EyePet im Gamezone-Test

Test Jonas Küßner

Als Schritt in Richtung Augmented Reality ist EyePet wegweisend, gerade auch, weil es vor Natal da ist. Aber wie siehts inhaltlich aus?

"Mama hat eine Katzenallergie", "Du weißt doch, Papa mag keine Hunde"... Solche oder ähnliche Sätze wird der/die eine oder andere in seiner Kindheit sicherlich schon einmal gehört haben, spätestens nach dem fünfzigsten Mal Nachfragen, ob man nun doch endlich auch ein kleines Haustier haben darf. Was das Tamagotchi vor knapp zehn Jahren als Abhilfe für genervte Eltern vorgemacht hat, führt Sony nun mit EyePet in größerem Maßstab weiter: Ein virtueller Spielgefährte, der versorgt werden will und mit dem nach Herzenslust herumgetobt werden kann. Doch kann das stark behaarte, animierte Geschöpf eine ähnliche Zuneigung hervorrufen wie ein Reales? Macht das Ganze überhaupt Spaß? Und wie lange fesselt einen das Spiel vor dem Bildschirm?

In Japan essen sie EyePets

EyePet EyePet Der Einstieg in die Welt der EyePets ist erfreulich einfach. Gleich nach dem ersten Spielstart wird man von einem Wissenschaftler mit weißem Haupt begrüßt, der praktischerweise als Tutorial fungiert und einen sympathisch in die simplen Grundmechanismen des Spieles einweist. Das fängt beim Justieren der Playstation Eye-Kamera an, geht mit der Handhabung der mitgelieferten "Magischen Karte" weiter und endet (vorerst) bei einer Anleitung, wie man ein fußballgroßes Ei mit den eigenen Händen zum Schlüpfen bringt. Darin befindet sich logischerweise das namensgebende Geschöpf, das selbstredend auch gleich mit einem Namen versehen werden darf und mit dem auch sofort herumgetollt werden kann.

EyePet EyePet Wer kann denn kleinen Lebewesen mit übergroßen Augen schon widerstehen? EyePets benehmen sich wie eine Kreuzung aus Hund und Katze und schauen aus wie eine Mischung aus Hund und Äffchen (oder: erinnert sich noch jemand an diese Monchichis?). Ähnlich wie in LittleBigPlanet darf man seinen Schützling mit Oberteilen und Kopfbedeckungen neu einkleiden, das Fell frisieren oder gar ganz anders färben. Ein Löwe gefällig? Ein Astronautentier? Oder... oder? Viele Utensilien müssen dabei jedoch noch freigeschaltet werden, ansonsten wird das Styling jedoch nur von der eigenen Kreativität im Zaum gehalten. Man braucht kein Hellseher zu sein, um vorauszusehen, dass uns Sony in den kommenden Wochen mit reichlich (herunterladbarem) Zusatzmaterial versorgt. Für Familienstreit soll das Umkleiden jedoch nicht sorgen, schließlich kann man insgesamt vier EyePets schlüpfen lassen, leider ist es jedoch nur möglich, auf ein Tier gleichzeitig zuzugreifen.

EyePet EyePet Neben der Kleidung verändert sich das Tier nicht, auch wenn man es einen ganzen Tag lang füttert, bleibt es in der knackigen Ausgangsform. Und obwohl ein Geburtsdatum (Tag der Profil-Erstellung) gespeichert wird, altert es nicht. Das ist schon schade, denn so hätte man bei den kleinen Rackern für noch mehr Individualität sorgen können. Immerhin muss man glücklicherweise nicht, wie etwa bei den Tamagotchis damals, für die Entsorgung der Verdauungsprodukte sorgen - da muss man sich wohl bis zu einem eventuellen Hundehalter-Simulator gedulden.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk