Octopath Traveler 0 hat uns einiges zu bieten, wenn es ums Kampfsystem geht. Außerdem gibt es auch jede Menge verschiedener Klassen.
Das Kampfsystem: Runden, Breaks und viel Spaß
Spielerisch baut Octopath Traveler 0 (jetzt kaufen 53,09 € ) auf den bereits bekannten Mechaniken der Vorgänger auf, erweitert sie aber um einige clevere Details. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und drehen sich um das Brechen von Schildern der Gegner.
Jeder Feind besitzt spezifische Schwächen gegenüber bestimmten Waffen oder Magiearten. Treffen wir diese Schwächen, sinkt der Schildwert und der Gegner wird nach dem Bruch für eine Runde handlungsunfähig.
Und genau hier entfaltet das Spiel seine taktische Tiefe, denn die Auswahl der Waffen und Fähigkeiten im Team entscheidet darüber, wie schnell wir die Verteidigung unseres Gegenübers durchbrechen können - aber dazu später mehr.
Ein wichtiges Element sind Battle-Punkte (BP). Jedes Teammitglied erhält pro eigenem Angriff einen BP, der sich auf bis zu fünf Punkte ansammeln kann. Mit diesen BP lassen sich Angriffe verstärken oder mehrfach Treffer auslösen, was wiederum enormen Schaden verursachen kann - besonders bei Gegnern, deren Schild bereits durchbrochen wurde.
Quelle: PC Games
Die Gegner, denen man in der Wildnis begegnen kann, haben es echt in sich. Und cool aussehen tun sie auch!
Dazu kommen auch noch Skill-Punkte (SP), die sozusagen wie Mana funktionieren. Sie bestimmen, wie oft wir spezielle Attacken oder Zauber anwenden können. Sind die SP leer, bleibt nur noch der normale Angriff übrig, außer natürlich wir haben die richtigen Items dabei - die können unsere SP nämlich auch regenerieren.
Innerhalb der Kämpfe finden wir uns mit bis zu acht verschiedenen Charakteren wieder. Die sind in eine Frontline und eine Backline aufgeteilt.
Während die Frontline aktiv kämpft, regeneriert die Backline langsam Leben und BP. So lohnt es sich strategisch oft immens, Charaktere auch nach hinten zu schicken, um das volle Potenzial aller zu nutzen.
Die Kämpfe können eigentlich so ziemlich überall auftreten, sobald wir die Stadttore hinter uns lassen. Und das auch gegen allerlei verschiedene Gegner - egal ob überdimensionale Frösche mit Speeren, riesige mehrköpfige Schlangen oder einfach nur ein moosüberwachsenes Schwein.
Und auch die stärkeren Feinde, denen wir innerhalb der Storyquests begegnen, haben es mächtig in sich, designtechnisch und in Bezug auf ihren Schaden.
In diesen Kämpfen spielt auch Schnelligkeit eine Rolle. Je mehr eine Figur davon hat, desto öfter darf sie angreifen. Wenn also Debuffs mit verlangsamter oder erhöhter Schnelligkeit gewirkt werden, kann sich die Reihenfolge der Angreifer ändern.
Klassen - für jeden was dabei
Und wie bereits zuvor erwähnt, gibt es auch bei der Teamzusammensetzung so einiges zu beachten: Es gibt nicht nur acht Plätze innerhalb des eigenen Teams, sondern auch acht verschiedene Klassen, denen unsere Mitstreiter angehören.
Dazu gehören Krieger, Jäger, Apotheker, Händler, Kleriker, Gelehrte, Tänzer und Diebe. Jede dieser Klassen hat ihre eigenen Vorteile, Nachteile und Waffentypen.
Die Krieger bilden ein robustes Rückgrat innerhalb der bunten Truppe. Sie schwingen Schwerter oder Speere, halten mehr aus als fast jede andere Klasse und sind besonders gut darin, einzelnen Zielen großen Schaden zuzufügen. Einige ihrer Fähigkeiten konzentrieren sich außerdem darauf, sich selbst kurzfristig zu stärken, um die Gegner in der nächsten Runde noch härter zu treffen.
Die Jäger sind im Gegensatz dazu deutlich fragiler, aber dafür umso präziser. Mit Bogen und Axt ausgerüstet, treffen sie zuverlässig, haben eine hohe Chance auf kritische Treffer und können ihre Feinde so schnell ins Schwanken geraten lassen. Zusätzlich haben sie auch einige Attacken, die sogar aus der Backline angefeuert werden können.
