Napoleon: Total War im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Auch der neueste Teil der Total War Saga hält wieder dutzende Stunden Spielspaß für Hobbystrategen bereit!

Napoleon ist tot, lang lebe Napoleon!

Napoleon: Total War Quelle: www.sega.com Napoleon: Total War Armeen und Flotten stehen, macht man das nötige Kleingeld locker, Generäle oder Admiräle vor. Napoleon kann so etwa immer mit seinen Truppen mitreisen und sorgt unter den Kämpfern für ein Mehr an Moral und Zusammenhalt. Einen Anspruch auf die absolute historische Korrektheit kann man hier natürlich nicht erheben, Schlachten können im Spiel immerhin anders enden, als vor 200 Jahren und was nur, wenn Napoleon stirbt?? Keine Panik, die Kampagne wäre in diesem Fall nicht beendet, Napoleon würde lediglich "verwundet" heimkehren und kann fortan nicht mehr zu Felde ziehen. Erst im nächsten Kampagnenabschnitt "genest" der Grande General wieder und steht der Truppe zur Verfügung.

Stadtplanung, -ausbau und Rekrutierung

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Eroberte und gegründete Städte können, ebenso wie Ressourcen-Punkte (Bauernhöfe, Felder, Minen, etc), ausgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. So lohnt sich in gefährlichen Gegenden beispielsweise der Mauerausbau zur Festung, wodurch Steinwälle feindliche Einheiten aufhalten sollen. Ausgebaute Gebäude erlauben dabei immer die Ausbildung unterschiedlicher Truppengattungen, andere Bauten haben wiederum Einfluss auf das städtische Leben und die Zufriedenheit der Bewohner. Um hier Dynamik ins Spiel zu bringen sind bebaubare Flächen in Städten begrenzt, bis zu vier Slots können so mit Gebäuden bepflanzt werden. Doch Boni haben auch außerhalb der Landesgrenzen noch Einfluss, je größer das eigene Gebiet wird, umso hochkarätiger wird auch die Armee oder die Zufriedenheit der Bevölkerung. Um dem Spieler außerdem einen Anreiz zur Expansion zu bieten und auch ein wenig an die Hand zu nehmen, hält die Kampagne Missionen bereit, die mit Gold, Ressourcen, Einheiten oder Macht belohnt werden.

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Hat man genug von Napoleon und auch die anderen Kampagnen durch, kann man sich entweder in historische Schlachten werfen und sich an diesen speziellen Karten, deren Terrain nicht aus einem Zufallsgenerator kommen, versuchen oder direkt eine Art Endlosspiel starten. Wer es übrigens ganz besonders schwer mag und der Gegner-KI nicht so recht über den Weg traut, kann übrigens Drop-In Gefechte aktivieren. Sobald es dann in eine Echtzeitschlacht geht, sucht sich das System einen Online-Gegner aus und schmeißt die beiden gemeinsam aufs Feld - eine wirklich coole Erweiterung!

Grafisch leicht aufpoliert

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Richtig ins Schwitzen kommt die Engine natürlich nicht auf der Kampagnenkarte, sondern viel eher auf dem Echtzeit-Schlachtfeld, auf der sich auch diesmal wieder bis zu 10.000 Einheiten die Köpfe einschlagen. Ein wenig gefeilt hat man an der Grafik schon, dass muss man den Jungs von Creative Assembly lassen, jedoch fallen diese aufgehübschten Partikel-, Rauch- und Explosionseffekte nur auf, wenn man eine entsprechend starke Hardware am Start hat, die das auch noch flüssig darstellen kann. Ansonsten bietet sich uns ein relativ altbekanntes Bild: In hübschen Animationen und verschiedenen Zoomstufen stehen sich reihenweise Einheiten gegenüber und schießen aufeinander... Einfallsreich war man in der Zeit ja nicht gerade, was Kriegsführung anging.

Napoleon: Total War Napoleon: Total War Wie gewohnt sind Einheiten mit einem Rechtsklick positionierbar, hält man diesen gedrückt und zieht ihn in die Länge kann man die Formation seiner Einheiten zudem selbst bestimmen. So ist es ratsam, eine Reihe Musketenschützen möglichst breit aufzustellen, da Kämpfer in der zweiten oder gar dritten Reihe nicht feuern können. Doch obwohl diese einfache Steuerung bisher immer gut funktionierte und ein Taktikgefühl sondergleichen vermittelte, hat man mal wieder gepatzt. Denn häufig tun die Einheiten nicht das, was der Spieler ihnen befiehlt. Vor allem auf Anhöhen, hügeligem Gelände oder Objekten im Boden wie Steinen verstreut sich die Gruppe unweigerlich und wird zu einem kaum kontrollierbaren Haufen. Auch scheint man mit der Wegfindungs-KI große Probleme zu haben, nicht selten gehen Einheiten so den längsten vorstellbaren Weg oder gruppieren sich abseits des Schlachtfeldes neu, um dann erst anzugreifen - kostbare Sekunden und Minuten wenn es um den Sieg geht! Diese Kleinigkeiten gehen dem Spieler zwar schnell ins Blut über, sodass man auch eingreifen kann, ärgerlich ist es dennoch, denn allein lassen kann man seine Krieger kaum mit einer Aufgabe.

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