Mud TV im Gamezone-Test

Test Jonas Küßner

Ein solides Management-Spiel, das leider in vielerlei Hinsicht Punkte liegen lässt und an einer höheren Wertung vorbeisaust.

Selbst ist der Mann...

Mud TV Mud TV Hat man in den ersten Tagen genug Geld erwirtschaftet, kann man dieses in die Infrastruktur seines Studios investieren. So kann man diverse Räume aus dem Boden stampfen, die alle eine bestimmte Auswirkung oder Funktionen haben, die Kaffeeküche hält etwa die Mitarbeiter bei Laune, nach Bau des Großraumbüros hingegen kann man weitere Leute einstellen. Die braucht man in der Folge, um eigene Sendungen zu produzieren und nicht mehr abhängig von den vorgefertigten Inhalten zu sein, welche einem von der Konkurrenz vor der Nase weggekauft werden können. Hat man erst einmal Autorenraum, Studio und so weiter, kann man Darsteller, Regisseure, Drehbuchschreiber und Konsorten einstellen, um fleißig an eigenen Sendungen zu werkeln. Jeder der Mitarbeiter hat dabei bestimmte Attribute wie Ausstrahlung, Kreativität oder Humor, die jeweils Vor- und Nachteile bei einem bestimmten Job haben, sich auf die Qualität einer Sendung (jedes Format kann eine Wertung von einen bis sechs Sternen aufweisen) und auf die Geschwindigkeit der Produktion auswirken.

Daneben gibt es mit Forschung und Sabotage noch weitere Investitionsmöglichkeiten, die sich auf lange Sicht als lohnenswert erweisen können. So kann man nach dem Erforschen Räume billiger bauen lassen, Mitarbeiter schneller arbeiten lassen oder gar einen zweiten Sender gründen; die fiesen Leute unter uns können mit lauter Heavy Metal-Musik oder einem Feueralarm die Produktion des Konkurrenzsenders lahm legen.

Mud TV Mud TV Wie für eine Wirtschaftssimulation üblich, darf man sich auch den einen oder anderen Statistikbildschirm zur Gemüte führen und einsehen, bei welcher Zielgruppe man an Image gewonnen oder verloren hat, wie es um die Finanzen steht oder wie es um die allgemeine Zuschauerquote bestellt ist. Zudem wird an jedem Tag eine Sendung eines bestimmten Genres mit einem hoch dotierten Preis ausgezeichnet, aufpassen sollte man hingegen auf das Verbot einer bestimmten Sendung. Diese Untersagungen ändern sich Tag für Tag, was sich zum Teil hektisch auf die Planung des eigenen Programms auswirkt, und sorgen für saftige Geldbußen, falls man sich doch für eine Ausstrahlung entscheidet.

Mud TV Mud TV Ferner hat man im mitgelieferten Editor die Möglichkeit, eigene Schauspieler und Sendungen in das Spiel zu integrieren und das Zuschauerherz mit den persönlichen Lieblingsinhalten zu füllen. Dabei lassen sich schnell über verschiedene Regler und Felder Attribute zuweisen und Namen vergeben, sodass man selbst erstellte Inhalte in sekundenschnelle einbinden kann. Wirklich nötig ist dies jedoch nicht, schließlich parodieren die bereits in M.U.D. TV enthaltenen Programme und Akteure in humorvoller Art bekanntes aus Film und Fernsehen.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Mud TV Mud TV Graphisch präsentiert sich M.U.D. TV in einer liebevoll gestalteten 3D-Comicgrafik, die zwar kaum noch jemanden beeindrucken wird, aber einen Großteil zur stimmungsvollen Atmosphäre im Sender beiträgt. Die ausgestrahlten Sendungen lassen sich gar über einen aufklappbaren Fernseher mitverfolgen, wenn auch sich diese aus Endlosschleifen kurzer Filmsequenzen zusammensetzen. Von der Präsentation der Kampagne hingegen hätte man etwas mehr erwarten können, ein unmotivierter Sprecher im Off kommentiert dabei wenige aneinandergereihte Zeichnungen, Ingame wird man von langweiligen Texten begrüßt und in die Thematik der Missionen eingeführt. Auch die musikalische Untermalung lässt eher zu Wünschen übrig und berieselt den Spieler mit eher emotionslosen Stücken, die Soundeffekte sind zwar gut erkennbar, überschneiden sich aber teilweise.

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