Harvest Moon im Gamezone-Test

Test polidolly

Vielfältige Aktionsmöglichkeiten und große Aufgabenfülle sorgen für gute Unterhaltung und gestaltet sich auch für Laien sehr fesselnd.

Die Erntewichtel

Harvest Moon Harvest Moon Eine weitere besondere Form der Einkaufsmöglichkeit bieten darüber hinaus die geretteten Erntewichtel an, die nicht nur exklusive Samen wie Ananas oder Paprika im Angebot haben, sondern auch Dinge wie einen Teleport-Stein, der euch sofort zu dem gewünschten Ort auf der Karte bringt, oder einem Liebesarmreif, der den Liebes- bzw. Freundschaftsgrad bei Gesprächen anzeigt. Hier könnt ihr aber nicht mit Geld bezahlen, sondern mit Medaillen, die ihr kaufen oder gewinnen könnt, indem ihr gegen einen Wichtel Memory spielt. Schade nur, dass keine weiteren anderen Minispiele hier zur Verfügung stehen, denn eine solche Spielpartie bringt nicht nur Abwechslung ins Farmerleben, sondern gestaltet sich recht unterhaltsam und dank den schlauen Wichteln auch nicht allzu leicht. Darüber hinaus könnt ihr die Wichtel auch engagieren, damit sie euch zum Beispiel bei der Ernte oder Pflege der Tiere zur Hand gehen - gegen Bezahlung mit Medaillen natürlich, denn umsonst und nur aus Dankbarkeit, dass man sie gerettet hat, arbeitet die Erntewichteltruppe nicht.

Viehzucht

Harvest Moon Harvest Moon Wenn man als Farmer das ganze Jahr über Gewinne einstreichen möchte, dann reicht nur das Ernten der Früchte nicht aus, denn in der Winterzeit kann man nichts anpflanzen und geht somit leer aus. Aus diesem Grund sollte man sich, sobald man das nötige Material und Geld hat, einen Tierstall und Geflügelschuppen bauen lassen und sich anschließend Tiere zulegen. Die Erzeugnisse der Viehhaltung, wie Wolle oder Milch, bringen immer, unabhängig von der Jahrezeit, Kohle ein. Neben Hühnern und Enten stehen auch Kühe und Schafe zur Verfügung, die man kaufen kann und die mit neuen Aufgaben frischen Wind ins Farmerleben bringen. So muss man die Tiere nicht nur füttern und sie gegebenenfalls mit Medizin heilen, sondern sie auch mit Hilfe der Touchscreen-Handschuhe pflegen, d.h. man bekommt das Tier auf dem Touchscreen zu sehen und kann so zum Beispiel Kühe bürsten, Schafe scheren oder den Hund und die Katze streicheln. Hier kommt der DS-Touchscreen sehr nett und zudem zum ersten Mal so richtig zum Einsatz, denn für alle anderen Tätigkeiten, die man auf der Farm erledigt, braucht man mehr das Steuerkreuz und die Tasten als den Touchscreen.

Alle Hände voll zu tun

Harvest Moon Harvest Moon Die vielen verschiedenen Tätigkeiten, die man auf der Farm und im Tal erledigt, bringen nicht nur die Erntewichtel zurück, sondern steigern auch die Erfahrungspunkte der Spielfigur, was sich positiv auf seine Ausdauer und Energie auswirkt. Am Anfang, d.h. im ersten Jahr, geht dem kleinen Farmer recht schnell die Puste aus und man kann nur sehr wenige Arbeiten mit ihm erledigen, bevor er umfällt und von einem der hilfreichen Talbewohner ins Bett geschickt oder gebracht wird. Je weiter man im Spiel vorankommt und das Bauernhof ausbaut, desto kräftiger und ausdauernder wird zum Glück der Farmer, denn ansonsten würde man den vielen anfallenden Tätigkeiten gar nicht mehr nachkommen können - trotz der Hilfe der Erntewichtel. Und zu tun gibt es in "Harvest Moon DS" wahrlich genug, denn neben Ackerbau, Viehzucht und Ausbau der Farm gilt es unter anderem Kochen zu lernen, einer Frau erfolgreich den Hof zu machen, um schließlich den Bund der Ehe mit ihr einzugehen und Kinder in die virtuelle Welt zu setzen. Nebenbei darf man dann noch diverse Festivitäten wie Hühnerfest oder Kürbisfest besuchen und, wenn man die Teilnahmebedingungen erfüllen kann, auch mitmachen.

Spielprinzip und Umfang topp, der Rest eher flop

Harvest Moon Harvest Moon Mit seiner Aufgabenfülle und den vielfältigen Aktionsmöglichkeiten bietet "Harvest Moon DS" ein recht abwechslungsreiches Gameplay, einen ordentlichen Umfang und eine Spielzeit, die man in Zahlen nicht wiedergeben kann, da das Spiel im Grunde endlos lange gezockt werden kann. Der Titel weiß mit seinem interessanten und unterhaltsamen Spielprinzip insbesondere Neulinge lange vor den Bildschirm zu fesseln - für Kenner der Spielreihe mag der Titel vielleicht zu wenig Neues bieten und somit weniger für Begeisterung sorgen. In Sachen Grafik bekommt man in "Harvest Moon DS" mit detailarmer Umgebung und einer simplen Optik, die eines GBA Titels, aber nicht eines DS-Spiels würdig ist, leider weniger gute Kost serviert. Auch musikalisch macht der Titel mit einfachen Melodien und eher zweckmäßigem Gedudel nicht so viel her. Nett ist aber, dass je mehr der Farmer arbeitet und je müder er wird, desto langsamer und schiefer wird die Musik - passt sich also dem Geschehen gut an. Nicht ganz überzeugend ist auch der Einbau der DS-Features ausgefallen. Nur bei der Menüführung, d.h. wenn man sich beispielsweise die Karte vom Tal, den Inhalt seines Rucksacks oder den derzeitigen Geldstand anschauen möchte, und beim Streicheln und Pflegen der Tiere kommt der Stylus und Touchscreen zum Einsatz. Alle anderen Aktionen, also sowohl die Steuerung der Spielfigur als auch das Verwenden der Werkzeuge, laufen über das Steuerkreuz und mit den Tasten ab. Man hat zwar die Möglichkeit die Werkzeuge von weiter Entfernung mit Hilfe des Touchscreens und Stylus einzusetzen, aber da man so nur gegen kleinere Objekte wie Unkraut und Steinchen was ausrichten kann, ist diese Funktion nur bedingt sinnvoll anwendbar. Recht gut genutzt ist hingegen der DS-Doppelbildschirm. Während man am oberen Bildschirm die Spielfigur präsentiert bekommt, zeigt der Touchscreen das Menüfeld an, sodass man beispielsweise die Karte vom Tal und das Inventar sich schnell mit lediglich ein, zwei Tippern mit dem Stylus anzeigen lassen kann.

Meinung

Wertung zu Harvest Moon (NDS)

Wertung:

7.8 /10
Pro & Contra
Interessantesgelungenes und umfangreiches Spielprinzipdas vor allem Neulinge lange vor den Bildschirm fesseln kannordentliche Aufgabenfülle und vielfältige Aktionsmöglichkeitenendlos lange SpielbarkeitPflege der Tiere mit Hilfe der Touchscreen-Handschuhe
Grafik und Steuerung ähneln einem GBA-SpielDS-Features sind nicht optimal genutztnur Memory steht als Minispiel zur Verfügungfür Kenner der Spielreihe bietet der Titel zu wenig Neues
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