Das offizielle Spiel der MotoGP-Saison geht an den Start: MotoGP 25 kann größtenteils überzeugen, hat aber auch eine große Baustelle.
Meistens bin ich in Videospielen auf vier Rädern unterwegs, aber zwischendurch darf's auch die MotoGP-Reihe sein. Das letzte Mal, dass ich einen Titel der Marke so richtig auf Herz und Nieren getestet habe, ist aber dennoch schon ganze drei Jahre her. Deswegen war ich natürlich gespannt, was sich seitdem getan hat.
Der Umfang überzeugt direkt, denn es gibt zu den üblichen drei Klassen nochmal einen kleinen Happen obendrauf. Außerdem erhält das Rennspiel durch die Unreal Engine 5 ein ordentliches Grafik-Upgrade. Und auch viele kleine Verbesserungen finden einen Weg in MotoGP 25 (jetzt kaufen 25,99 € ). Umso ärgerlicher, dass eine alte, nervige Schwäche nach wie vor vorhanden bleibt und meine Laune immer wieder sinken lässt.
Wie viel Umfang steckt drin?
Die MotoGP ist vergleichbar zur Formel 1 und kann getrost als Königsklasse auf zwei Rädern bezeichnet werden. Wie in den letzten Jahren gibt's mit MotoGP 25 wieder das volle Umfangpaket der offiziellen Motorrad-WM.
Mit am Start sind alle Strecken, alle Teams und alle Fahrer der aktuellen Saison. Ich darf also unter anderem auf der neuen Piste in Ungarn meine Runden drehen und auch der Große Preis von Tschechien in Brünn feiert sein Comeback.
Für deutsche Fans ist außerdem der Sachsenring mit von der Partie. Neben den originalen Strecken sind auch die realen Fahrer mit an Bord. Ich trete also gegen Marc Marquez, Jorge Martin und Fabio Quartararo an und kämpfe mit ihnen um Positionen und am Ende des Tages den Weltmeistertitel.
Wie in den Vorjahren gibt's dazu noch die Nachwuchsklassen der Moto 2 und Moto 3, in denen die Talente der Zukunft an den Start gehen. Im Karrieremodus kann ich mich also von der Nachwuchshoffnung zum Motorrad-Superstar mausern.
From Zero to Hero
Im Karrieremodus bleibt mir sogar die Wahl, ob ich ganz unten in der Moto 3 anfangen oder mich direkt auf eines der hochmotorisierten MotoGP-Biester schwingen will. Zunächst erstelle ich einen Fahrer und wähle einen Rennstall aus, und während meiner Saison versuche ich mit bestimmten Entscheidungen, mein Team voranzubringen. Nach jedem Rennen kann ich beispielsweise meinem Ingenieur Bescheid geben, wenn mir irgendetwas an meinem Motorrad nicht gepasst hat.
Von den kurzen Sequenzen dabei bin ich kein Fan, aber das machen Spiele wie EA Sports FC und F1 nicht besser. Solche unvertonten Interviews oder Nachbesprechungen braucht wirklich niemand.
Aber egal, zumindest die Leistung meines Mopeds bekomme ich dadurch verbessert. Ich lege dabei auch fest, ob mein Team eher am Motor oder am Rahmen schrauben soll, um mich in der Startaufstellung nach vorn zu bringen. Es hat also zumindest einen guten Zweck, ist aber trotzdem eher rudimentär eingebunden.
Quelle: Milestone
Das Beziehungssystem zu den anderen Piloten erweitert sich im Karrieremodus ebenfalls. Ich kann auf Social-Media-Statements der anderen Fahrer positiv oder negativ antworten, wodurch sich ihr Verhältnis zu mir verändert. Auf der Strecke wird mir das anhand von Smiley-Symbolen über den Motorrädern angezeigt. Was ich ziemlich cool finde: Nach jeder Saison gibt's auf dem Fahrermarkt Veränderungen. Manche Widersacher wechseln das Team, manche steigen sogar eine Klasse auf - wie in der Realität eben auch. Das macht die Karriere nochmal deutlich dynamischer.
