In unserer Gehäuse-Kaufberatung gibt es Tipps zum Kauf, vor allem zu den Platzverhältnssen. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit 20 ATX-Gehäusen.
Platz für Grafikkarte und CPU-Kühler
Die Außenmaße sowie die Frage, welche Mainboards in ein Gehäuse hineinpassen, sind die eine Frage. Es gibt aber noch drei weitere Punkte, die ihr beachten sollt und die mit der Gehäusegröße zu tun haben.
Für einen Spiele-PC besonders wichtig ist die maximal zulässige Grafikkartenlänge, die wir ab hier einfachheitshalber mit GKL abkürzen wollen. Viele Grafikkarten bis hin zur gehobenen Mittelklasse messen zwischen 26 und 30 Zentimetern in der Länge.
Top-Modelle sind länger, gerne auch mal 32, 33 oder gar über 34 Zentimeter. Auch in der Mittelklasse gibt es einzelne Modelle mit besonders großen Kühlern, die weit über 30 Zentimeter hinausragen.
Achtet daher darauf, welche GKL euer Wunschgehäuse zulässt. Wir empfehlen euch mindestens 32 Zentimeter - bei Preisvergleichs-Websites könnt ihr dazu meist einen passenden Filter aktivieren. Beachtet dabei, dass bei manchen Gehäusen die maximal mögliche Länge für einige Fälle nicht zutrifft.
Bei manchen Gehäusen gilt das Maximalmaß nur dann, wenn ihr im vorderen Bereich auf zusätzliche Einbauplätze für Festplatten verzichtet und den entsprechenden Teil des Festplattenkäfigs abmontiert. Die zweite Abweichung von der Angabe für die GKL wiederum basiert darauf, dass ihr einige Zentimeter verlieren könnt, wenn ihr vorne Lüfter oder gar einen Radiator einbaut.
Ein entsprechender Hinweis sollte aber bei den Daten zum Gehäuse leicht zu finden sein. Neben der GKL ist auch die maximal mögliche CPU-Kühlerhöhe wichtig. Hier sind 15 bis 16 Zentimeter ein weitverbreiteter Wertebereich, aber auch mit zulässigen Höhen von 16 bis zu über 18 Zentimeter findet ihr genug Auswahl.
Nicht vergessen sollte man den Raum zwischen der Mainboard-Rückseite und dem rechten Seitenteil - je mehr Platz hier ist, desto leichter lassen sich Kabel verlegen und verstauen. Logischerweise sind Gehäuse, die hier viel Platz bieten und auch hohe Kühler zulassen, deutlich breiter als ein Gehäuse, bei dem es unter dem rechten Seitenteil sehr eng zugeht und bei denen man nur einen Kühler bis maximal 14 Zentimeter Höhe verwenden kann.
Quelle: LC Power
LC-Power 790B Solar System X
Augen auf bei Radiator-Nutzung
Für die beliebten AiO-Wasserkühlungen (AiO = All in One) müsst ihr unbedingt nicht nur auf das Vorhandensein eines passenden Einbauplatzes für den Radiator achten, sondern auch darauf, dass der Einbau auch wirklich gelingen wird.
Denn es kann durchaus vorkommen, dass beispielsweise vorn ein 240mm-Radiator hinpasst, ihr aber beim Einbau bemerkt, dass die Anschlüsse und/oder die ersten paar Zentimeter des Schlauch-Verlaufes mit einem Gehäuseteil in Konflikt geraten.
Ebenso ein "beliebter" Fallstrick: Wenn das Gehäuse nicht besonders breit ist und gleichzeitig eher flach, kann es passieren, dass ein oben eingebauter Radiator inklusive seiner Lüfter an die RAM-Riegel auf dem Mainboard stößt. In manchen Fällen stößt sogar der Radiator bereits ohne Lüfter ans RAM. Diese Beispiele zeigen, dass eine Planung wichtig sein kann, vor allem, falls ihr ein eher kompaktes Gehäuse sucht.
Quelle: AeroCool
AeroCool Bolt
Speziell für den Fall, dass ihr eine richtige, ausgewachsene Wasserkühlung mit separatem Ausgleichsbehälter (AGB), Pumpe, CPU-Kühlblock und mindestens einem Radiator ins Gehäuse einbauen wollt, müsst ihr euch zudem Gedanken darüber machen, wo der AGB (unter dem meist die Pumpe direkt angeschlossen ist) Platz findet.
Hier sind Gehäuse, die eine besonders großzügige maximale GKL bieten, von Vorteil. Gibt es zum Beispiel satte 42 Zentimeter Platz, dann könnt ihr eine 34 Zentimeter lange Top-Grafikkarte einbauen und habt noch immer 8 Zentimeter Spielraum, um den AGB zwischen Grafikkarte und Gehäusefront zu platzieren. Andere mögliche Positionen für den AGB sind unter der Grafikkarte oder auch hinten der Gehäuserückwand montiert.
