Ninja Gaiden 4 Review: Der Schwierigkeitsgrad

Test Yannik Cunha
Ninja Gaiden 4 Review: Der Schwierigkeitsgrad
Quelle: PC Games

Was passiert, wenn einer der erfolgreichsten Action-Game-Entwickler jemals eine der erfolgreichsten Action-Serien jemals in die Hände bekommt? Richtig, Ninja Gaiden 4. Ob Platinum Games die Serie wiederbeleben konnte, verraten wir euch!

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Upgrades

Das war es aber noch gar nicht an Optionen fürs Gameplay! Denn mit verdientem Geld von Nebenmissionen und erlegten Gegnern kann sich Yakumo beim Händler sogar noch mehr Fähigkeiten kaufen. Die können wir dann mit allen Waffen verwenden. Dazu gehören bestimmte Movement-Möglichkeiten, ein paar Angriffe, aber auch defensive Manöver wie der Perfect Block!

Yakumo kann zwar austeilen wie ein Großer, aber einstecken ist eher nicht so sein Ding. Deswegen bekommt ihr einen riesigen Haufen an Optionen, um gegnerischem Schaden entgegenzuwirken - die fast alle auf einer Taste liegen!

Pull my Ninja-Trigger!

Der R2/RT-Knopf in Ninja Gaiden 4 (jetzt kaufen 29,17 € / 62,99 € ) ist wohl das wichtigste Tool, das ihr an die Hand bekommt. Haltet ihr den Knopf gedrückt, blockt der Ninja ganz einfach, inklusive Perfect-Block-Mechanik. Auf der Taste liegt aber auch das Ausweichen, natürlich wieder mit Perfect-Dodge-Mechanik. Dazu lenken wir ganz einfach noch in eine beliebige Richtung.

Außerdem bekommen wir auch noch Paraden, wenn wir im gleichen Moment wie ein Gegner mit unserer Klinge zuschlagen. Das sind die grundlegenden Abwehr-Mechaniken, aber weil das Gemetzel niemals aufhören soll, haben wir natürlich auch noch Konter.

Auch die Gegner haben stets interessante Designs. Quelle: PC Games Auch die Gegner haben stets interessante Designs. Aber nicht nur einen, sondern mehrere pro erfolgreich ausgeführter Abwehrmöglichkeit. Die einen teilen massiven Schaden aus, andere machen uns kurz unverwundbar, sind dafür aber ein wenig schwächer. Es ist immer ein Abwägen, welche Methode des Gegenangriffs ich verwenden will. Das Wichtigste dabei ist aber: Das alles passiert flüssig und Yakumo fühlt sich unglaublich reaktiv an.

Die brutal hohe Geschwindigkeit des gesamten Spiels sorgt dafür, dass so ein Dodge nur einen Bruchteil einer Sekunde benötigt. Es fühlt sich nicht wirklich so an, als würden wir einen defensiven Spielstil einnehmen, da wir im Endeffekt trotzdem durchgehend draufhauen.

Wie ihr seht, gibt es in Ninja Gaiden eine Menge Optionen. Die haben sogar mich, als eingefleischten Hack & Slash-Fan, erst einmal überfordert und ich musste viele Tode sterben, bis ich das Gefühl hatte, das Spiel wirklich verstanden zu haben. Aber sobald ich diesen Punkt erreicht hatte, wollte ich gar nicht mehr aufhören zu spielen.

Ich war nicht mehr erschlagen von Optionen - und Gegnern - sondern hatte einfach nur Bock darauf, besser in dem Spiel zu werden. Und dafür gibt es gefühlt unendlich Raum. Wer Lust auf Optimierung hat, gerne Combos baut, Highscores jagt und sich tief in ein Kampfsystem einarbeitet, wird mit Ninja Gaiden 4 auf jeden Fall seinen Spaß haben.

Das hört sich jetzt an wie der reinste Splatter-Traum, der wird aber erst dann Realität, wenn wir das Spiel gemeistert haben. Und, oh Junge, das ist gar nicht einmal so einfach - nicht nur wegen der Flut an Optionen, sondern weil Ninja Gaiden ... halt einfach Ninja Gaiden ist.

Ein Club-Level darf natürlich nicht fehlen. Quelle: PC Games Ein Club-Level darf natürlich nicht fehlen.

Geschwindigkeit und Schwierigkeit

Auch der vierte Teil der Serie bleibt nämlich seiner Tradition treu und hat den Schwierigkeitsgrad ordentlich aufgedreht. Das liegt zu großen Teilen an der eben erwähnten Geschwindigkeit. Denn nicht nur mein Ninja-Edgelord bewegt sich mit einem Affenzahn über das Schlachtfeld, sondern auch die Gegner. Die stehen mir eigentlich in nichts nach und verhalten sich auch ähnlich aggressiv, wie es von mir erwartet wird.

Das sorgt dafür, dass ich bei den Gegnermassen immer einen Überblick über jeden einzelnen Feind behalten muss. Die kündigen ihre Attacken aber zum Glück immer mit Animationen an und auch Sounds helfen dabei, Angriffe voraussehen zu können. Aber selbst mit dieser Hilfe ist es nicht einfach, immer jede Attacke kommen zu sehen - und wenn dann eine trifft, kostet mich das in den meisten Fällen einen ordentlichen Teil meines Lebensbalkens.

Besonders nervig sind hierbei aber die Fernkämpfer. Fast jede Begegnung beinhaltet Gegner, die aus der Ferne angreifen. Das ist nervig und soll es wohl auch sein, also wäre hier die einfachste Taktik, zuerst diese Fernkämpfer in ihre Einzelteile zu zerhacken.

Die Boss-Finisher sehen immer mega-spektakulär aus. Quelle: PC Games Die Boss-Finisher sehen immer mega-spektakulär aus. Leider macht uns da immer wieder das Lock-On einen Strich durch die Rechnung. Ich verstehe auch nach über 20 Stunden nicht, wie das Anvisieren wirklich funktioniert. Gefühlt ist es immer ein Münzwurf, ob ich jetzt den Gegner anvisiere, den ich will, oder einen völlig anderen. Bei fliegenden Gegnern wird das besonders schlimm.

Die lassen sich manchmal nicht einmal anvisieren, wenn ich direkt unter ihnen stehe und auch nicht, wenn ich die Kamera direkt auf sie halte. Bei einem Spiel, bei dem es oft wichtig ist, die richtigen Gegner zuerst auszuschalten, ist das schon ziemlich ätzend. Vor allem, weil diese fliegenden Feinde gerne einmal meinen halben Lebensbalken innerhalb kürzester Zeit wegballern - so wie alles andere in dem Spiel eigentlich auch, vor allem die Bosse.

  1. Seite 1 Die Handlung von Ninja Gaiden
  2. Seite 2 So wird gekämpft!
  3. Seite 3 Upgrades, Optionen und Schwierigkeit
  4. Seite 4 Unsere Wertung und der Endgame-Content
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