Forza Horizon 6 im Test: Jahreszeiten und KI

Test Michael Grünwald
Forza Horizon 6 im Test: Jahreszeiten und KI
Quelle: Xbox Game Studios

Das Comeback der Jahreszeiten fällt in unserem Test zu Forza Horizon 6 enttäuschend aus. Auch die KI zeigt hin und wieder nervige Schwächen.

Ein Rückschritt für die Reihe

Sehnlichst erwartet wurde außerdem das Comeback der Jahreszeiten. In Forza Horizon 5 gibt es rund um die Stürme zwar ein ähnliches System, doch Mexiko hat keine klaren Jahreszeiten im eigentlichen Sinne. In Japan sieht das wieder anders aus.

Wir kennen wohl alle die malerischen Bilder, wenn im Frühling die Kirschblütenbäume sprießen oder sich im Winter meterhohe Schneewände auf den Inseln Honshu und Hokkaido auftürmen. Japan ist für sein abwechslungsreiches Klima bekannt und das spielt auch in Forza Horizon 6 eine wichtige Rolle.

Für einen ausgiebigen Test machen uns die Entwickler jedoch einen Strich durch die Rechnung. Im Zeitraum unserer Review standen uns lediglich Frühling und Sommer zur Verfügung, da die Jahreszeiten einmal pro Woche wechseln.

Nicht nur Highways, sondern auch schmale, asphaltierte Straßen sind im Winter komplett schneefrei - das ist ein wenig schade. Quelle: PC Games Nicht nur Highways, sondern auch schmale, asphaltierte Straßen sind im Winter komplett schneefrei - das ist ein wenig schade. Einen Wechsel haben wir auf unserem Test-PC live miterlebt, bei uns setzte nach dem Sommer allerdings kurioserweise der Frühling ein. Die Pläne zum Release besagen aber eine logische Abfolge. Wie in Forza Horizon 4 wird ein 10-Minuten-Timer im Bild eingeblendet und sobald dieser abläuft, verändert sich während einer kurzen Ladesequenz die Jahreszeit.

Mit unserer Xbox-Version konnten wir das System jedoch austricksen und das Datum auf der Konsole nach vorn stellen, um einen Ersteindruck von Herbst und Winter zu bekommen. Unser Urteil fällt allerdings ein wenig enttäuschend aus.

Zwar färbt sich das Laub im Herbst gelb und im Winter wird die Umgebung mit Schnee überzuckert, echte Auswirkungen auf das Fahrverhalten gibt es aber nicht. Fahren wir abseits der Straße rutschen wir trotz aufgezogener Slicks auch nicht mehr als auf Schotter oder auf Schlamm.

Zusätzlich dazu bleiben alle Asphaltstraßen vom Schnee befreit. Noch im vierten Teil der Reihe wirkte sich der Winter dagegen auf das Handling aus und veränderte auch die Straßen optisch. Wer sich also auf rutschige Pisten mit Schnee und Eis gefreut hat, muss mit dem Skigebiet im Norden der Map Vorlieb nehmen.

In Tokio selbst sind sogar nur wenige Flecken von Schnee bedeckt. Immerhin auf den Dächern der Metropole, auf Zäunen und auf manchen anderen Objekten liegt das pulvrige Weiß herum. Insgesamt bleibt Teil sechs der Reihe bezüglich Jahreszeiten aber hinter den Erwartungen zurück, da sich größtenteils lediglich die Texturen ändern.

Im Herbst färbt sich das Laub gelb und manchmal fallen Blätter auf die Straße. Die Unterschiede der Jahreszeiten sind größtenteils rein optischer Natur. Quelle: PC Games Im Herbst färbt sich das Laub gelb und manchmal fallen Blätter auf die Straße. Die Unterschiede der Jahreszeiten sind größtenteils rein optischer Natur.

Harte Bandagen

Wie es sich für ein Rennspiel gehört, werfen wir noch einen Blick auf die NPC-Fahrer, schließlich muss es im Einzelspielermodus Spaß machen, gegen die KI zu kämpfen. Die virtuellen Piloten fordern uns auf den mittleren Schwierigkeitsstufen auch bereits ordentlich heraus. Sind uns die Rennen zu schwer, können wir vor jedem Wettbewerb die Stärke herunterregeln.

Gewinnen wir dagegen jedes Event mit Abstand, schlägt uns das Spiel wie in den Vorgängern einen Wechsel zu einer höheren Herausforderung vor. Die Duelle gegen die NPCs funktionieren gut und immer wieder entwickeln sich bis zur Ziellinie spannende Rennen.

Allerdings fällt auch auf, dass die KI nur wenige Fehler macht und größtenteils auf einer Linie über die Strecken rast. Zweikämpfe lassen sich da nur selten beobachten. Nachdem Lackaustausch zu Rennspielen und vor allem Arcade-Racern dazugehört, bemerken wir außerdem, dass sich die Fahrzeuge der anderen Teilnehmer kaum zur Seite drängen lassen und sich uns gegenüber beinahe wie Gummi verhalten.

Die Zweikämpfe gegen die KI machen ordentlich Laune. Auf höheren Schwierigkeitsstufen müssen wir jeden Zentimeter Asphalt perfekt ausnutzen. Quelle: PC Games Die Zweikämpfe gegen die KI machen ordentlich Laune. Auf höheren Schwierigkeitsstufen müssen wir jeden Zentimeter Asphalt perfekt ausnutzen. Das war bereits in den Vorgängern ein Problem - genauso wie das Aussetzen der Physikgesetze bei Gegnern. Hin und wieder können die NPCs nämlich mit deutlich höherem Tempo durch die Kurven düsen als menschliche Spieler, ohne von der Strecke zu fliegen. Trotz des Arcade-Faktors finden wir das eher unfair als gelungen.

Nachdem wir uns für ein Auto bei einem bestimmten Rennen festlegen, können wir es außerdem nach dem Abschluss für einen eventuellen Neustart nicht mehr wechseln. Stellen wir also im Nachgang fest, dass unser Fahrzeug nicht für das Event geeignet ist, müssen wir komplett aus der Veranstaltung gehen, um mit neuer Karre an den Start zu gehen.

  1. Seite 1 Einstieg, Story und Umfang
  2. Seite 2 Events, Spielwelt und Nebenaufträge
  3. Seite 3 Schatzautos, Gameplay und Basisbau
  4. Seite 4 Jahreszeiten und KI
  5. Seite 5 Technik, Wertung und Fazit
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk