... aus dem Hause Ubisoft stellt eine Arcade-Flugsimulation ganz in der Tradition eines Blazing Angels dar.
Heroes over Europe
In der ersten Hälfte des Spiels wirken die Missionen recht generisch und können kaum begeistern, meist geht es darum irgendwo hin zu fliegen und die Deutschen abzuschießen, wobei es spielerisch keinen Unterschied macht ob wir dabei etwas verteidigen oder nicht. Später jedoch legen die Missionen richtig zu und überraschen uns mit manch interessantem Einfall. So müssen wir beispielsweise eine von einem Spion gestohlene Maschine abfangen indem wir nur einen der beiden Motoren zerstören, so dass der Pilot nicht mehr über den Kanal flüchten kann. Auch recht gelungen ist der Einsatz in dem wir eine Bomberstaffel begleiten und plötzlich bemerken, dass sich unter den eigenen Flugzeugen ein faules Ei befindet der auf unsere Staffel schießt. Den erst einmal zu finden ist gar nicht so leicht, und sollte geschehen bevor die halbe Staffel aufgerieben ist. Generell bekommen wir es in den späteren Einsätzen immer öfter mit einem Zeitlimit zu tun, trotzdem sind die einzelnen Missionen angenehm lang, so dass die gebotenen 15 Missionen für ausreichend Beschäftigung sorgen. Auch sind die Checkpoints mehr als fair gesetzt, lediglich wenn wir einen Einsatz abbrechen müssen wir ihn beim nächsten Mal von Vorne beginnen.
Heroes over Europe
Grafisch kann man sich nicht beschweren, auch wenn der Titel nicht ganz an ein Sturmovik herankommt. Dafür gibt's aber auch kein Tearing und kein Geruckel, lediglich im Tiefflug sieht die Landschaft etwas karg aus. Die Flugzeuge selbst aber sehen gut aus und sind entsprechend ihrer Mechanik animiert. Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle das rein optische Schadenssystem, welches Löcher in den Flügeln ebenso erzeugt wie im Rumpf, so dass der Blick auf die Maschine oder andere Innereien freigesetzt wird. Die Cutscenes bestehen aus dem schon erwähntem Propagandamaterial in Schwarzweiß sowie in animierten Standbildern die man auch böse als Platzhalter bezeichnen könnte, aber wahrscheinlich genau so gedacht sind.
Der Multiplayer
Heroes over Europe
Was die Multiplayer-Modi betrifft zeigten sich die Entwickler recht einfallslos. Im grunde gibt es nur zwei Spielvarianten, nämlich Deathmatch (genannt Dogfight) und Last Man standing (genannt Überlebenskampf), in jeweils der normalen und der Team-Variante. All das kann man zudem als gewertetes oder ungewertetes Spiel zocken, das wars dann aber auch schon mit dem MP. Dafür erlaubt dieser bis zu 16 Spieler gleichzeitig und kann nicht nur übers PSN sondern auch im lokalen LAN gezockt werden. Flugzeugtechnisch wählt der Host aus mehreren Sets aus, was für eine ziemlich Chancengleichheit sorgt. Trotzdem leidet das Spiel aber an dem Effekt, dass sich zwei bekriegende Spieler gerne gefühlt endlos im Kreis drehen, bis einer ausschert und den Kugeln zum Opfer fällt.
