Hier treffen Terminator und XCOM aufeinander - Menace über 20 Stunden gespielt
Special
Auch die Entscheidungen abseits der Kämpfe sind wichtig. Wie sich das Versorgungssystem in Menace auswirkt und ob es sich jetzt schon im Early Access lohnt, erläutern wir jetzt.
Ausrüstung und Versorgung
Doch die mächtigen Vehikel haben ihren Preis, wir können unsere Feinde nicht einfach mit einem Panzerbataillon überrollen. Zuerst mal brauchen wir die entsprechende Ausrüstung und Bewaffnung, und die ist nicht so leicht zu bekommen. Da wir im Wayback-System auf uns allein gestellt sind, müssen wir Ausrüstung im Kampf erbeuten oder erhalten sie als Belohnung für Einsätze von den Fraktionen.
Alternativ können wir zwischen Missionen im Schwarzmarkt per Tauschhandel an gewünschte Bewaffnung, Rüstungen und mehr kommen. Doch das Angebot dort ist zufällig und teuer. Gerade zu Beginn einer Kampagne muss man sich jedes gute Stück mühsam vom Munde absparen.
Den guten Kram zu besitzen, ist aber nur die halbe Miete. Denn wie viel wir auch tatsächlich auf eine Mission mitnehmen dürfen, ist durch ein Versorgungslimit begrenzt. Wie viele Versorgungspunkte ein Squad erfordert, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Zum einen erhalten wir bei Abschluss der Aufträge Beförderungspunkte, mit denen wir unsere Squad-Anführer aufstufen. Dadurch erlernen sie Skills, die teilweise zufällig aus einem Pool sind und teilweise einzigartig für den jeweiligen Charakter.
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Dazu kommt noch, wie viele Truppmitglieder der Anführer dabei hat. Je größer ein Squad ist, desto mehr Schaden kann es austeilen, aber desto mehr Versorgung braucht's auch. Und natürlich kostet bessere Ausrüstung auch mehr Punkte. Somit können wir entscheiden, ob wir mit wenigen, hochgezüchteten Trupps in den Einsatz ziehen oder mit vielen, aber dafür eher schwachen Einheiten.
Seine Lieblinge sollte man aber nicht überstrapazieren, da sie sonst übermüden und ein paar Missionen lang mit massiven Nachteilen kämpfen müssen. Gefallene Kameraden in einem Trupp kann man übrigens zwischen den Missionen ersetzen, vorausgesetzt, man hat noch genügend Leute an Bord. Verlieren wir aber auch den Squad-Anführer im Einsatz, ist der samt gesammelter Beförderungen Geschichte.
Quelle: PC Games
Vor jeder Mission passen wir nicht nur unsere Squads an, wir können auch ihre Startpositionen auf der Karte wählen.
Gutes Fortschrittsgefühl
Um unsere Chancen im Kampf zu erhöhen, können wir außerdem unseren Kreuzer mit verschiedenen Modulen aufrüsten. Das kostet eine spezielle Ressource, die wir nur für gewonnene Operationen erhalten. Welche Module wir zur Wahl haben, hängt obendrein von den Beziehungen zu den Fraktionen ab. Mit jeder erfolgreichen Operation steigen wir in der Gunst unseres Auftraggebers und schalten pro Stufe ein neues Modul frei.
So können wir zum Beispiel eine Krankenstation installieren, um gefallene Soldaten eventuell doch zu retten. Oder wir erhöhen die Zeitlimits für Aufträge in Missionen, verbessern unsere Handelskonditionen im Schwarzmarkt und so weiter.
Überhaupt gelingt es Menace schon jetzt, ein gutes Fortschrittsgefühl zu erzeugen. Wenn man den Kreuzer ordentlich ausgebaut hat und erfahrene Squads mit starker Ausrüstung beisammen hat, geht man mit einem ganz anderen Selbstverständnis an die Kämpfe ran. Weil man eben genau spürt, wie viel stärker man ist.
Lohnt sich Menace schon jetzt?
Trotzdem merkt man noch an einigen Stellen, dass Menace nur im Early Access ist. Gerade wenn es um die Vielfalt von Missionen, Gegnern und Karten geht, müssen die Entwickler bis zum vollen Release noch ordentlich nachlegen. Auch die Story ist aktuell noch ziemlich rudimentär und die Zufallsevents zwischen den Operationen wirken sehr austauschbar.
Die wenigen Story-Abschnitte sind aber schon ordentlich auf Englisch vertont, wobei das Spiel deutsche Texte bietet. Da sind zwar noch ein paar Übersetzungsfehlerchen drin, aber das ist nichts, was die Entwickler nicht noch beheben können.
Bleibt zum Schluss noch die entscheidende Frage: Lohnt sich Menace schon jetzt zum Early-Access-Start? Wenn euch gute Abwechslung, ein ideales Balancing und eine große Gegnervielfalt wichtig sind, solltet ihr besser noch warten, bis das Spiel weiterentwickelt wurde. Erwartet außerdem nicht zu viel in Sachen Inszenierung, hier zieht Menace meilenweit den Kürzeren gegen die XCOM-Spiele.
Wenn ihr aber schon lange nach einer Alternative zu besagten Vorbildern sucht oder ohnehin darauf vertraut, dass die Entwickler bis zum Release ordentlich nachlegen werden, könnt ihr auch jetzt schon einsteigen. Und für alle, die immer noch unentschlossen sind, gibt's noch eine Demo auf Steam.
Meinung
Menace startet am 5. Februar 2026 in den Early Access auf Steam. Schon jetzt ist eine Demo verfügbar, in der ihr eine komplette Operation probeweise spielen könnt. Transparenz: Für die Erstellung dieses Artikels wurde uns die Early-Access-Fassung von Menace von Publisher Hooded Horse vorab zur Verfügung gestellt.
