Jambo! Safari: Die Wildhüter im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Die nur mäßige Fortsetzung eines Arcade-Klassikers, welche vor allem Tierliebhaber und Kids anspricht.

Jambo! Safari: Die Wildhüter Jambo! Safari: Die Wildhüter Das "Herz für Tiere" ist daher nur ein Deckmantel für ein sehr arcade-lastiges Gameplay, bei den es zahlreiche Missionen zu bewältigen gilt. Ihr geht auf Fotosafari, müsst den Müll einsammeln und manche Leute vor wilden Raubtieren retten. Oftmals gilt es zu Forschungszwecken oder zur Pflege auch ganze Rudel an Artgenossen einzufangen. Auch hier werden Naturliebhaber eher den Kopf schütteln, anstatt Freude verspüren. Sobald die Jagd auf die Tiere eröffnet ist, hetzt man den armen Viechern mit dem Rover hinterher, bis diese vor lauter Anstrengung fast schon von selber schlapp machen. Dann wird die Wii-Remote geschwungen, das Lasso geworfen und das Tier mit einem kräftigen Ruck dem Fahrzeug näher gebracht. Danach nur noch das Netz werfen, und schon kann man das Tier zur Ranch bringen und dort - wenn es sein muss - in kleinen und eher mäßig spaßigen Minispielen wieder gesund pflegen sowie streichen. Leider ist die Handhabe sehr schwammig und es grenz vielmehr an Glück als Können, um die wilden Bewohner Afrikas auch tatsächlich einfangen zu können! Schützenhilfe kann ein zweiter Spieler leisten, welcher mit der Wii-Remote das Tier fängt, während der Hauptspieler das Fahrzeug steuert. Die Minispiele außerhalb des Hauptspiels können gar zu viert gezockt werden, sorgen aber nur bedingt für Kurzweil.

Jambo! Safari: Die Wildhüter Jambo! Safari: Die Wildhüter Die Missionen selber werden wie in einem Open-World Spiel je nach Lust und Laune angenommen. Helle Strahlen am Horizont weißen darauf hin, dass es in der Steppe was zu tun gibt. Sprich, man heizt zum gegebenen Punkt, hält ein kurzes Plauschchen und macht sich alsdann an die actionreiche Aufgabe. Der Umfang ist grundsolide und sorgt dank zahlreicher Erfolge und Auszeichnung durchaus für lang anhaltenden Spielspaß. Bis man alle neun Gebiete bereisen darf, die Heißluftballonfahrt hinter sich gebracht hat und zum angesehenen Rancher bzw. zur angesehenen Rancherin aufsteigt, vergehen etliche Stunden in einem technisch aber leider sehr trostlosen Ambiente. Die Grafik kann nicht ganz überzeugen. Viel zu wenig und meist nur schwammige Details, schwach animierte Tiere und eine Hintergrundmusik mit Widerholungsgarantie sorgen nicht gerade für Urlaubsstimmung. Genau wie im spielerischen Bereich hätte sich der Entwickler durchaus mehr ins Zeug legen müssen, um diesen Titel zwar nicht bei den Arcade-Freaks, aber Tierliebhabern ansprechend herüber bringen zu können.

Meinung

Wertung zu Jambo! Safari: Die Wildhüter (Wii)

Wertung:

5.7 /10
Pro & Contra
Neun riesige Gebieteabwechslungsreiche Tierweltsehr viele Missionen sorgen für einen hohen SpielumfangIndividualisierung der Spielfigur möglichkleinere Minispiele sorgen für Abwechslung
Biedere Technikschwammige Steuerungspricht der Titel nun Arcade-Liebhaber oder Tierschützer an – das ist nicht ganz klarman soll Tieren helfen und prescht dafür wild und unbedacht durch die Savannefast nur im Auto unterwegslangweilige Sounduntermalungschwache Minispiele
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