James Cameron's Avatar: Das Spiel im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Oh, oh... Da will Ubisoft beweisen, dass Lizenzspiele nicht immer Schrott sind und greift auf der Wii gleich voll daneben!

Da wir mit einem finalen Test zu James Cameron's Avatar für die Next-Gen Konsolen noch einige Tage warten möchten, bis wir uns durch die Retail-Version geballert haben, gibt es heute vorerst nur den Test zur Wii-Version.

Eigentlich heißt es landläufig, dass aus der Kombination "Kinofilm und Videospiel" nur selten Gutes entspringt. Grund sind unzählige Doof-Versoftungen und Cash-Cows, die aus guten Filmen mit schlechten Software-Produkten möglichst viel Kohle herauskitzeln wollen. James Cameron's Avatar für die Xbox 360 hatten wir uns damals vorab angesehen und gedacht "Yeah! Endlich mal kein Lizenzschrott". Nun ist aber auch die finale Version des Wii-Ports da und beweist fulminant: "Oh! ist wohl doch nur Lizenz..."

Um was geht es in Avatar eigentlich?

James Cameron's Avatar: Das Spiel James Cameron's Avatar: Das Spiel In "Avatar" lernen wir eine völlig neue Welt kennen die uns mit ihrer Flora und Fauna, welche in auffälligen und bunten Farben daherkommen, vom ersten Augenblick an in ihren Bann zieht. Denn auch wenn der Planet Pandora auf den ersten Blick wie einer dieser üblichen Dschungelplaneten aussieht, entpuppt er sich auf den zweiten Blick für Menschen als brandgefährlich. Doch sind es nicht nur die Tiere in der Wildnis die ihnen gefährlich werden können, auch die Pflanzenwelt auf Pandora ist erstaunlich wehrhaft und angriffslustig. Und wenn auf dem Planeten von fleischfressenden Pflanzen die Rede ist, dann sollte man das ernst nehmen, denn die Dinger können ganze Menschen verschlingen. Was einen dabei nicht direkt frisst, spritzt mit Säure um sich oder versucht uns auf anderen Wegen das Leben zu nehmen. Was also machen die Menschen auf diesem seltsamen Planeten?

Das was sie am besten können natürlich, sie beuten ihn aus. Dabei hat es ihnen ein besonderer Rohstoff angetan, den es nur auf Pandora zu geben scheint und der mehrere Millionen Dollar pro Kilo wert ist. Dafür sind sie natürlich bereit die Flora des Planeten zu zerstören und die Ureinwohner, die drei Meter großen Katzenmenschen Na'vi zu unterdrücken. Was können die Menschen denn schon dafür, dass die ihre Dörfer ausgerechnet dort bauten wo sie den Rohstoff abbauen möchten? Hört sich soweit an wie bei uns auf der Erde, ist in Wirklichkeit dann aber doch etwas komplizierter. Denn davon erfahren wird ein Wii-Spieler leider nur wenig. Ohne fetziges Intro oder einen geschichtlichen Background wird man sofort in das relativ ereignislose und repetitive Pandora geworfen, wer wissen will um es was geht, muss entweder den Film sehen oder sich seine Infos anderweitig zusammensuchen. Irgendwie traurig, damit aber auch wegweisend für den Rest des Spiels.

Große Schlümpfe ohne Zipfelmützen

James Cameron's Avatar: Das Spiel James Cameron's Avatar: Das Spiel Anders als der Film und der große Next-Gen Bruder erzählt die Wii-Version nicht die Geschichte der RDA-Soldaten, den menschlichen Invasoren von der Erde, sondern die Erlebnisse der Ureinwohner Na'vi, die sich völlig zu Unrecht anhören wie Navi(gationsgeräte). Die unterdrückten blauen Indianer, etwas in der Art sollen sie wohl darstellen, leben in Einklang und Harmonie mit der Natur und sind von der plötzlichen Invasion vollkommen überrumpelt - wovon der Spieler ja aber erst mal nichts erfährt. In einem kurzen Tutorial lernt man schnell, wie man sich als Na'vi bewegt, in Deckung bleibt und kämpft. Das muss man immerhin, denn unser Charakter übernimmt die sagenhafte Rolle des "großen Kriegers", der sein Volk retten soll. Um das zu bewerkstelligen, muss er selbst erst "die dunklen Pfade begehen", welche aber im besten Falle mäßig zur Geltung kommen.

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