Assetto Corsa Rally ist nicht die erste Rallye-Sim. Es gab auch in der Vergangenheit bereits etliche Simulationen und Simcades.
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Richard Burns Rally bleibt einmalig
AC Rally tritt dabei in gewaltige Fußstapfen, denn die letzte richtige Rallye-Sim kam im Jahr 2004 auf den Markt. Richard Burns Rally war ein mutiges Projekt, das in der damaligen Zeit auch ganz schnell hätte scheitern können. Racing-Simulatoren waren äußerst selten, und dann geht es mit dem Titel schließlich auch noch um eine Nische des Motorsports.
Nachdem heute über 20 Jahre nach dem Release aber immer noch über das Spiel gesprochen wird, kann ich aber wohl mit Gewissheit sagen, dass es das Risiko wert war. Assetto Corsa Rally wird nicht mit der Colin-McRae-, Dirt-, oder WRC-Reihe verglichen, sondern mit Richard Burns Rally. Mehr Bestätigung für gute Arbeit gibt es vermutlich nicht.
Es gab mit Colin McRae Rally, Colin McRae Rally 2.0 und Rally Trophy bereits vorher Spiele in dem Kosmos, aber Richard Burns Rally brachte den kompletten Simulationsfaktor ins Genre. Während die anderen Titel Fehler verzeihen, liege ich in der Sim schnell im Graben und muss neu starten. Das kann frustrieren, aber genauso motivieren.
Quelle: PC Games
Wertungsprüfungen auf Schnee sind etwas ganz Besonderes. Meistens kommen solche Etappen nur in der Schweden-Rallye und der Rallye Monte Carlo vor.
Wenn ich mich auf einen realistischen Rallye-Titel einlasse, nehme ich schließlich Rückschläge in Kauf, möchte aber ebenfalls irgendwann Erfolge feiern. Richard Burns Rally ist sogar noch mal eine Ecke schwerer als das aktuelle Assetto Corsa Rally. Sobald ich nur leicht von der Strecke abkomme, wird mein Fahrzeug so unruhig, dass ich schnell einen Abflug hinlege.
Wenn ich jetzt noch bedenke, dass zum Release im Jahr 2004 wohl die wenigsten Leute ein Lenkrad ihr Eigen nennen konnten, merke ich erst, wie speziell der Titel eigentlich ist. Nach wie vor hält die Modding-Szene das Ding übrigens am Laufen, was ebenfalls für den Erfolg spricht.
Quelle: PC Games
Der rötliche Schotter ist berühmt für die Wertungsprüfungen der Australien-Rallye. Er ist deutlich rauher als die Schotteretappen in anderen Austragungsorten.
Rallye-Pros von Codemasters
Einen höheren Bekanntheitsgrad hat die Colin-McRae-Reihe. Die Marke steht mehr für den Mainstream, was eher die große Masse an Motorsport-Fans anlockt. Als Jugendlicher bin ich zum Beispiel Colin McRae Rally 2.0 rauf und runter gefahren.
Bis heute kenne ich manche Etappen auswendig und die Fahrzeuge sind echte Klassiker der Rallye-Historie. Nicht ganz so berühmt wie die brachiale Gruppe B, aber dennoch sind der Ford Focus, der Mitsubishi Lancer und der Subaru Impreza absolute Lieblinge von Rallye-Enthusiasten.
Das Handling der Autos geht dabei mehr in eine arcadige Richtung, das bedeutet aber nicht, dass die Marke Colin McRae anspruchslos ist. Aufgrund des damaligen Erfolgs gibt es außerdem etliche Nachfolger, die ebenfalls von Codemasters entwickelt wurden.
Quelle: PC Games
Colin McRae Rally 2.0 war Anfang der 2000er das beliebteste Rallye-Spiel. Anfänger fanden deutlich leichter Zugang als in Richard Burns Rally.
Nach Colin McRae: DiRT aus dem Jahr 2007 fiel der Name des verstorbenen Rallye-Weltmeisters aus dem Titel und die DiRT-Serie war geboren. Im Jahr 2019 kam mit DiRT Rally 2.0 ein bis heute äußerst beliebtes Spiel auf den Markt, das den Realismusgrad erneut in die Höhe schraubte.
Ein paar mehr Fehler als in Assetto Corsa Rally verzeiht der Titel zwar, kann aber schon getrost als Simulation angesehen werden. DiRT Rally 2.0 ist eine Reise durch die Geschichte der Rallye-Welt. Ich kann mich ans Steuer eines Mini Cooper, eines Audi S1 Quattro und sogar von umgebauten GT4-Wagen setzen.
In den Mittelpunkt rückt außerdem die Meisterschaft der FIA-World-Rallycross-Saison. Auf kurzen, knackigen Rundkursen düsen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig über die Piste und alle Piloten versuchen, die bestmögliche Platzierung einzufahren, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Die Rennen stehen für Spektakel und Nervenkitzel pur.
