Das Duo verzaubert in einem märchenhaften Abenteuer Fans klassischer Action-Rätselkost.
Showdown in der Arena
Majin and The Forsaken Kingdom
Absolute Höhepunkte des Abenteuers dürften die Kämpfe gegen übermächtige Bossgegner sein. Diese schwafeln uns nicht nur mit einem hirnlosen Gesülz ihrerseits zu, sie bringen das Duo meist auch recht schnell aus dem Konzept. Einfach draufhauen und anschließendes abhauen ist nicht, hier ist ebenfalls Köpfchen gefragt. Die Generäle der Finsternis lassen sich erst mit wirklich schlagkräftigen Argumenten entmutigen, was bedeutet, dass auch hier ein mehrstufiger Rätselprozess seinen Lauf nimmt. Als Beispiel soll der erste Boss dienen, um nicht zu viel über das restliche Spiel zu verraten: Dieses spinnenartige Wesen krabbelt an der Decke herum und scheint unerreichbar. Doch nachdem man die Riesenspinne abgelenkt hat, kann Majin dieses Biest mit seiner Kraft und einen Kronleuchter auf den Boden der Tatsachen holen. Danach muss man deren Beine beackern, bis sie vor lauter Schmerzen eines hebt und sich verletzlich gegenüber grobe Attacken mit Gegenständen zeigt. Die Bosskämpfe erinnern uns ein wenig an Zelda und machen eine wirklich tolle Figur. Hat man deren Taktik aber mal durchschaut, ist es ein Leichtes, die Übergegner zur Hölle zurückzuschicken.
Majin and The Forsaken Kingdom
Ist man nicht mit den Dunklen oder einem Rätsel beschäftigt, kann man ganz nebenbei zahlreiche Kisten finden, in denen sich blaue Kristalle oder Kleider verstecken. Ersteres steigert Tepeus Lebenskräfte, während im Kampf rote Kristalle die Freundschaftsbande zwischen ihm und Teotl steigert. Der Majin erlangt seine ursprüngliche Kraft durch Früchte, welche im Verlaufe des Abenteuers meist in mühseliger Arbeit ergattert werden müssen. Nicht selten sind diese von Feinden umringt und bisweilen müssen einige Fallen und Hindernisse überwunden werden, bis das kostbare Gut tatsächlich in den Händen von Tepeu landet. Die neuen Kleider kann sich Tepeu an den zahlreichen Speicherpunkten überwerfen und sollen zusätzliche Eigenschaften mit sich bringen, aus spielerischer Sicht sind die Unterschiede aber nur kaum feststellbar.
Majin and The Forsaken Kingdom
Technisch schwächelt der Titel, egal auf welcher Konsole ihr unterwegs seid, vor allem aus grafischer Sicht. Das vergessene Königreich wurde zwar farbenfroh modelliert, es mangelt aber an optischer Brillanz. Stellenweise trüben schwache Texturen den Ausblick auf Flora & Fauna und vor allem Schatten werden irgendwie häufig flimmernd dargestellt. Es gibt neben dem eingängigen Soundtrack aber auch grafische Lichtblicke. Die sabbernde schwarze Flüssigkeit der Feinde ist regelrecht klebrig und heftet sich an den Helden. Laufen wir damit über die Ebenen, tropfen kleine Flecken auf den Boden. Auch beim Heilen versucht Majin die dunkle Macht vom Tepeu abzuwenden - was richtig toll aussieht. Die Sprachausgabe wiederum ist eher ein zweischneidiges Schwert. Mal gefallen die Synchronsprecher, mal wirken sie völlig unpassend. Die sich wiederholende dümmlichen Kommentare von Teotl gehen bisweilen gar auf die Nerven. Dass wir kurz vorm sterben sind, fällt auch uns recht schnell ins Auge!