Vorschau zu Monster Hunter World Iceborne: Alles, was ihr wissen müsst - wir haben das Add-on stundenlang gespielt
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Packt die dicken Socken ein - ab dem 6. September 2019 bereist ihr Hoarfrost Reach! Wir hatten schon jetzt die Gelegenheit, die Erweiterung Iceborne von Monster Hunter World ausführlich zu spielen. Was wir im ewigen Eis erlebt haben, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Vorschau - inklusive Video.
Manchmal schreiben sich Einleitungen ganz von selbst. Etwa, wenn man am bislang heißesten Tag des Jahres zum Spielen von Monster Hunter World Iceborne eingeladen wird, der großen Erweiterung des Action-Rollenspiels, bei dem man eine eiskalte Schneelandschaft erkundet, viele neue Monster erlegt und einem Geheimnis rund um wandernde Legianas auf die Spur kommt. So richtig für Abkühlung sorgt unsere stundenlange Spielsession nicht, zu spannend und spaßig sind die Auseinandersetzungen mit den haushohen Widersachern. Und so liegt es nicht nur an der überforderten Klimaanlage, dass uns in die Raureif-Weite - so der Name der neuen Region - Schweißperlen auf die Stirn treibt.
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Für Experten
Iceborne ist die erste und einzige Erweiterung für Capcoms Flaggschiff Monster Hunter World, erscheinen wird sie am 06. September 2019 auf PS4 und Xbox One. Die PC-Fassung erblickt erst im Januar 2020 das Licht der Öffentlichkeit. Sie richtet sich vor allem an erfahrene Spieler, immerhin erreicht man Hoarfrost Reach erst nach Abschluss der Kampagne. Dazu passt auch die Einführung des neuen Master Rank, der dem G-Rank aus den diversen Vorgängern entspricht und euch mit besonders mächtigen Monstern konfrontiert. Auf jeden Fall beeindruckend fällt der Umfang der Erweiterung aus, wenn man den Angaben von Capcom Glauben schenkt - genau so groß wie das Hauptspiel soll Iceborne werden!
Quelle: Capcom
Banbaro nutzt sein mächtiges Geweih, um mit Holzstämmen und Felsbrocken nach uns zu werfen.
Wir haben jedenfalls etwa fünf Stunden gespielt, keine Zeit verschwendet und sind trotzdem weder Tigrex noch Glavenus begegnet - bereits im Vorfeld gab Capcom bekannt, dass diese Veteranen-Monster in Iceborne zurückkehren und Spielern das Fürchten lehren. Dafür haben wir einen weiteren Neuzugang fachmännisch erlegt und ausgeweidet: Banbaro ist ein Kampfwyvern mit Geweih, der uns mit Holzstämmen oder Steinkugeln zerschmettern möchte. Besonders auf freien Schneeflächen laufen wir Gefahr, vom Monstrum plattgewalzt zu werden. Mit diesem Biest haben wir schon auf der E3 Bekanntschaft geschlossen.
Auf den Spuren der Legianas
Aber wieso sind wir eigentlich zu einer Expedition ins ewige Eis aufgebrochen? In unserer Basis in Astera stellen die ansässigen Wissenschaftler fest, dass Legianas in großer Zahl zu einem Flug über das Meer aufbrechen. Unsere Neugierde ist geweckt und gemeinsam mit unseren Jägerkollegen gehen wir auf Spurensuche. Doch die Witterungsverhältnisse auf der per Luftschiff entdeckten Landmasse sind zu widrig, um sofort zu landen, deshalb kundschaften wir als Vorhut einen passenden Platz für die neue Einsatzbasis aus. Ein Problem damit hat offensichtlich der aggressive Beotodus - ein haiartiges Ungetüm, dass durch den Schnee taucht wie ein Delfin durchs Wasser.
Wir sind nach einer längeren Pause von Monster Hunter zugegeben etwas eingerostet, vor allem, da die Steuerung bekanntlich recht komplex ausfällt, aber nach ein paar heftigen Schlagabtauschen stecken wir wieder ganz in der Rolle des Jägers und schicken den Beotodus auf die Bretter. Willkommen zurück in Monster Hunter! Wie üblich erhalten wir als Belohnung Erfahrung, und - viel wichtiger! - Ressourcen in Form von Monstermaterialien. Aus denen schmieden wir neue Rüstung und Waffen, damit wir der außergewöhnlichen Fauna von Hoarfrost Reach noch besser gewachsen sind. Brechen wir Körperteile der Tiere, lassen sie spezielle, seltene Materialien fallen, außerdem minimieren wir so die Gefahr, die bei speziellen Angriffen droht. Ein Viper Tobi-Kadachi ohne Schweif ist lange nicht mehr so gefährlich wie ein Exemplar mit intaktem Körper - aber dazu später mehr.
Quelle: Capcom
Reitet den Wulg! In Iceborne könnt ihr Spuren auch vom Rücken von Reittieren aus folgen.
