Max Payne 3 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Um mit Max Payne mitzuhalten, braucht man eine stabile Leber und eine gute Knarre. Während er tagsüber die Schönen und Reichen bewacht, trinkt er sich abends in den Schlaf. Wir haben ihn begleitet, auf seinem brutalen Weg durch seine persönliche Hölle. Was dabei herausgekommen ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test zu Max Payne 3.

Bis zum Tod seiner Frau und seiner Tochter war Max Payne ein ganz normaler New Yorker Detective, insofern man in diesem Job normal bleiben kann. Doch je mehr er die Hintergründe des tragischen Verbrechens an seiner Familie aufklärte, je mehr er über die Verbindungen zum US-Militär erfuhr und je tiefer er in den Sumpf aus Korruption und Verschwörung rund um die Droge Valkyr vordrang, desto fertiger wurde er. So richtig aus den Bahnen geriet sein Leben aber erst, als ihn die geheimen Mächte hinter der Verschwörung seine letzte Hoffnung nahmen, die auf Recht und Gerechtigkeit. Desillusioniert beendet er seine Arbeit beim NYPD und wendet sich dem Alkohol und den Schmerztabletten zu. Er verkommt zum Wrack. Ausgebrannt versucht er die Tage hinter sich zu bringen, bis er endlich volltrunken und bewusstlos in sein schäbiges Bett fiel. In diesem Augenblick seiner Schwäche greift ihm ein alter Freund unter die Arme. Dieser überzeugt ihn in Sao Paolo einen Job als Personenschützer anzunehmen. Max willigt ein und lässt sich als Beschützer für die Familie Branco engagieren.

Stilvoller Einstieg

Max Payne 3 Quelle: Rockstar Games Max Payne 3 Von der ersten Minute an versucht uns Max Payne 3 mit seiner einzigartigen Inszenierung aus Comic-Style-Videosequenzen und Daueraction ohne Unterlass in seinen Bann zu ziehen. Das beginnt schon mit dem Startmenü, welches uns mit einer kurzen Videosequenz ins Geschehen einführt und dann den rauchenden Max als Hintergrund nutzt um das Menü einzublenden. Der darauffolgende Spielstart setzt die die Sequenz nahtlos fort und führt dann ebenfalls ohne Unterbrechung direkt ins Spiel. Es gibt während der kompletten Singelplayer-Story keine einzige Ladesequenz oder sonstige Unterbrechung, nur wenn Max stirbt, wird kurz unterbrochen. Ebenfalls durch das komplette Spiel ziehen sich Max' Sehstörungen, bedingt durch zu viel Alkohol und Schmerztabletten sieht er die Dinge gerne doppelt und dreifach. Mit diesem Effekt hat man es recht gut gemeint, je nach seinem Zustand tritt er alle paar Sekunden auf, was einen durchaus auch mal nerven kann. Dazu gesellt sich noch die gern und oft eingesetzte Wackelkamera, was in der Summe aber durchaus den einzigartigen Stil des Spiels unterstützt.

Max Payne 3 Quelle: Rockstar Games Max Payne 3 Max Payne 3 ist ist komplett in englischer Sprache synchronisiert, weshalb wir uns durch die Bank über herrliche Sprachausgabe freuen können, die immer richtig betont ist und den Charakteren Glaubwürdigkeit verleiht. Da der Titel für Erwachsene gedacht ist, gibt es auch nicht wenig derbe Sprüche und vor allen dingen viele Monologe von Max zu hören. Sein düsteres Weltbild begleitet uns so durch das ganze Spiel und trägt prägend zur Stimmung bei. Optional lassen sich deutsche Untertitel einblenden, welche aber recht klein geraten sind. Die einzigen Entscheidungen die wir vor Spielstart treffen müssen, ist die zum Schwierigkeitsgrad und zur Zielhilfe. Fünf Schwierigkeitsgrade gibt es, die zwei höchsten müssen wir erst freischalten. Die Zielhilfe lässt sich in zwei Stufen zuschalten, kostet uns aber viele Achievements bzw. Trophies. Auch wenn wir den leichtesten Schwierigkeitsgrad wählen, entgeht uns wenigstens eine Belohnung. Derweil hat es auch der leichteste Grad schon in sich und erlaubt es keineswegs, einfach durchs Spiel zu laufen. Haben wir gewählt, legt der Titel auch schon richtig los.

  1. Seite 1 Max Payne 3 im Test: Stilvoller Einstig in die neue Welt
  2. Seite 2 Max Payne 3 im Test: Action ohne Verschnaufpause
  3. Seite 3 Max Payne 3 im Test: Technik und Multiplayer
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