren verlassen Entwickler Rare

Durch die Einstellung von Everwild kommt es bei Rare zu einer umfassenden Umstrukturierung des Studios. Wie viele Mitarbeiter konkret ihren Job verloren haben, steht im Moment nicht fest. Klar ist aber, dass zwei echte Veteranen fortan nicht mehr bei Rare mitwirken werden.

Dazu gehört mit Gregg Mayles unter anderem einer der einflussreichsten Menschen bei Rare, der maßgeblich an Klassikern wie Donkey Kong Country oder Banjo-Kazooie beteiligt war. Rund 35 Jahre war Mayles ein Teil des Teams. Darüber hinaus verabschiedet sich auch die langjährige Produzentin Louise O'Connor bei Rare, die mit Conker's Bad Fur Day (2001) ihr Debüt im Studio gefeiert hat.

Quelle: VGC

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