Quelle: PC Games
Es gibt ganze acht verschiedene Klassen. Alle davon haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Welche würdet ihr euch aussuchen?
Die Apotheker sind die wohl vielseitigste Klasse überhaupt. Mit mächtigen Wälzern - also Büchern - und Äxten ausgestattet, sind sie weder reine Heiler noch reine Kämpfer, sondern eher ein Mix aus allem. Sie beherrschen Heilfähigkeiten, Buffs, Statusveränderungen und verwenden auch Items sehr effizient. Sie mögen zwar vielleicht nirgends eine absolute Spitzenklasse sein, aber sie sind gute Allrounder.
Die Händler wirken anfangs zwar etwas unscheinbar, entpuppen sich aber schnell als wertvolle Mitstreiter. Mit Speer und Bogen bewaffnet, können sie solide physische Angriffe ausführen, aber ihre wahre Stärke liegt in ihren anderen Fähigkeiten. So können sie beispielsweise BP an andere Teammitglieder weitergeben.
Kleriker sind die typische Heilerklasse des Spiels. Mit einem Stab und Fächer ausgerüstet, sind sie zwar weniger für rohen Schaden zuständig, dafür aber umso besser darin, die Gruppe am Leben zu halten. Ihre Heilzauber, Wiederbelebung und Lichtmagie machen sie vor allem in schweren Kämpfen beinahe unverzichtbar.
Die Gelehrten sind Meister der Elemente. Ausgerüstet mit Wälzern und einem Stab, verfügen sie über mächtige elementare Zauber, mit denen sie einzelne Ziele, aber auch ganze Angreifergruppen ins Schwitzen bringen können. Körperlich sind sie zwar eher schwach aufgestellt, aber das macht dank ihrer magischen Kräfte eigentlich gar nichts.
Tänzer sind die geborenen Supporter. Sie nutzen Fächer und Dolche und glänzen vor allem durch ihre Fähigkeit, das eigene Team zu stärken. Gleichzeitig können sie Gegner auch mit negativen Effekten belegen - und die helfen natürlich dem Rest der Truppe, sie schneller zu besiegen.
Zu guter Letzt gibt es noch die Klasse der Diebe. Diese flinken und wendigen Kämpfer setzen sich mit Schwertern sowie Dolchen zur Wehr. Sie stehlen Items und Geld, legen Gegner mit Debuffs lahm und können mithilfe von Schattenmagie großen Schaden anrichten. Durch ihre erhöhte Angriffsfrequenz sind sie so also ziemliche Selbstversorger, denn auch Leben können sie von den Gegnern abziehen und auf sich selbst übertragen.
Zusammen ergeben die acht Klassen ein abwechslungsreiches System, das geradezu dazu einlädt, neue Kombinationen und Strategien auszuprobieren - besonders, weil manche Figuren sogar Hybridklassen angehören. So zum Beispiel Stia, die wie ein Mix aus Apotheker und Händler fungiert und daher eine Axt und ihre Dolche nutzt.
Quelle: Square Enix
Hier werden gerade neue Fähigkeiten erlernt. Erste Hilfe hört sich doch gar nicht schlecht an, oder?
Der Protagonist selbst muss sich anfangs zwar für eine Klasse entscheiden, kann danach aber auch die anderen Klassen für sich selbst freischalten und beliebig zwischen ihnen hin- und herwechseln.
Am Ende eines jeden Kampfes gewinnt unser Team zehn Job-Punkte (JP). So können neue Fähigkeiten von den verschiedenen Charakteren erlernt werden. Sobald eine Figur alle Skills maximiert hat, kann sie dann mit Hilfe eines Trainingsplatzes in Wishvale eine einzigartige und besonders starke Attacke freischalten.
Es lohnt sich also, am Ball zu bleiben und die eigenen Lieblingskumpanen auf euer Abenteuer mitzunehmen. Uns hat das Kampfsystem insgesamt gut gefallen. Es ist nicht unnötig kompliziert, aber gleichzeitig auch nicht zu einfach - die perfekte Balance. Manche der Gegner schafft man im ersten Versuch und für andere braucht man halt ein bisschen länger. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr über die Grafik, die wenigen Kritikpunkte und unser Fazit.
