Avatar auf dem DS ein dreister, aber für eine Filmversoftung gut gelungener Zelda-Klon für die jüngere Generation.
Eine epische Geschichte in einer sagenhaften Welt und ein vom Schicksal auserwählter Held, der sich mit seinen herausragenden Fähigkeiten dem Bösen entgegenstellt. Er löst knackige Schalter und Verschiebe-Rätsel, sprengt Felsen mit Bomben, erhält Lebensenergie aus zerhackten Büschen. Er findet im Laufe seines Abenteuers Schleuder, Bogen und Hammer und kämpft gegen mächtige Endgegner. Aber das Besondere an diesem Helden ist: Er ist nicht grün, sondern blau, kämpft mit einem Stab statt einem Schwert und heißt auch nicht etwa Link. Der gemeinte Held ist nämlich der junge Na'vi Nok und Hauptfigur der Nintendo-DS-Filmversoftung von James Cameron's aufwendigem SciFi-Blockbuster Avatar.
James Cameron's Avatar: Das Spiel
Für alle, die (noch) nicht wissen, worum es in der Filmvorlage geht: Im Jahr 2154 sind die Rohstoffe der Erde erschöpft. Auf der Suche nach neuen Ressourcen stößt das Raumfahrt-Konosrtium RDA auf den rohstoffreichen Planeten Pandora, wo die Menschen beim Abbau in Konflikt mit dem dort lebendem Naturvolk namens Na'vi geraten. Um diesen Konflikt für sich entscheiden zu können, unterwandern die Menschen die Na'vi mit Hilfe von künstlich erschaffenen Avataren in Na'vi-Gestalt, welche von Menschen übernommen und gesteuert werden
Am Anfang des Spiels erlebt der in einem zurückgezogenem Stamm lebende Nok die Ankunft der Menschen, die für die Na'vi bisher nur das "geheimnisvolle Himmelsvolk" waren. Er wird von Eywa, einem höheren Wesen, welches das Ökosystem von Pandora überwacht, auserwählt, sich auf die Suche nach Wissen über das Himmelsvolk und dessen Absichten zu begeben. Ihr spielt also nicht die direkte Storyline des Films nach. Die Entwickler spendierten dem Game nämlich eine eigene Story mit im Film nicht vorkommenden Charakteren wie den Fiesling Dr. Ossman und dessen Tochter, für die ein Avatar geschaffen wurde, welchem Ihr im Spiel begegnen werdet.
Mal wieder Touchscreensteuerung...
James Cameron's Avatar: Das Spiel
Auf dem oberen Screen des DS wird eine Karte mit dem aktuellen Ziel angezeigt, während das Spielgeschehen auf dem unteren Bildschirm aus der Vogelperspektive abläuft. Gesteuert wird Nok auf dem Touchscreen, indem man ihm mit dem Touchpen die Richtung vorgibt. Je weiter entfernt von der Spielfigur der Spieler den Touchscreen berührt, desto schneller läuft Nok dorthin. Auch Angriffe mit dem Stab, den Nok zu Beginn seines Abenteuers erhält, werden mit dem Touchpen ausgeführt: Dazu kann man den Gegner entweder direkt berühren oder einen Schwung- oder Stoßangriff ausführen, indem man eine vertikale oder horizontale Linie zwischen der Spielfigur und dem Gegner zieht. Obwohl diese anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergeht, frage ich mich, warum ein stinknormales Action-Adventure unbedingt eine Touchscreensteuerung haben muss, während die vorhandenen Buttons weitgehend ungenutzt bleiben. Eine Steuerart, die jahrzehntelang hervorragend funktioniert hat, kann doch nicht plötzlich schlecht sein... Steuerkreuz und Buttons sind mir persönlich jedenfalls lieber. Schade, dass die Enwickler dem Spieler hier nicht zumindest die Wahl lassen.
Geklautes Gameplay
James Cameron's Avatar: Das Spiel
Wie in der Einleitung angedeutet: James Cameron's Avatar für den DS ist ein Zelda-Klon geworden. Um weiterzukommen müsst Ihr jede Menge Schalter betätigen, um Türen zu öffnen, Blöcke verschieben oder Felsen wegsprengen. Im Laufe des Spiels erhaltet Ihr einige Werkzeuge, mit denen sich neue Wege erschließen lassen. Mit der Schleuder könnt Ihr beispielsweise entfernte Schalter treffen oder mit der Peitsche an bestimmten Stellen Abgründe überwinden. Außerdem lassen sich die Ausrüstungsgegenstände natürlich auch gegen Eure Feinde einsetzen. Als Feindtypen gibt es unter anderem diverse einheimische Tiere wie Wölfe oder auch Menschen. Daneben trefft Ihr in den unterschiedlichen Gebieten, die Ihr durch einen kurzen Flug auf einem Riesenvogel bereist, auch auf Endbosse, die wie in den Zelda-Spielen nur mit einer bestimmten Strategie besiegt werden können. Um es im Kampf leichter zu haben, können Noks Lebensenergie oder andere Eigenschaften wie Schadensresistenz verbessert werden, indem Ihr Überlieferungen, die Euch Informationen zu Pandora und seiner Tier- und Pflanzenwelt geben, findet und die Verbesserungen durch den Einsatz von eingesammelten Essenzsamen, die besiegte Gegner hinterlassen, freischaltet.
