Oh, oh... Da will Ubisoft beweisen, dass Lizenzspiele nicht immer Schrott sind und greift auf der Wii gleich voll daneben!
James Cameron's Avatar: Das Spiel
Generell ist zu bemerken, dass in hektischen Situationen mit viel Bewegung am Bildschirm und entsprechend schnellen Reaktionen das Game ins Stocken gerät. Weil wohl a) die Wii nicht mehr hergibt und b) die Kamera in solchen Situationen besonders anfällig für ihre Macken zu sein scheint. Daneben ist noch einiges Tearing in Drehbewegungen zu beobachten, zumindest mal dann, wenn man die stoische Kamera in den Griff bekommt und sie wirklich selbst befehligen kann. Auch beim Clipping hat man kein Fettnäpfchen ausgelassen und so einiges in den Sand gesetzt. Wäre doch geschenkt, wenn man hier gepunktet hätte! Von einfachen Grafik-Fehlern, etwa wenn man an einer Baumranke entlang gleitet, der Griff aber in der Luft "schwebt" bis hin zu wirklich üblen Situationen, in denen sich der Charakter in Bäumen, Wurzeln oder zwischen Verbündeten einklemmt.
Von der musikalischen Untermalung her ist Avatar - für ein Wii-Spiel - halbwegs gelungen. Auch Sprechrollen sind gut besetzt, aber leider viel zu selten. Wenn unser blauer Hauptcharakter dann mal was sagt, sind es ingame meist nur dumme Sprüche wie "Gefahr!" oder "Der Feind ist nah!" Obwohl Avatar auf einer filmischen Vorlage beruht, die wir übrigens nächste Woche ausführlich rezensieren werden, hat man es nicht geschafft, passende Filmszenen zu integrieren und arbeitet größtenteils mit Texteinblendungen. Schade, wobei auch eine halbwegs passable Story, erzählt in packenden Zwischensequenzen oder Sprechern aus dem Backend das Spiel nicht mehr gerettet hätte.
