PC oder Konsole: Vorteile von PCs; Spiele-Mods
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Vor einigen Jahren waren PC-Spieler und Konsolen-Zocker ungefähr so vereint wie Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04. Doch immer mehr PC-Gamer haben auch eine Konsole, und viele Konsolen-Spieler probieren auch mal einen Gaming-PC aus. In meiner Kolumne plädiere ich dafür, dass man - wie ich - ohne weiteres sowohl einen Gaming-PC als auch eine Konsole haben kann.
Vorteile eines Gaming-PCs
Zunächst will ich damit beginnen, welche Vorteile ein PC hat. Für mich besonders wichtig: Er bietet neben Gaming noch viele andere Anwendungen, die ich auch für meinen Beruf brauche, sowie eine Bedienung per Tastatur und Maus, die bei vielen Dingen deutlich angenehmer und präziser ist als per Gamepad, und zwar nicht nur was das Tippen von Texten angeht. Ich mache zum Beispiel auch hobbymäßig Musik - wenn ich mir vorstelle, ich müsste per Gamepad zu einem der zahlreichen Menüpunkte des Musikprogramme navigieren, anstatt dies per Maus oder über die Tastatur zu tun, läuft es mir kalt den Rücken herunter.
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Ich habe dabei nämlich mindestens 10 verschiedene Tasten, die ich in meiner Musiksoftware regelmäßig für Befehle nutze, was per Gamepad allein wegen der begrenzten Zahl an Buttons unmöglich wäre. In einem Rollenspiel ist ja noch okay, dass man beispielsweise per Steuerkranz das Waffenmenü aufruft und dann dort per Stick oder Button eine von 10 Optionen wählt.
Quelle: AntonioFunes
Mein aktueller Gaming-PC mit einem Ryzen 5 3600 und einer Nvidia GeForce RTX 2060 Super.
Aber dies tut man im Gegensatz zu vielen Anwendungsprogrammen, die man konzentriert benutzt, nicht alle paar Sekunden. Sicher: Inzwischen gibt es auch für Konsolen Tastaturen. Konsolen sind allerdings noch weit entfernt davon, die Software zu bieten, die ich gebrauchen kann - nicht, weil sie dazu unegeeignet wären, sondern weil die Zielgruppe ganz anders als für den PC aussieht. Für mein Musik-Hobby benötige ich zudem auch eine spezielle USB-Soundkarte - zu Konsolen sind solche Produkte auf absehbare Zeit nicht kompatibel. Was beim PC noch hinzukommt ist, dass ich - wie sicher die meisten Nutzer - an einem Schreibtisch sitze, wenn ich ihn verwende. Allein schon diese Örtlichkeit ist vor allem bei Anwendungen und Arbeit wichtig, es ist quasi eine Art Ritual: Wenn ich im Bürostuhl sitze, ist die Stimmung viel leichter in einen Arbeitsmodus zu versetzen als auf dem Sofa. In Sachen Gaming ist ein Riesenvorteil der Plattform PC natürlich auch noch, dass es in etwa im 2-Jahres-Rhythmus immer wieder neue, stärkere Hardware gibt und die Spiele deswegen von Jahr zu Jahr in einem größeren Maß aufwändiger und hübscher werden als Konsolenspiele, wobei eine neue Konsolen-Generation bei ihrem Release meist einen Ausgleich schafft.
Gleichzeitig aber sind PC-Spiele dank der Entwickler, die auch niedrige Detailstufen anbieten, selbst dann lauffähig, wenn man keinen taufrischen PC hat. Trotzdem habe ich mir eine Konsole gekauft, denn auch sie hat Vorteile - bevor ich dazu komme, geht es aber noch um einen PC-Vorteil, den ich persönlich aber unwichtig finde.
PC-Argument: Mods
Für mich eher irrelevant, aber bei vielen PC-Gamern ein Argument: Mods. Auf Konsolen sind Mods zwar prinzipiell nicht unmöglich - auf dem PC sind sie aber viel weiter verbreitet, auch da das Kreieren einer Mod auch für Änfänger mit dem Werkzeug PC viel leichter fällt als auf Konsolen.
Quelle: KFA2
Meine aktuelle Grafikkarte, eine KFA2 GeForce RTX 2060 Super, ist meine erste Nvidia-Grafikkarte seit langer Zeit. Ohne Sonderangebot mit Cashback wäre es eine AMD Radeon RX 5700 XT geworden.
Allein das Erstellen einer Mod fällt auf einem PC viel leichter, so dass Mods eher ein PC-Ding sind. Konsolenspieler sind es zudem weniger gewohnt, ein Spiel individuell anzupassen. Es gibt ja (wobei sich das mit der neuen Generation eventuell zum Teil ändern könnte) bei Konsolengames keine Grafik-Options-Menüs mit zig Untermenüpunkten, mit denen man herumexperimentiert - die meisten Gamer starten einfach nur das Spiel und legen los. Auf die Idee, das Spiel per Mods beispielsweise in Sachen Objektvielfalt oder Texturenqualität zu erweitern, kommen viele erst gar nicht. Hinzu kommt, dass eine Mod gerade dann, wenn die Leistung wie bei Konsolen sehr eingeschränkt ist, zu Performanceproblemem führen kann, vor allem bei AAA-Games, die eine Konsole ohnehin schon ausreizen. Auf dem PC hingegen ist einer der Gründe für Mods der, dass viele PCs problemlos die maximale Detaileinstellung eines Games packen und man daher Spielraum für mehr Details, Objekte und so weiter hat. Ich verwende so gut wie nie Mods. Zum einen reicht mir das, was ein Spiel bietet, normalerweise aus. Zum anderen scheue ich eventuelle Probleme, vor allem wenn man mehrere Mods aktiviert hat. Nur in wenigen Fällen habe ich bisher Mods verwendet, zum Beispiel bei der Civilization-Reihe (neue Szenarien und Karten), Skyrim (unter anderem bessere Texturen oder neue Waffen- und Rüstungsdesigns) sowie in Form von Datenpaketen mit Spielerdaten bei Pro Evolution Soccer.