Gehäuse für Gaming-Hardware: Kauftipps und Marktübersicht mit 20 ATX-Modellen
Special
In unserer Gehäuse-Kaufberatung gibt es Tipps zum Kauf, vor allem zu den Platzverhältnssen. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit 20 ATX-Gehäusen.
Wenn die Frühlingssonne das ein oder andere Gamer-Zimmer durchflutet, fällt vielleicht manch einem Spieler auf, dass ein neues PC-Gehäuse überfällig ist. Oder aber man sucht ganz simpel wegen des Kaufs eines neuen PCs oder für eine Aufrüstung ein neues Gehäuse - vielleicht auch ein besonders kompaktes Modell, da man den PC im Wohnzimmer an seinem Fernseher als eine Art Konsolenersatz verwenden will.
Wir geben euch daher in unserem Special Tipps rund um die Frage, was ihr beim Gehäuse-Kauf vor allem in puncto Größe und Platzangebot beachten solltet. Außerdem haben wir als Beispiele 20 ATX-Gehäuse bis 100 Euro für euch herausgesucht.
Wir starten aber nun zuerst mit der Gehäusegröße. Dank moderner Kühlungen für Grafikkarte und CPU sowie der Tatsache, dass nur noch wenige Nutzer klassische Festplatten - die Wärme erzeugen und den Luftstrom stören - verwenden, muss ein Gehäuse für einen Gaming-PC nicht groß sein. Trotzdem muss man wissen, welchen Standard man benötigt.
Von Mini-ITX bis E-ATX
Bei den Standards geht es um die Formfaktor-Vorgaben für Mainboards - die wichtigsten Standards sind (von klein nach groß) Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Wenn ein Gehäuse einen dieser Standards hat, ist automatisch klar, welche Mainboards maximal verbaut werden können.
Mainboards mit kleinerem Standard passen aber immer hinein - es geht beim Formfaktor nur um die Obergrenze, was die Maße von Länge und Breite eines Mainboards angeht. Die folgende Grafik zeigt euch die jeweiligen Maße, wobei die kleineren Mainboards hier innerhalb der größeren dargestellt sind:
Quelle: Antonio Funes
Formfaktoren Mainboards
Die Maße sind wie gesagt Maximalmaße - ein µATX-Mainboard muss also nicht exakt 244x244 Millimeter groß sein, sondern es könnte auch 244x210 Millimeter messen. Wäre es aber 244x247 Millimeter, also 3 Millimeter zu lang, müsste es bereits als ATX-Mainboard spezifiziert werden.
Der Bereich mit den Anschlüssen (in unserer Grafik links oben in Schwarz), die später hinten am Gehäuse zu finden sind, ist bei allen Formfaktoren per Norm identisch. Auch diesem Grund würde beispielsweise ein Mini-ITX-Mainboard auch in ein µATX-, ATX- oder E-ATX-Gehäuse passen. Die für euch passende Mindest-Gehäusegröße ergibt sich also aus dem Mainboard, das ihr verwendet.
Die großen E-ATX-Gehäuse ergeben allerdings kaum Sinn, zumal es nur wenige so große Mainboards im normalen für Gaming zu empfehlenden Desktop-Sektor gibt. Ein µATX-Mainboard kann wiederum bei Preis-Leistung besser als ein ähnliches ATX-Modell abschneiden.
Trotzdem raten wir selbst dann, wenn ihr ein µATX-Mainboard nehmt, zu einem ATX-Gehäuse, da ihr hierbei einfach viel mehr Auswahl habt und es auch im ATX-Format vergleichsweise kompakte Gehäuse gibt. Etliche ATX-Gehäuse sind zu µATX-Modellen sehr ähnlich und wegen der Mainboard-Maße lediglich 6-7 Zentimeter höher.
Quelle: Endorfy
Endorfy Regnum 400 Air
Vorsicht bei kleinen Gehäusen
Wollt ihr ein besonders kleines Gehäuse kaufen, dann kommen einige spezielle µATX-Gehäuse oder aber ein Mini-ITX-Gehäuse infrage, wobei Mini-ITX-Mainboards meist recht teuer sind. Ihr solltet daher versuchen, auch einen Mini-PC eher im µATX-Format umzusetzen.
Was hinzukommt, ist, dass diejenigen Mini-ITX-Gehäuse, die wirklich merkbar kleiner als µATX-Modelle sind, oftmals so große Einschränkungen bei der Kühlung und der Grafikkartenlänge, teils auch der Grafikkartenhöhe und/oder -breite haben.
Manch ein Gamer, der ein Mini-ITX-Gehäuse mit scheinbar passenden technischen Daten gekauft hat, musste beim Einbau feststellen, dass beispielsweise die Grafikkarte nur hineinpasst, wenn man auf wichtige Gehäuselüfter verzichtet. Sind bei einem Mini-ITX-Gehäuse wiederum die Innenmaße so großzügig bemessen, dass starke Gaming-Hardware ohne Probleme hineinpasst, ist es meistens nicht mehr unbedingt sichtbar kleiner als manch ein µATX-Gehäuse.
