Mit Final Fantasy Explorers geht Square Enix auf Tuchfühlung mit Capcoms beliebter Monster Hunter Reihe für den Nintendo 3DS. Ob das im Final Fantasy Universum angelegte Explorers überzeugen kann, lest ihr in unserem Test.
Die Qual der Wahl
Zu Beginn haben wir die Möglichkeit unseren eigenen Recken, ob Männlein oder Weiblein, zu erstellen und diesem einen "Beruf" zuzuordnen. Davon gibt es in Explorers nämlich einige. Das Spektrum reicht vom Weißmagier bis hin zum klassischen Ritter oder auch Barden. Doch endgültig entscheiden, muss man sich nie, da man immer bequem zwischen den verschiedenen Klassen hin- und herwechseln kann. So ist mehrmaliges Ausprobieren immer möglich. Hat man sich entschieden landet man als einer von Vielen auf der Insel Amostra. Doch was verschlägt einen eigentlich dort hin?
Quelle: Square Enix
Final Fantasy Explorers (2)
Diese Frage versucht man sich in Stunden und Stunden des Quest absolvierens irgendwie zu beantworten. Allgemein soll man den Bewohnern der Insel helfen, den großen, allmächtigen Kristall zu finden. Dabei darf man weder auf großartig imposante Zwischensequenzen oder andere epische Momente hoffen - die gibt es hier nicht. Vielmehr ist Lesen angesagt, auch wenn die wenigen Wortwechsel mit NPCs nicht immer der Rede wert sind. Aber was tut man nicht alles, um sich den Respekt der hiesigen Gemeine im Hauptzentrum Libertas zu verdienen... .
Quests, Quests und noch mehr Quests
Primär erledigen wir in Explorers einfach nur Quests von der örtlichen "Anschlagtafel". Wir gehen zur Empfangsdame, scrollen uns durch die Questansammlungen und erledigen diese. Viele dieser Quests sind einfache Sammelquests für Materialien, allerdings sind hier und da auch wichtigere Quests zu erledigen, die den Spielfortschritt vorantragen. Meist stellen wir uns in diesen großen Monstern in mehr oder weniger spannenden Kämpfen. Denn vorab sei gesagt: die Intensität der Kämpfe, wie etwa in Monster Hunter, erreicht Final Fantasy Explorers nie wirklich ganz. Das liegt aber auch zum einen am recht leichten Schwierigkeitsgrad.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy Explorers (4)
Ob als Ritter oder Magier, immer haben wir mindestens einen Angriff, der viel Schaden macht. Button-Smashing ist natürlich nicht, da wir selbstverständlich auch eine Ausdaueranzeige haben, die wildes Knöpfchenhämmern verhindert. Vielmehr ist es Ziel, Kombos am Leben zu erhalten und dadurch noch stärkere Versionen von Spezialangriffen zu aktivieren, um diese dann effektiv einzusetzen. Praktischerweise kann man in Kämpfen auch das Lock-On benutzen, um nicht ganz den Überblick zu verlieren. Etwas nervig wird dieses Feature allerdings in Bosskämpfen, wo neben dem Boss auch noch kleinere Gegner versuchen uns das Leben schwer zu machen.
Die Dynamik der Gruppe
Spätestens nach einigen wenigen Spielstunden fängt man an, sich Gedanken zu machen, ob man dieses Spiel nicht doch lieber mit mehreren Personen spielen will. Denn wirklich spaßig wird es erst, wenn man mit bis zu drei anderen Abenteurern durch die Quests heizt. Gerade später im Spielverlauf lohnt sich dies besonders, da man durch Questeinstellungen Schwierigkeitsgrade und Belohnungen in die Höhe treiben kann. Das Spielen in der Gruppe funktioniert ziemlich gut, auch wenn man dadurch relativ zügiger ist, als alleine, entwickelt sich durch das Spielen mit mehreren Spielern eine besondere Dynamik, besonders im Kampf, wenn unterschiedliche Klassen zu ihren Angriffen ansetzen.Um da noch den Überblick zu behalten, erfordert es einen geschickten Umgang mit der Kamera. Ohne Circle-Pad Pro oder dem NewNintendo3DS System wird das hantieren mit der Kamera, ähnlich wie in Monster Hunter, zum Fingermikado - ohne das alles ist man schnell auf verlorenem Posten. Wer sich Nintendos NewNintendo3DS bedient, der muss den C-Stick noch optional in den Optionen aktivieren, eine automatische Erkennung erfolgt nicht. Technisch setzt Explorers zudem auch noch auf den Wegfall der 3D-Funktion. Schade, denn einige Kulissen laden geradezu ein, einen "Tiefenblick" zu erhalten.
Begleiter für die Jagd
Quelle: Square Enix
Final Fantasy Explorers (7)
Wer ohne Multiplayerfunktionen leben will, der darf sich allerdings auch Hoffnungen machen, nicht alleine loszuziehen. Kämpfen wir gegen Goblins, Skelette oder andere Monster, lassen diese meist Essenzen fallen, die wir Nutzen können, um sie als Begleiter zu rekrutieren. Dann stehen einen in den Quests eine Fledermaus, ein Goblin, sogar bekannte Final Fantasy Charaktere, wie Cloud Strife zur Seite. Auch das Materialien farmen, eine ermüdende Aktion, lohnt sich für Final Fantasy Liebhaber: unter anderem kann man Sephiroths Klamotten craften und ausrüsten - cool! Weniger cool sind hingegen dann die musikalischen Untermalungen, epische Kampfmusik gibt es, bis auf rudimentäres Gedudel, nicht, dafür die allseits bekannte "Victory-"Fanfare.
