Octopath Traveler 0 im Test: Exzentrische Dramatiker, mehrköpfige Wesen - alles da!
Test
Octopath Traveler 0 führt die bekannte HD-2D-Reihe von Square Enix fort und kombiniert gutes Storytelling mit einem flexiblen Klassensystem und abwechslungsreichen Kämpfen. In unserem Test verraten wir euch alles, was ihr wissen müsst.
Octopath Traveler 0 ist der neue Ableger der bekannten JRPG-Reihe von Square Enix, mal wieder im wunderschönen HD-2D-Stil, der den ach so typischen Pixel-Look der Serie mit moderner Beleuchtung kombiniert. Und so fühlt man sich schon nach wenigen Minuten wie in einem spielbaren Bilderbuch - irgendwie nostalgisch, aber gleichzeitig auch etwas Neues.
In diesem Artikel
Ein tragisches Schicksal
Direkt zu Beginn dürfen wir zum ersten Mal in der Geschichte von Octopath Traveler unseren eigenen Protagonisten komplett selbst erstellen. Das wirkt auf viele vielleicht wie ein kleines Feature, hat aber einen enormen Einfluss auf das Spielgefühl, da wir uns direkt mehr wie ein Part dieser Welt fühlen. Von einzelnen Gesichtsmerkmalen, Haarfarbe und -schnitt bis zur eigenen Stimme lässt sich alles anpassen.
So starten wir also nicht einfach nur mit einem fertigen Charakter, sondern mit jemandem, durch den wir uns selbst darstellen können. Die verschiedenen Optionen, die uns hier geboten werden, haben uns persönlich gut gefallen.
Die Geschichte unseres Protagonisten beginnt im Heimatdorf Wishvale, einem kleinen, friedlichen Ort, der sich mit der unbeschwerten Atmosphäre und den Bewohnern sofort wie ein Zuhause anfühlt.
Während einige kleine Aufgaben für unsere Nachbarn oder die eigene Familie erledigt werden, lernen wir als Spieler auch Stia und Phenn kennen - zwei unserer engsten Vertrauten. Wir sollen dabei helfen, die letzten Vorbereitungen für den sogenannten Day of Reverence zu treffen. So lernen wir auch unsere Umgebung schon mal ein bisschen besser kennen und werden immer vertrauter mit der Gegend.
Leider hält unser Glück nicht lange. Während der Feierlichkeiten, die eigentlich ein fröhlicher Moment sein sollten, wird das Dorf völlig unerwartet angegriffen. Innerhalb kürzester Zeit geht unser bereits liebgewonnenes Wishvale komplett in Flammen auf. Aber nicht nur das: Unsere Bekannten sowie die engste Familie werden brutalst niedergemetzelt.
Quelle: Square Enix
Das war's mit unserem gemütlichen Dorf ... Dir zahlen wir es noch heim, Tytos!
Der Protagonist, Stia, Phenn und Laurana (eine weitere Freundin innerhalb des Dorfes) entkommen der Katastrophe nur knapp. Phenn und Laurana beschließen jedoch, zurückzukehren, um vielleicht weitere Leben retten zu können. Wir selbst bringen uns mit Stia in Sicherheit, von den anderen beiden fehlt später jede Spur.
Nachdem einige Zeit vergangen ist, beschließen wir, mit Stia nach Wishvale zurückzukehren - zumindest zu dem, was noch davon übrig ist. Das Ziel ist es, unser Heimatdorf wieder neu aufzubauen und dem schweren Schicksalsschlag so zu trotzen.
Dieser Moment bildet den Ausgangspunkt für die gesamte Handlung. Denn von hier an reisen wir durch den Kontinent von Orsterra, um Verbündete zu finden, Materialien zu sammeln und neue Bewohner für das zerstörte Dorf zu begeistern.
Master of...?
Jedoch gibt es da noch ein anderes Motiv: Rache. Rache an den Personen, die für den Angriff auf Wishvale und die darauffolgende Tragödie verantwortlich sind. Und die richtet sich gegen die drei prominenten Antagonisten des Spiels: Kommandeur Tytos, Lady Herminia und den berühmten Dramatiker Auguste.
Sie verkörpern Macht, Reichtum und Ruhm. Jeder der drei besitzt eine eigene Questline: Master of Power, Master of Wealth und Master of Fame. Auch wenn wir uns anfänglich für eine der Quests entscheiden müssen, können wir sie danach beliebig wechseln. Das Spiel zwingt uns nicht, in einer bestimmten Reihenfolge vorzugehen, und wir können jederzeit da weitermachen, wo wir gerade am meisten Lust draufhaben.
Letztendlich sollen aber alle drei Handlungsstränge abgewickelt werden, nur so könnt ihr in den nächsten Teil der Geschichte fortschreiten. Danach warten nämlich noch weitere Quests auf euch, die gerade nur so darauf brennen, von euch gespielt zu werden.
Kindlers of the Flame
Parallel dazu gibt es außerdem noch die Kindlers-of-the-Flame-Questline, die sich voll und ganz auf den Wiederaufbau von Wishvale konzentriert. Je mehr wir hier erledigen, desto stärker profitierten wir im Verlauf des Spiels davon. Also vergesst nicht, ab und an auch mal wieder nach Hause zurückzukehren, auch wenn es nur darum geht, zu gucken, wie es denn dem neu angepflanzten Brokkoli geht.
Das Bausystem innerhalb von Wishvale scheint liebevoll konzipiert und macht das Dorf nur noch einzigartiger - und irgendwie auch noch ein Stück mehr wie unsere Heimat. Schließlich können wir entscheiden, wie das Dorf aufgebaut ist, wo wie dekoriert wird und natürlich auch, wer wo wohnt.
Quelle: PC Games
Mit dem neuen Bausystem könnt ihr Wishvale komplett neu definieren und euren Vorstellungen anpassen.
Mehr wollen wir euch jetzt aber noch nicht erzählen, das gilt es für euch selbst herauszufinden. Was wir euch aber schon verraten können, ist, dass uns die Story echt gut abgeholt hat. Sie zieht einen direkt mitten ins Spielgeschehen und lässt so schnell auch nicht mehr los, vor allem da es doch einige Plot-Twists zu erwarten gibt. Auf der nächsten Seite lest ihr mehr über das Kampfsystem und die verschiedenen Klassen.
