Fallout & Skyrim: Fallout-London-Macher hält Verkauf der Bethesda-Marken für sinnvoll
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Der Projektleiter der Mod Fallout: London kritisiert Bethesdas Umgang mit Fallout und Skyrim. Seiner Meinung nach wäre es an der Zeit, die Marken an andere Studios abzugeben.
Wie geht es dem kreativen Zustand der Marken Fallout und The Elder Scrolls? Dean Carter, Projektleiter der umfangreichen Mod Fallout: London, ist der Ansicht, dass Bethesda den Verkauf beider Marken zumindest in Erwägung ziehen sollte. In einem Interview mit Esports.net äußerte Carter zwar großen Respekt vor dem Studio, sieht die Serien jedoch nicht mehr in den richtigen Händen.
Kritik an Storytelling und Ausrichtung
Carter bemängelt vor allem die aus seiner Sicht nachlassende Qualität der Geschichten. Bethesda habe sich seiner Meinung nach "ein Spiel zu weit vorgewagt" und den narrativen Kern der Marken verwässert. Carter wörtlich: "Bei allem Respekt gegenüber Bethesda habe ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass sie wahrscheinlich ein Spiel zu weit gegangen sind. Ich glaube, es ist an der Zeit, sich zurückzuziehen und den Verkauf der IP in Betracht zu ziehen, denn die Leute mögen die Franchise, aber ich bin mir einfach nicht sicher, ob sie in den richtigen Händen ist, und es tut mir wirklich weh, das zu sagen, weil ich Bethesda liebe."
Besonders Fallout 76 nennt er als Beispiel für eine Entwicklung, die sich von den klassischen Singleplayer-Wurzeln der Reihe entfernt habe. Carter erklärt: "Die Qualität der Texte hat einfach nachgelassen. Ich weiß, dass sie als Unternehmen neue Dinge ausprobieren müssen, aber Fallout 76 richtet sich an ein bestimmtes Publikum, aber nicht an die Leute, die ein Fallout-Spiel für Einzelspieler spielen wollen. Ich denke, wenn sie dabei bleiben wollen, können sie bei dem bleiben, was sie haben."
Auch Skyrim bewertet Carter differenziert. Das Rollenspiel sei zweifellos sehr gut, seiner Ansicht nach jedoch nicht das überragende Meisterwerk, als das es oft bezeichnet werde. "Es ist ein sehr, sehr gutes Spiel. Ich finde einfach, dass sie das Drehbuch verbessern müssen, das meine ich wirklich", so Carter.
Die Entwicklung von Fallout: London versteht Carter ausdrücklich als bewussten Gegenentwurf zu Bethesdas aktuellem Kurs. Das Mod-Projekt setze auf eine düstere, realistischere Atmosphäre und orientiere sich stärker an dem Ton, den Fallout ursprünglich ausgezeichnet habe. Genau hier sieht er Bethesda inzwischen in die entgegengesetzte Richtung gehen.
Ein möglicher Wechsel der IP-Verantwortung wäre jedoch nicht ohne Risiko. Zwar gilt Fallout: New Vegas bis heute als positives Beispiel für ein extern entwickeltes Bethesda-Spiel, dennoch würde ein neues Studio an der Spitze vermutlich auch Skepsis auslösen. Denn welche Entwickler könnten Fallout oder The Elder Scrolls tatsächlich gerecht werden?
Sollte Bethesda Fallout und The Elder Scrolls weiterhin selbst entwickeln oder würdet ihr die Marken lieber bei einem anderen Studio sehen? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Dean Carter via Esports.net
