Seid ihr vom Shooter-Angebot auf der PS Vita auch enttäuscht? Im September ändert Sony das endlich! Dann erscheint Killzone Mercenary für den Handheld. Schon jetzt können wir sagen, dass das Söldner-Spiel im Killzone-Universum das hübscheste Game seiner Klasse ist und deutlich vor seinen Konkurrenten Resistance (bäh!) und Call of Duty (kurz!) rangiert. Ein Must-Have? Erfahrt es in unserer Vorschau!
Mann, hab ich mich gefreut, als bei mir ein Preview-Code zu Killzone Mercenary ankam. Endlich mal ein Titel, für den sich dieser Handheld lohnt, dachte ich. Aber: Wo war das Mistding nur? Tatsächlich habe ich meine PS Vita seit dem Test zu Little Big Planet nicht mehr angefasst… Das war im September 2012. Hat es sich gelohnt, die Vita zu entstauben? Ja, klar! Denn Killzone Mercenary ist einer der hübschesten mobilen Shooter überhaupt. Nach den erbärmlichen Versuchen mit Resistance und Call of Duty musste das diesmal aber auch klappen.
Quelle: Sony
Killzone Mercenary für PS Vita in der Vorschau: Der beste Shooter für Sonys Handheld (8)
Die Geschichte hinter Mercenary ist eher dünn: Als Söldner kämpft man in mehreren Missionen irgendwann zwischen Killzone 2 und Killzone 3 auf beiden Seiten der Kriegsparteien. Hauptcharakter Arran Danner arbeitet mit ISA-Spezialisten und Helghast-Soldaten zusammen – je nachdem wer halt gerade besser bezahlt. Trotz allem soll die Kampagne, die aus neun Missionen besteht, einem Erzählstrang folgen: Mercenary dreht sich um die Evakuierung eines vektanischen Botschafters und seiner Familie. Diese könnte im Krieg eine entscheidende Rolle spielen und muss beschützt werden.
Unsere Vorschauversion enthält zwar nur ein Level, das zeigt aber bereits gut, wie actiongeladen der First Person Shooter ist. Die Story ist da eher Nebensache: Wir sollen in eine feindliche Helghast-Basis eindringen, die Verteidigungssysteme lahmlegen, eine riesige Kanone erobern und damit ein Flaggschiff vom Himmel holen. Gesagt, getan. Dank eingängiger Joystick-Steuerung spielt sich das mobile Killzone fast genauso wie sein großer Bruder auf der Playstation 3. Mit einem Unterschied: Weil man die Sticks nicht drücken kann, ist Rennen auf einem anderen Button untergebracht. Macht nichts, ich versuche trotzdem dauernd den Stick zu drücken – irgendwann wird das Ding vermutlich kaputt gehen.
Quelle: Sony
Killzone Mercenary für PS Vita in der Vorschau: Der beste Shooter für Sonys Handheld (9)
Erfreulich: Anders als Resistance nutzt Mercenary nicht gezwungen jedes Feature der Vita. Granaten wählt man beispielsweise nur mit dem Touchscreen aus und wirft sie dann kontrolliert durch den Trigger ab, anstatt eine Wischgeste in Richtung des ungefähren Ziels auszuführen. Das sorgt für Präzision, die so ein Shooter auch benötigt. Headshots und Sniperkills sind dank leichtem Autoaim selbst für den untrainierten Vita-Spieler im Anfängermodus kein Problem. Nur der automatische Deckungsmodus nervt noch. An manchen Stellen geht Arran in Deckung, wenn er geduckt ist. Aus diesen Positionen kann er dann nicht mehr nach unten feuern – doof, wenn man an der Brüstung eines Balkons steht und von allen Seiten beschossen wird.
Das Highlight der kurzen Anspiel-Mission ist aber die Mantys Kampfdrohne, die Arran via Armcomputer steuern kann. Sie schwebt durch den Level und kann sich von hinten an Wachen anschleichen. Ein Klick und schon spießt sie die Köpfe von Feinden mit zwei Klauen auf. Das hat tatsächlich Spaß gemacht!
Arcadiges Spielgefühl
Quelle: Sony
Killzone Mercenary für PS Vita in der Vorschau: Der beste Shooter für Sonys Handheld (5)
Obwohl es drumherum eine Story gibt und diese mit den Geschichten von Killzone 2 und Killzone 3 dazusammenhängt, sie rückt im Spielverlauf total in den Hintergrund. Nachdem das gelungene Video-Intro abgelaufen ist, heißt es nur noch: Ich gegen die anderen. Warum ist dann vollkommen egal. Das unterstreicht auch das arcadige Spielverhalten: Für jeden Kill bekommt man Punkte, für Headshots und mehrere Kills hintereinander sogar mehr als für Körpertreffer. Das erinnert an typische Arcadeshooter und lockert die Stimmung auch ordentlich auf. Ein beinharter Storyshooter ist Killzone Mercenary sicher nicht. Eine Spielspaßgranate steckt trotzdem drin.
Ob man sich für so ein alleinstehendes Produkt nun unbedingt eine PS Vita zulegen muss, ist trotzdem zweifelhaft. Dafür spielt sich Mercenary vielleicht doch zu arcadig. Anders herum gilt aber: Wer schon eine Vita hat, sollte Killzone Mercenary auf keinen Fall auslassen. Trotz seiner inhaltlichen Schwächen ist es der hübscheste Titel für Vita und der beste First Person Shooter.