Wärmt von innen
Auch in der Umgebung gibt es Neues zu entdecken, besondere Mineralien etwa, Knochen, oder Pflanzengattungen. Besonders praktisch ist die wilde Chili, denn aus zwei Schoten brauen wir ein Heißgetränk, dass uns die Kälte aus den Knochen vertreibt und so verhindert, dass wir im Schnee zu schnell Ausdauer verlieren. Den gleichen Effekt plus Heilung liefern heiße Quellen in der Gegend. Auch mit dem neuen Schichtklamottensystem verhindern wir Gänsehaut, die warmen Pelze legen wir einfach über unserer herkömmlichen Rüstung an, so geht kein Verteidigungsbonus verloren.
Schneelandschaften sind nicht bei jedem Spieler beliebt und wurden in Videospielen schon mehr (Uncharted 2) oder weniger gelungen (I am Setsuna) umgesetzt. Trotz des Fokus auf Eiseskälte hat sich Capcom sichtlich bemüht, die neue Spielwiese abwechslungsreich zu gestalten. Vom verschneiten Wald zur Tundra zu glitzernden Kristallhöhlen und eisigen Klippen macht Hoarfrost Reach durchaus was her.
Alte Monster, neue Tricks
Quelle: Capcom
Die neue Unterart des Pukei-Pukei ist nicht giftig, sondern nutzt heiße Wasserstrahlen zum Angriff.
Dennoch sind wir nicht die ganze Zeit in der Kälte unterwegs, die Handlung von Iceborne entführt uns auch zurück in die "alte" neue Welt. Dort müssen wir zum Beispiel neue Unterarten von bekannten Monstern erlegen und herausbekommen, wieso diese plötzlich aus ihren Löchern kommen. Unser Kampf gegen den Korallen-Pukei-Pukei war richtig hart - statt Gift versprüht die Subspezies mit Hochdruck heißes Wasser aus Rachen und Schweif. Und das tut nicht nur richtig weh, das verpasst uns auch noch den Statuseffekt Wasserpest, der unserer Ausdauer empfindlich zusetzt. Eine weitere Unterart auf unserer Kopfgeldliste ist ein Paolumu, das uns bei einem Treffer einschläfert. Na gute Nacht!
Zwar laufen die Auseinandersetzungen wie in Monster Hunter üblich ab - wir setzen Kombos ein, um empfindliche Stellen der Monster zu beharken, weichen behände aus, wetzen unsere Klingen und freuen uns, wenn wir einen der Giganten endlich ausgeschaltet haben. Es gibt aber Änderungen im Detail! Als neues, praktisches Utensil dient die Klammerklaue, die es uns etwas einfacher macht, uns an Monstern festzupinnen, die Waffen verfügen über ein paar frische Kombos, und das Spurensuchen wurde beschleunigt. Schöne Sache!
Ein Lager in der Wildnis
Auch bei der Gestaltung der neuen Basis Seliana legte Capcom Wert auf Komfort für den Spieler, hier liegen die wichtigsten Anlauforte näher beieinander als etwa in Astera, und einen Aufzug zum Abkürzen müssen wir auch nicht bemühen. Bei der Expedition ins ewige Eis begleiten uns nicht nur bekannte Figuren aus dem Hauptspiel, wir bekommen auch Neuzugänge zu Gesicht. Darunter zum Beispiel die Lehrmeisterin des Chefkochs in Astera, eine beleibte Palico-Dame, deren deftige Gerichte uns für Ausflüge in die Wildnis stärken.
Quelle: Capcom
Seliana heißt eure neue Basis im Schnee. Sie ist etwas praktischer aufgebaut als Astera.
Mit vollem Magen begegnen wir auf einer Expedition in die Raureif-Weite zwei Kreaturen, die Spielern in Monster Hunter World bereits ordentlich unter Druck gesetzt haben: Anjanath und Tobi-Kadachi. Letzterer kommt in Iceborne als eine Subspezies des in World neu eingeführten Untiers vor und setzt auf Gift- statt auf Elektroattacken. Sein Schweif ist gespickt mit Stacheln, die uns bei Berührung krank machen - und verschießen kann der Viper Tobi Kadachi seine toxische Munition auch noch!
Den Anjanath hingegen beobachten wir lieber zunächst einmal aus der Ferne, schließlich sind wir zu diesem Zeitpunkt der Spielsession noch nicht in der Lage, Unterstützung per SOS-Feuerwerk herbeizurufen. Anders als sein feuerspeiender Verwandter aus dem Uralten Wald generiert der Fulgur Anjanath mit einem besonderen Organ Elektrizität.
Gar kein dünnes Eis
Iceborne bietet mehr vom bewährten Spielprinzip mit einer liebevoll gestalteten, großen Umgebung. Vor den bekannten Problemchen des Hauptspiels ist freilich auch die Erweiterung nicht gefeit, etwa von Kameraproblemen und Clipping-Fehlern, die den eindrucksvollen Schauwert der hervorragend animierten Monster ein wenig reduzieren.
Bildergalerie
Der Grind-lastige und Bosskampf-fokussierte Spielablauf ist auch in Iceborne Kern des Erlebnis, wer daran kein Interesse hat, wird auch mit dem großen Add-on nicht warm werden. Doch für all die anderen wird hier wirklich viel geboten, und obwohl wir fünf Stunden in den Raureif-Weiten verbrachten, kratzten wir bislang nur an der Oberfläche. Und so liegt es nicht nur an der Bullenhitze draußen, dass wir am heißesten Tag des Jahres unsere Spielstation mit Monster Hunter Iceborne gar nicht mehr verlassen wollen.
