Napoleon: Total War im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Auch der neueste Teil der Total War Saga hält wieder dutzende Stunden Spielspaß für Hobbystrategen bereit!

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Das grafische Highlight und gleichzeitig auch die spielerisch größte Herausforderung sind wieder Seeschlachten. Das Wasser ist (mal wieder) atemberaubend, grafisch sehr aufwendig dargestellt und in liebevollster Kleinarbeit animiert. Die Wellen, auf denen sich das Sonnen- oder Mondlicht hübsch wiederspiegelt, brechen sich realistisch am Schiffsrumpf unserer Kähne und auch sonst hat man viel Arbeit in den Realismus gesteckt. Gesteuert werden die Schiffe, ähnlich wie die Landeinheiten, mit dem rechten Mausklick oder manuell durch Vorgabe von Drehwinkeln und Segelstellungen. Wie die Artillerie auf dem Land bietet auch ein Schiff verschiedene Sorten an Schussmodi. So ist ein Kettenschuss dazu gedacht, die Masten des Gegners wegzuschmettern, woraufhin dieser unbeweglich in den Weiten des Ozeans dümpelt. Eine normale Kanonenkugel richtet vor allem Schaden an der Außenhülle an und bringt Schiffe zum sinken. Schrotmunition hingegen lohnt wieder auf kurze Distanz, so kann die Besatzung eines Schiffes von Deck gefegt werden, was einerseits die Effizienz und andererseits die Moral der beschossenen Nussschale senkt.

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Wer scharf auf Physik und Realität ist, wird übrigens an Seegefechten einen Narren fressen. So ist Kanonenfeuer exakt berechnet und wird, ebenso wie bei Landgang, in bestimmten Winkeln von der Wasseroberfläche abprallen und so eventuell weiteren Schaden anrichten. Empire weiß mit wundervollen Animationen auf den Schiffen selbst aufzuwarten, so fallen nach dem Kettenbeschuss die Masten der Schiffe ins Meer und hinterlassen dort reichlich Treibgut. Die neuen Partikeleffekte greifen natürlich auch in den Seegefechten und lassen Schiffe in wunderhübschen volumetrischen Qualm verschwinden, hat man mal eine volle Breitseite abgegeben. Selbst Feuer breitet sich auf den Schiffen physikalisch korrekt aus und kann, wenn Schiffe sich zunahe kommen, übergreifen.

Multiplayer oder Single-Multiplayer?

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Neben den bereits aus Empire bekannten, relative gängigen Multiplayer-Modi, trumpft Napoleon: Total War mit einem recht neuartigen Modus auf. So kann man in den Einzelspieler-Kampagnen jederzeit den Online Drop-In aktivieren, wodurch, wenn gerade verfügbar, ein realer Mitspieler die Gegnerseite in einer Schlacht übernimmt. Das klappt relativ gut und kann mit wenigen Klicks entweder aus- oder angeschaltet werden oder beispielsweise auf die Steam-Freunde eingegrenzt werden.

Meinung

Wertung zu Napoleon: Total War (PC)

Wertung:

8.8 /10
Pro & Contra
Grafisch eine PrachtSuchtpotential vorhandenbietet fast endlose Spielzeit wegen europaweiter Endloskampagneinteressante Story mit bekannten Akteurentoller Wechsel zwischen Runden- und Echtzeitmodusgelungene Vertonungabwechslungsreiches Gameplay, das zwischen Rundenstrategie und Echtzeitstrategie wechselt
Macken bei Steuerung und Positionierung der Einheitenunerklärliches Verhalten wegen Ausfällen der Wegfindungs-KIAktivierung per Steam und Nutzungszwang des Online-PortalsSound-Effekte in Schlachten wiederholen sich zwangsläufig
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