Das Gameplay in Forza Horizon 6 überrascht nicht, liefert aber komplett ab. Andere Features wie ein Sandbox-Modus in der Basis überzeugen dagegen nicht.
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Auf Schatzsuche
Zu den bereits bekannten Spielerfahrungen kommen noch etliche neue hinzu. Wir können Aufträge für Raku Raku Express, einen Lieferservice, annehmen und so schnell es geht, Essen ausfahren. Wer sich nun einen gemächlichen Job vorstellt, liegt aber falsch. In Forza Horizon 6 sind die Lieferwagen von Raku Raku Express, wie der Name schon verrät, ordentlich motorisiert.
Zu den schon angesprochenen XP-Schildern gesellen sich noch regionale Essensmaskottchen, die zusätzlich als Sammelgegenstand dienen. Außerdem finden wir am Straßenrand immer wieder Gebrauchtwagen, die meistens ein wenig aufgepimpt und günstiger in der Anschaffung sind.
Und dann gibt es auch noch neun Fahrzeugschätze, die wir lediglich anhand eines Fotos aufspüren müssen. Die schicken Flitzer verstecken sich meistens an abgelegenen Orten und warten förmlich darauf, dass wir uns hinters Lenkrad setzen.
Die gefundenen Autos dürfen wir anderen Fahrern an speziellen Treffpunkten vorführen, was sowohl den Multiplayer-Aspekt als auch die japanische Tuning-Szene in den Mittelpunkt stellt. Ein simples Fahren in der Spielwelt ist also kaum möglich, es gibt immer etwas Sinnvolles zu tun.
Quelle: PC Games
Wir können uns auch mit anderen Spielern treffen und unsere getunten Karren vorführen. So richtig Underground-Atmosphäre möchte aber dennoch nicht aufkommen.
Spielspaß durch Zerstörungswut
Das Gameplay von Forza Horizon 6 ist an sich schnell zusammengefasst. Der Spaß steht eindeutig im Mittelpunkt und das bemerken wir von der ersten Sekunde an. Zwar können wir mit ein paar Einstellungen unser Handling mehr in Richtung Simulation anpassen, doch das Spiel bleibt auch dann ein Arcade-Racer durch und durch.
Mit abgeschalteter Traktionskontrolle und anfälligerem Schadensmodell erschweren wir uns die Herausforderungen lediglich. Auch Teil sechs der Reihe steht für Style, ein brachiales Geschwindigkeitsgefühl und actionreiche Rennen. Drifts stehen genauso auf der Tagesordnung wie Ausflüge in den Offroad-Bereich.
Wir bekommen erneut für alles Erfahrungspunkte: Speed, knappe Überholmanöver und Zerstörung. Fahren wir mit Karacho gegen Hindernisse ist das für unser Fahrzeug kaum ein Problem. Leitplanken, Bäume und Zäune mähen wir nieder, als wären die Objekte aus Styropor. Genau das erwarten wir aber von einem Forza Horizon, und in Teil sechs fühlt sich das Brettern durch die Prärie noch mächtiger an.
Quelle: PC Games
Bevor wir mit den Scheunenfahrzeugen durch die Gegend heizen können, müssen die heruntergekommenen Vehikel erst einmal restauriert werden.
Es gibt so gut wie keine Sekunde, in der es keinen Multiplikator auf unserem Bildschirm zu sehen gibt. Im Spielverlauf erhalten wir außerdem wieder Skillpunkte, durch die wir mit ausgewählten Autos noch mehr XP für bestimmte Manöver erhalten.
Forza Horizon 6 lässt sich ohne Probleme mit Gamepad, aber auch angeschlossenem Lenkrad und Pedalerie steuern. Für die Feinjustierung gibt es etliche Anpassungsmöglichkeiten und Barrierefreiheitseinstellungen im Hauptmenü.
Die eigene Sandbox
Um unsere geliebten Vehikel zu tunen und unseren Charakter nachträglich zu bearbeiten und umzukleiden, stehen uns auch wieder kaufbare Häuser in der Spielwelt zur Verfügung. Es gibt sogar ein komplettes Gebiet, das uns als Sandbox für eigene Kreationen dient.
Erwerben wir das Grundstück, dürfen wir uns ähnlich wie im Hot-Wheels-DLC aus Teil fünf austoben. Es lassen sich eigene Rennstrecken kreieren, Garagenplätze nach unseren Vorlieben herrichten und komplett abstruse Gebilde im Areal errichten.
Quelle: PC Games
Bevor wir unsere Garage und das Areal auf unserem Grundstück bearbeiten dürfen, müssen wir zunächst einmal die Gegend auf Vordermann bringen.
Was zunächst nach enormer Freiheit klingt, zeigt sich in unserem Test allerdings als extrem fummelige Angelegenheit, die eher in anstrengende Arbeit ausartet. Wir können beispielsweise einzelne Objekte nicht automatisch aneinanderreihen. Die Funktion versteckt sich in einem unübersichtlichen Baumenü. Auch eine Einrast-Funktion ist nicht vorhanden. Es bedarf also jeder Menge Geduld, um sich in die nervige Steuerung einzufuchsen.
Wir befürchten, dass das eigentlich coole Feature von den meisten Spielern schnell links liegen gelassen wird. Einige Komfort-Einstellungen hätten geholfen, um das Ganze noch interessanter zu gestalten. So bleibt die von einer kurzen Zwischensequenz getrennte Location für viele wohl nur nettes Beiwerk. Ein paar schöne Kreationen von Spielern wird es in der Zukunft aber sicherlich geben.
