EyePet im Gamezone-Test

Test Jonas Küßner

Als Schritt in Richtung Augmented Reality ist EyePet wegweisend, gerade auch, weil es vor Natal da ist. Aber wie siehts inhaltlich aus?

EyePet EyePet Der Funktionsumfang hält sich zu Beginn noch in Grenzen, schließlich müssen Herrchen und Anhang erst einmal fleißig lernen. Als Grundlage wird dafür das so genannte EyePet-Programm genutzt, das seinerseits in fünfzehn Abschnitte unterteilt ist, die nach und nach freigeschaltet werden. Jeder dieser "Tage" hat seinerseits vier Unterkategorien, welche die eigentlichen Aufgaben darstellen, und die in drei verschiedenen Stufen (Bronze, Silber und Gold) gemeistert werden können. Muss man sein Haustier anfangs lediglich ein wenig herumspringen lassen, lernt man im Laufe der Zeit weitere Begabungen des Vierbeiners kennen, seien es etwa das Malen, das Singen oder das Bepflanzen des eigenen Wohnzimmers. Dabei wird man stets vom eingangs erwähnten Forscher beobachtet und begleitet, erfährt von ihm nützliche Infos zum allgemeinen Vorgang und zur Steuerung oder darf sich einen (oftmals kindischen) Spruch anhören.

EyePet EyePet Das Absolvieren dieser Aufgaben führt nicht nur dazu, dass man neue Gegenstände für sein EyePet, sondern auch weitere Abschnitte freischaltet. Da das virtuelle Tier aber auch virtuelle Gefühle hat, muss man darauf achten, dass man es nicht zu sehr fordert. Es muss schlafen, gefüttert und gewaschen und per Röntgengerät auf Unwohlsein untersucht werden. Das kann zum einen frustrieren, weil sich die Abläufe stets in ähnlicher Form wiederholen und den Spieler somit langweilen, führt aber ferner zu einer längeren Spielzeit. Wirklich schaden kann man dem Geschöpf jedoch nicht, von schweren Krankheiten oder dem Tod wird es verschont - was ein Leben! Kümmert man sich dennoch bravourös, sollte man die Werte des Tieres checken lassen, woraufhin man einen Tag später eine Auswertung bekommt, die gar mit neuen Objekten aufwarten kann.

Gassi gehen...

EyePet EyePet Die bereits angesprochenen Spielchen sind allesamt unterhaltsam, wenn auch nicht unbedingt fordernd, was wohl der Zielgruppe geschuldet ist. Neben simplen Games wie dem Zerplatzen von Seifenblasen oder das 100 Meter-Laufen findet man vor allem Gefallen an Aufgaben, wo die eigene Kreativität gefragt ist. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den Zeichnungen, die man selbst anfertigen muss und die man anschließend in das Spiel übertragen kann. So kann man beispielsweise Autos oder Flugzeuge aufmalen, die daraufhin vom EyePet (in den meisten Fällen) wirklich gut nachgezeichnet und anschließend in sehr gute 3D-Modelle umgewandelt werden, sodass man mit ihnen fortan die Umgebung unsicher machen kann. Das funktioniert in den meisten Fällen reibungslos, jedoch sollte man dickere Stifte wie etwa einen Edding zur Hand haben. Auch braucht man keine Angst haben, wenn man sich, wie der Autor dieser Zeilen, im Kunstunterricht lieber über die Frisur der Lehrerin lustig gemacht hat, als dem Stoff zu folgen: das System ist narrensicher!

EyePet EyePet Ähnlich gelungen, wenn auch nicht so eindrucksvoll, ist das Singen. Normalerweise halte ich meine Mitmenschen von meinem fragwürdigen Talent fern, jedoch habe ich gerne eine Ausnahme gemacht, um meinem Rüdiger die Hymne des besten Fußballvereins der Welt beizubringen. Zwar summt er nur ein paar Tönchen nach, je nachdem wie gut man diese beim Vorsingen trifft, hört sich das Endergebnis in Form einer hübschen Melodie sehr ordentlich an. Ferner kann man sein Tierchen über Laufbänder springen lassen, Samen in den Fußboden pflanzen und den Blümchen beim Wachsen zusehen... fast alle dieser Funktionen werden in kurzweiligen Minispielchen genutzt, die zwar nicht in unendlicher Zahl daherkommen, aber sicherlich eine längere Zeit beschäftigen können.

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