Kann das simple Spielprinzip des iPhone-Hits auch auf der Xbox360 mittels Kinect bestehen? Wir haben Früchtchen geschnipselt.
Arcade-Mode
Fruit Ninja Kinect
Hier wird gleich wesentlich mehr geboten. Während man fröhlich seine Früchtchen teilt, fliegt auch hin und wieder eine ganz besondere Banane durch die Luft. Je nachdem wie sie strahlt und funkelt, kann sie entweder die Zeit einfrieren und dadurch alles verlangsamen, für wahre Fruchtfluten von links und rechts sorgen oder kurze Zeit einen zweifachen Multiplikatoren einschalten, der die erzielten Punkte für einige Sekunden verdoppelt. Besonders geschickt ist es natürlich, wenn man erst die Zeit einfrieren kann, dann noch eine Banane erscheint, die viele Früchte herbei lockt und obendrauf noch alles doppelt gezählt wird.
Doch auch im Arcade-Modus ist nicht alles Gold was glänzt. Es gibt nämlich auch hier die unbeliebten Bomben, die allerdings nicht für das Spielende sorgen, sondern lediglich zehn Punkte einkassieren und den Effekte der Zauberbananen zunichte machen.
Zen- und Party-Mode
Fruit Ninja Kinect
Für was steht das Wort "Zen" im Normalfall? Richtig! Für pure Konzentration und Fokussierung. Naja, wir wollen mal nicht übertreiben, aber auch in Fruit Ninja Kinect geht es in gewisser Weise in diese Richtung. Wer nämlich wild die Früchte zerschlägt, ohne dabei nachzudenken, der wird niemals einen guten Highscore erreichen. Da es keine Bomben gibt, muss man schon ein bisschen mehr leisten. Alles dreht sich um Kombos und diese erzielt man, indem man mit einem geschickten Schlag gleich drei oder mehr Früchte auf einen Streich erwischt. Es lohnt sich also zu warten, bis sich ein paar Früchte etwa in einer Reihe befinden und erst dann mit den Händen zum Todesstoß anzusetzen. Anfangs fällt das noch ein wenig schwer, aber mit etwas Übung läuft es mit der Zeit ganz flott von der Hand (bzw. vom Arm).
Im Party Mode ist der Name Programm. Das liegt hauptsächlich daran, dass dieser Modus für zwei Spieler konzipiert wurde und man mit einem Freund gleich noch viel mehr Spaß hat, wenn die Früchte fliegen. Allerdings verträgt nicht jedes Wohnzimmer (oder aber jede Wohnzimmereinrichtung) zwei wildumherfuchtelnde Möchtegern-Ninjas. Nur wer genug Platz hat, kann hier wirklich auf seine Kosten kommen, da man sich sonst permanent gegenseitig auf die Finger klopft.
Modiübergreifend kann man sich auch herausfordern lassen und bestimmte Aufträge erfüllen, wie beispielsweise 250 Punkte im Klassik-Modus erreichen oder 500 im Arcade-Mode. Mit jeder bestandenen Herausforderung werden die Anforderungen nach oben geschraubt.
Technik die begeistert?
Fruit Ninja Kinect
Was gibt es zur Technik zu sagen? Eigentlich nicht sehr viel. Die Grafik und der Sound sind zweckmäßig, aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Man braucht keine Bombastgrafik, um mal eben ein paar Früchte zu schreddern, denn der Suchtfaktor kommt auch bei dieser simplen Optik voll durch. Man sagt sich ständig "eine Runde noch!" und schon ist wieder eine halbe Stunde vergangen... Nicht zuletzt deswegen, weil der Fluss des Spieles einfach stimmt. Es geht immer gleich wieder weiter und die Steuerung funktioniert angenehm präzise und unkompliziert. Kein langes Kalibrieren, kein langes Laden, einfach einsteigen und los spielen. Und wer möchte, der darf auch noch das Hintergrundbild, seinen eigenen Schatten oder die Schnitteffekte verändern. Solche Goodies müssen zwar erst erspielt werden, aber das sollte nicht besonders lange dauern.
