AMD RX 9070 ersetzt Nvidia RTX 4070: Lohnt sich das Upgrade? Praxis-Test mit 10 Games

Special Antonio Funes
AMD RX 9070 ersetzt Nvidia RTX 4070: Lohnt sich das Upgrade? Praxis-Test mit 10 Games
Quelle: Sapphire 

Unser Autor hat anhand von 10 Games getestet, wie eine AMD Radeon RX 9070 gegenüber einer Nvidia GeForce RTX 4070 abschneidet. Lohnt sich das Upgrade?

In unserem Special geht es um das Leistungsplus einer AMD Radeon RX 9070 gegenüber einer Nvidia GeForce RTX 4070, oder genauer gesagt um die Frage, ob sich das Aufrüsten durch die derzeit ab etwa 560 Euro erhältliche AMD Radeon RX 9070 lohnt. Der Release der Grafikkarten-Reihen GeForce RTX 4070 und Radeon RX 9070 liegt zeitlich gesehen knapp zwei Jahre auseinander, wobei die GeForce RTX 4070 als Mittelklasse bis gehobene Mittelklasse galt. Die AMD Radeon RX 9070 hingegen ist das derzeit zweitstärkste Modell der aktuellen 9000er-GPU-Generation.

Allerdings hatte AMD bewusst mit dem Top-Modell Radeon RX 9070 XT eine Grafikkarte veröffentlicht, die ein wenig schwächer als das vorige Flaggschiff RX 7900 XTX ist, um beim zum Teil wirtschaftlich eher sinnfreien Rennen um die schnellste Grafikkarte nicht mehr mitzumachen. Die Radeon RX 9070 rangiert daher laut aktuellen Tests eher ein wenig oberhalb der Nvidia GeForce RTX 5070, ist jedoch nicht so schnell wie eine RTX 5070 Ti oder gar RTX 5080. Die GeForce RTX 4070 könnt ihr wiederum, wenn es um ältere Modellreihen geht, mit einer RTX 3080 oder auch AMD Radeon RX 6800 XT vergleichen. Die RX 7800 XT ist wiederum ein klein wenig schneller.

Testvorhaben, Grafikkarten und der Test-PC

Um den Leistungsunterschied zwischen der Nvidia GeForce RTX 4070 und der AMD Radeon RX 9070 zu messen, haben wir als Basis denselben PC verwendet. Dabei dürfte die AMD-Grafikkarte neben ihrer GPU-Leistung auch wegen ihres VRAMs, also des Videospeichers, einen Vorteil haben. Denn sie bietet 16 GB VRAM, die GeForce RTX 4070 nur 12 GB. Vor allem bei hohen Details und 4K (UHD, 3840x2160 Pixel) könnte sich hier ein größerer Vorteil für die AMD Radeon RX 9070 zeigen. Da beide Grafikkarten keine Einsteigermodelle sind, testen wir nicht in Full-HD (1920x1080 Pixel), sondern direkt in WQHD (2560x1440 Pixel) sowie 4K.

Außerdem verwenden wir als Qualitätseinstellung für die Spiele die höchste Detailstufe, allerdings ohne Raytracing, sofern das Spiel diese Funktion bietet. Die Raytracing-Leistung haben wir uns anhand von drei Spielen separat angesehen. Auch den Effekt der KI-Upscaling-Techniken Nvidia DLSS (nur für Nvidia-RTX-GPU) und AMD FSR (für alle Grafikkarten verfügbar) sehen wir uns gesondert an. Doch wie sieht unser Test-PC aus? Dies ist die Hardware - beachtet auch unsere Anmerkungen unter der Auflistung der Komponenten:

  • CPU: AMD Ryzen 7 9700X (8 Kerne,16 Threads. Boosttakt bis 5,5 GHz)
  • Mainboard: Asus TUF Gaming B650M-E
  • RAM: 32 GB (2x 16 GB) Kingston Fury Beast RGB, DDR5-6000, CL30
  • SSDs: Lexar NM790 2 TB, WD Black SN770 2TB
  • Netzteil: Asus ROG Strix Gold, 550 Watt
  • CPU-Kühlung: Xilence LQ360G.ARGB (All-in-One Wasserkühlung)
  • Gehäuse: Asus Prime 201P (µATX-Standard)
  • Grafikkarte 1. Durchlauf: Gigabyte Eagle GeForce RTX 4070 OC (26,1cm lang)
  • Grafikkarte 2. Durchlauf: Sapphire Pure Radeon RX 9070 OC (32,0cm lang)

PC mit GPU Quelle: Antonio Funes Der Test-PC mit eingebauter Nvidia GeForce RTX 4070 und rechts davor der AMD Radeon RX 9070. Für den Test hat unser Autor seinen Wohnzimmer-PC als Basis verwendet, dessen Komponenten ihr oben seht. In diesem PC steckt normalerweise die Nvidia-Grafikkarte, mit der wir den ersten Testdurchlauf durchgeführt haben. Die Gigabyte Eagle GeForce RTX 4070 OC hatte sich unser Autor im Juli 2023 gekauft.

Vor knapp zwei Wochen hat er sich eine schneeweiße Sapphire Pure Radeon RX 9070 angeschafft, die zwar eigentlich für den ebenfalls weißen Arbeits-PCs unseres Autors mit einem Intel Core Ultra 265K vorgesehen ist, aber hier als Vergleichs-GPU für den zweiten Testdurchlauf im Wohnzimmer-PC mit dem Ryzen 7 9700X dient.

Beim Betriebssystem des Test-PCs handelt es sich um Windows 11 auf neuestem Stand. Die Treiber und das BIOS des Mainboards sind aktuell, ebenso haben wir die jeweils neuesten Grafikkarten-Treiber von AMD respektive Nvidia verwendet und vor dem Einbau der AMD-GPU die Nvidia-Treiber komplett entfernt.

  1. Seite 1 Hardware-Grundlage für den Grafikkartentest
  2. Seite 2 Notwendiges Netzteil, Vorgehensweise im Test
  3. Seite 3 FPS-Werte bei WQHD im Vergleich
  4. Seite 4 FPS-Werte bei 4K, Spiele mit Raytracing
  5. Seite 5 KI-Upscaling, Lohnt sich das Upgrade?
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