Heatseeker im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Aktionreiche Luftkämpfe und abwechslungsreiche Missionen aber leider nur eine unterdurchschnittliche Grafik.

Die Technik

Heatseeker Heatseeker "Das sieht ja aus wie auf dem N64" - Solche Aussagen rutschen das eine oder andere mal heraus, wenn es darum geht über grafisch schwache Titel zu lästern. In den meisten Fällen sicher hoffnungslos übertrieben, doch auch beim Test von Heatseeker ging mir der gleiche Satz durch den Kopf, als ich zum ersten mal die Bodentexturen gesehen habe. Auch hier ist der Vergleich mit Nintendos 64-Bit Maschine natürlich übertrieben, doch Fakt ist, dass man schon lange nicht eine solche biedere Optik in einem Flugspiel gesehen hat. Eine grün-braune Suppe, welche sich Bodentextur schimpft, blockartige, matschige Häuseraufbauten und Wasseranimationen, die Ende der 90er Jahre halbwegs aktuell waren, prägen das Bild. Dazu wirkt die Optik in den Ingame-Zwischensequenzen zusätzlich stark verschwommen, als ob die Brille beschlagen wäre, mit dem Unterschied, dass keine Brille auf der Nase thront. Weitere Unzulänglichkeiten sind aufploppende Wolken und heftiges Kantenflimmern. Die erschreckend undetaillierten Wasser- und Landflächen sehen nur aus sicherer Höhe akzeptabel auf, wobei dann halt wieder das Wolkenproblem ins Auge sticht. Die miserable Optik führt wenigstens dazu, dass das Spiel weitestgehend flüssig abläuft und auch die Sichtweite geht voll in Ordnung. Was Heatseeker vor dem grafischen Totalabsturz rettet, sind die gelungenen Flugzeugmodelle und die beeindruckenden Explosionen, welche mit der Impact-Cam spektakulär in Szene gesetzt werden.

Heatseeker Heatseeker Wii- und PS2-Version geben sich in dieser Hinsicht recht wenig, weswegen Unterschiede nur im direkten Vergleich auffallen dürften. Dabei hat die Wii die Nase knapp vorne. Das liegt daran, dass das Kantenflimmern weniger stark auffällt, als noch auf der PS2. Auch die Explosionen machen auf der Nintendo-Konsole einen leicht besseren Eindruck, wobei die Jets auch noch ein Schattenmodell spendiert bekommen haben, das auf der PlayStation 2 komplett fehlt. Für PS2-Verhälnisse kann man das gebotene höchstens als Durchschnitt bezeichnen. Auf einer vier Monate alten Konsole wie der Wii, ist die miese Optik schlicht eine Frechheit. Nicht mal im Ansatz werden hier die technischen Möglichkeiten der Wii ausgenutzt. Immerhin sind die Ladezeiten der Nintendo-Konsole deutlich kürzer.

Heatseeker Heatseeker Die deutsche Sprachausgabe, die ihr während der Einsatzbesprechungen und bei den Funksprüchen in Missionen zu hören bekommt, geht grundsätzlich in Ordnung. Während ihr mit satten Explosionen gegen die feindlichen Jets kämpft, begleiten euch rockige Klänge, die sich dynamisch, wenn auch etwas abrupt, an das Geschehen anpassen. Besonders eingängig sind die Stücke allerdings nicht und wirken wie schnell in einem Studio zusammengetragen. Abgesehen davon ist die Soundabmischung sehr schlecht gelungen. Obwohl ihr Soundeffekte, Sprachausgabe und Musik in drei Lautstärkestufen verstellen könnt, ist die Musikuntermalung stets viel zu laut, weswegen ihr Funksprüche nur schwer verstehen könnt. Zum Glück können daher Untertitel eingeblendet werden.

Meinung

Wertung zu Heatseeker (Wii)

Wertung:

7.6 /10
Pro & Contra
Actionreiches und rasantes Gameplayspannendes und abwechslungsreiches Missionsdesigndie coole Impact-Camviele unterschiedliche Flugzeuge mit variierender Waffenauswahlgut funktionierende und schnell erlernbare Steuerungfaires Checkpoint-System
Hoffnungslos veraltete GrafikMusikauswahl nicht jedermanns Geschmackschlechte Soundabmischungkein Multiplayeretwas alberne Hintergrundgeschichtewenig hilfreiche Wingmen
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