In der neuen Folge der PCG Garage kommen Neueinsteiger ins Sim-Racing auf ihre Kosten. Welche Simulation bietet einen guten Startpunkt?
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Der perfekte Einstieg in Automobilista 2
Wie im echten Leben auch ist es ein logischer Schritt, die Karriere im Kart zu beginnen. Viele junge Leute kommen wohl durch die Kartbahn in der Nähe das erste Mal mit Motorsport in Kontakt. Es ist zwar bereits ein teures Pflaster, regelmäßig in die kleinen Flitzer zu steigen, aber gleichzeitig auch ein guter Startpunkt.
Kartsport kommt in den meisten Simulationen allerdings recht kurz. Deswegen fällt die Entscheidung eindeutig für Automobilista 2 aus, denn in der brasilianischen Sim gibt es nicht nur fünf verschiedene Klassen, sondern auch etliche Kartstrecken.
Quelle: Reiza Studios
Mit dem Kart steigen Rennfahrer üblicherweise in den Motorsport ein. Auch virtuell lassen sich die kleinen Flitzer als Einsteigerklasse fahren.
Ich kann dabei mit Karts starten, die ich tatsächlich von klassischen Indoor-Kartbahnen kenne, und mich im Anschluss nach oben arbeiten. Die Unterschiede zwischen einem üblichen 12-PS-Gefährt und dem 250ccm-Super-Kart mit über 90 Pferdestärken fallen gravierend aus, lassen mich aber bereits merken, was in den nächsten Kategorien auf mich zukommt. Das Gute am Kartsport im Sim-Racing ist, dass sogar ich dabei Vergleiche zur Realität ziehen kann. Automobilista 2 bringt das Fahrverhalten der Flitzer sehr gut herüber, führt mich langsam heran und macht zudem riesigen Spaß!
Jede Menge Auswahl in iRacing
Ich könnte nach den Karts einen Zwischenstopp in Assetto Corsa, Assetto Corsa EVO oder Gran Turismo 7 einlegen, um mich mit Straßenwagen ans Limit heranzutasten. Allein für die Erwähnung kann sich ein Ausflug in die drei Titel definitiv lohnen.
Der logischere Weg für meine Motorsportkarriere ist aber eine Nachwuchsklasse im Formelbereich. Das Maß der Dinge stellt hier ohne Zweifel iRacing dar. Die Simulation punktet mit einem äußerst realistischen Handling-Modell, liefert mir spannende Online-Events in der Anfängerkategorie und bietet eine gewaltige Abwechslung.
Quelle: PCG Games
iRacing ist die perfekte Sim für den Formelnachwuchs. Man kann sich langsam auf der Karriereleiter nach oben arbeiten.
Die Formula Vee und die Formula 1600 sind die perfekten Einsteigerfahrzeuge im Formelsport. Habe ich mich in den beiden Klassen zurechtgefunden, kann ich meine Reise über die Formel 4 fortsetzen. Das Besondere an den Nachwuchsserien ist, dass alle Boliden größtenteils Einheitsteile verwenden und das Starterfeld eng zusammenliegt.
Einen aktuellen Wagen der Formel 3 gibt es aus Lizenzgründen zwar nicht, aber mit dem Dallara F3 zumindest ein Fahrzeug der Kategorie aus der näheren Vergangenheit. Keine Simulation auf dem Markt kann iRacing im Formelnachwuchsprogramm das Wasser reichen.
RaceRoom lässt die Muskeln spielen
Ich könnte nun den nächsten Schritt Richtung Formel 2 oder direkt in die Formel 1 wählen, mache aber noch einen Umweg in den Tourenwagen- und GT-Bereich. Falls jemandem die Open Wheeler nicht liegen, braucht es schließlich Alternativen.
Um mich langsam an die hochmotorisierten GT3s heranzutasten, lege ich mit diversen Markenpokalen los. Und in RaceRoom kann ich genau das wunderbar umsetzen. Mir stehen etliche Cup-Fahrzeuge wie der MX5, der Porsche 911, der Audi TT und noch viele weitere zur Verfügung.
Die Autos haben in den meisten Fällen weniger Leistung als Tourenwagen und Fahrzeuge der GT-Kategorie und sorgen aufgrund identischer Technik für hart umkämpfte Events. Leichter Lackaustausch und Windschattenduelle gehören ebenfalls dazu.
RaceRoom ist für solche Wettbewerbe perfekt geeignet und organisiert auch im Multiplayer immer wieder Rennen in dieser Klasse. Genauso sieht es bei meinem nächsten Karrieresprung aus. Tourenwagen-Action ähnelt den engen Markenpokalrennen, mir stehen aber unterschiedliche Fahrzeuge zur Auswahl. Wieder komme ich um RaceRoom nicht herum.
Quelle: PC Games
In RaceRoom geht es besonders in Markenpokalen und Tourenwagen rund. Die Simulation bietet jede Menge Auswahl an fahrbaren Untersätzen.
Im Motorsportbereich stehen mir in der Simulation die verschiedensten Serien zur Verfügung. Die DTM-Saisons der 1990er-, 2000er- und 2010er-Jahre sowie die Super-Touring-Fahrzeuge sind dabei das absolute Highlight.
Das Fahrverhalten macht jede Menge Spaß, da die älteren Tourenwagen noch wenig Technik eingebaut haben und ich außerdem ordentlich über Kerbs räubern darf. Bei den neueren Modellen sieht das dagegen anders aus, die Spannung mindert das aber nicht. Die DTM-Boliden Mitte der 2010er besitzen Traktionskontrolle, ABS in verschiedenen Stufen und ein aus der Formel 1 bekanntes DRS-System. Für Einsteiger ist RaceRoom mit den verschiedenen Fahrzeugkategorien auf jeden Fall geeignet.
