Das ist die Aufbauspiel-Überraschung der Gamescom - Life Below gespielt
Special
Life Below geht das Aufbaugenre etwas anders an und wirft euch ins Meer. Wir haben's schon gespielt und auf der Gamescom weitere Einblicke erhalten. Deshalb hebt es sich vom Rest ab.
Das wichtigste Aufbauspiel der Messe ist dieses Jahr natürlich Anno 117: Pax Romana. Aber das ist bei Weitem nicht das einzige interessante Spiel, das für Fans des gemütlichen Bauens in Köln zu sehen war. Und eins hat sich vom Rest abgehoben. Denn egal, ob Anno, Die Siedler, Sim City oder Frostpunk - die allermeisten Aufbauspiele beginnen in etwa so: Ihr seid der Anführer oder Bürgermeister einer Siedlung oder Stadt und führt die von den bescheidenen Anfängen bis zur Metropole oder ausufernden Inselwelt.
Bei einigen davon kommt noch ein Überlebensaspekt dazu und fertig ist das motivierende Freizeitgrab. In den Grundzügen läuft das beim Indiespiel Life Below (jetzt kaufen 25,99 € )äähnlich, doch gleichzeitig hebt es sich aber auch deutlich von den eingesessenen Konkurrenten ab.
In diesem Artikel
Mein kleines Korallenriff
Wir übernehmen in Life Below nämlich die Verantwortung für Korallenriffe. Dort müssen wir verschiedene Pflanzen platzieren, die unterschiedlichen Lebewesen als Wohnraum dienen oder sich auf das Ökosystem auswirken. Anfangs geht's noch drum, Korallen anzupflanzen, die wir für Baurohstoffe oder Forschungswissen bearbeiten.
Quelle: Kasedo Games
Ihr schlüpft in die Rolle von Thalassa und seid von da an dafür verantwortlich, wieder für eine ökologische Balance unten im Meer zu sorgen.
Oder besser gesagt, unsere kleinen Helferlein, die wir ausbrüten können und die automatisch anstehende Aufgaben erledigen. Gepaart mit dem Korallenherz, das unserer Kolonie als Zentrum dient, erinnert das ein wenig an das gute, alte Dungeon Keeper. Im Story-Modus schlüpfen wir in die Rolle von Thalassa, die von Gaia beauftragt wird, das ökologische Gleichgewicht in dem Gebiet wiederherzustellen.
Dafür müssen wir einerseits verschiedene Spezies ansiedeln wie Clownfische, Korallenkrabben oder Hammerhaie. Über 40 verschiedene Arten soll es im fertigen Spiel geben, wobei die Anforderungen mit der Zeit natürlich an Komplexität zunehmen. Nicht nur müssen wir den richtigen Wohnraum bereitstellen und für Nahrung sorgen, auch andere Faktoren wie den richtigen pH-Wert müssen wir stets im Auge behalten.
Gemütlich und herausfordernd
Auch wenn Life Below zu der eher gemütlichen Sorte Aufbauspiel gehört, geht es ganz und gar nicht ohne Gefahren zu unter Wasser. So müssen wir zum Beispiel das Riff mit kühlenden Korallen vor einer Hitzewelle schützen oder gegen eine Ölkatastrophe vorgehen. Dafür erforschen wir neue Korallen, Muscheln oder andere "Gebäude". Für manche Bedrohungen müssen wir aber auch die richtigen Meeresbewohner ansiedeln.
Auf der Gamescom haben uns die Entwickler zum Beispiel eine Quallenwanderung gezeigt, die das Riff bedrohte. Um dem Herr zu werden, brauchen wir Meeresschildkröten, die ernähren sich nämlich liebend gerne von Quallen. Manche größeren Lebewesen wie Haie oder Delfine können wir auch als temporäre Besucher anlocken, die uns wiederum bei manchen Bedrohungen helfen können, nach einiger Zeit aber weiterziehen.
Bildergalerie
Angelockt werden die Fische grundsätzlich von Ködern, die wir im Crafting-System herstellen und erstmal rausfinden müssen, welche Arten wir womit anlocken können. Damit die verschiedenen Meereslebewesen dann bleiben, müssen wir uns um die Bedürfnisse kümmern und mit den Gegebenheiten der unterschiedlichen Biome klarkommen.
