Um mit Max Payne mitzuhalten, braucht man eine stabile Leber und eine gute Knarre. Während er tagsüber die Schönen und Reichen bewacht, trinkt er sich abends in den Schlaf. Wir haben ihn begleitet, auf seinem brutalen Weg durch seine persönliche Hölle. Was dabei herausgekommen ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test zu Max Payne 3.
Grafik & Sound
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3
Denkt man sich bei einigen Abschnitten im Spiel noch, dass der Titel ruhig etwas mehr Details vertragen hätte, wird man in anderen wieder eines Besseren belehrt. Während die Innenräume der modernen Bauten durchaus mal etwas detailarm wirken, zeigen uns die Slums von Sao Paolo, wozu die Engine in der Lage ist. Auch wenn man an einigen Kleinigkeiten an der Grafik noch herumnörgeln könnte, ist es doch das Gesamtbild, welches einfach stimmt. Die Charaktere sind herrlich animiert, ganz besonders in den Zwischensequenzen, die allesamt keine vorgerenderten Videos darstellen, sondern übergangslos aus dem Spiel heraus erzeugt werden. Dazu wird uns eine erstklassige Soundkulisse geboten, aus Rock, treibenden Drums und elektronischen Klängen, während auf den Partys Musik läuft die Max die Adern anschwellen lässt. Hip Hopper sollten Max Payne 3 trotzdem eine Chance geben.
Der Multiplayer
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3
Remedy plante schon für den ersten Teil von Max Payne einen Multiplayer-Modus, doch erst mit diesem wurde er Realität. Dabei wurden Bullet Time und Shoot Dodge aus dem Singleplayer übernommen, wenn auch in leicht modifizierter Form. Löst ein Spieler die Bullet Time aus, sind davon auch nur die anderen Spieler innerhalb seines Sichtbereichs betroffen. Für den Rest der bis zu 16 Spieler geht das Spiel in normaler Geschwindigkeit weiter. Zusätzlich gibt es die sogenannten Bursts, verschiedene Spezialfähigkeiten für den taktischen Einsatz. Zum Beispiel könnt ihr damit dem Gegner vorgaukeln, ihr gehört zum selben Team, oder ihn Paranoid machen, so dass er alle Spieler für seine Feinde hält. Nur noch am Namen und dem Emblem auf der Uniform ist für ihn zu erkennen, welchem Team die Spieler angehören.
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3
Neben den obligatorischen Deathmatch und Team-Deathmatch, gibt es natürlich auch zwei spezielle Varianten, den Payne Killer und die Gang Wars. Payne Killer beginnt mit einem Deathmatch, alle der bis zu 16 Spieler sind gleich und versuchen sich gegenseitig um die Ecke zu bringen. Doch in dem Augenblick, wo der erste stirbt, wird der Schütze zu Max und das Opfer zu Passos. Max erhält zwei Uzis und das bekannte Outfit, während Passos nun sein Partner ist, während die restlichen Spieler versuchen sie zu erwischen. Wer Max oder Passos niederstreckt, übernimmt selbst die jeweilige Rolle. Punkte gibt es für das Ausschalten der beiden, wohingegen die natürlich für das Ausschalten der Gegner welche erhalten.
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3
Bei den Gang Wars handelt es sich im Grunde um viele verschiedene Spiele. Insgesamt zwölf verschiedene Varianten gibt es, welche in einem Handlungsstrang zusammengefügt werden, der sich über die Matches hinweg verändern kann. So entstehen mehrere Matches hintereinander, in denen die Teams verschiedene Aufgaben lösen müssen. Da gibt es das simple Gefecht, bei dem man seinen Einflussbereich verteidigen muss, Last Man oder das daran angelehnte Überlebender, bei dem jedes Team nur über eine begrenzte Anzahl von Leben verfügt. Auch Raubzüge werden durchgeführt und "Taschen" unter Zeitdruck ausgeliefert. Aber aufgepasst! Der beste Spieler im Match wird zum Lonely Wulf. Die Teamkameraden, mit denen ihr eben noch gemeinsam gekämpft habt, sind vielleicht im nächsten Moment schon der Gegner, der euch in den Rücken fällt.
Quelle: Rockstar Games
Max Payne 3
Wenn man zweimal hintereinander von einem Spieler erledigt wurde, kann man eine Vendetta starten. Schafft man es daraufhin, ihn zu erledigen, gibt's Extrapunkte und Geld. Allerdings erfährt der Betroffene davon und bekommt im Gegenzug natürlich ebenfalls Extrapunkte, wenn er schneller mit dem Finger ist. Für das so erwirtschaftete Geld kaufen wir im Shop Waffen, Ausrüstung, Bursts oder Zusatzitems ein. Das hält einen natürlich lang bei der Stange. Über den Rockstar Social Club lassen sich zudem Crews bilden, ähnlich einem Clan. So kann man mit Freunden schnell im Team in die Matches einsteigen, selbstverständlich im individualisierten Outfit mit eigens gestalteter Crew-Plakette. Zusätzlich gibt es öffentliche Crews, denen man sich für ein Spiel zwischendurch anschließen kann.
