Phantasy Star Portable 2 im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Trotz kleinerer Mankos bringt Sega die altehrwürdige RPG-Reihe wieder auf Kurs. In der Hardware würde aber mehr stecken.

Fortsetzungen von erfolgreichen Spiele-Franchises gehören mittlerweile zum guten Ton eines fast jeden Unternehmens. Leider jedoch bleibt bei einigen dieser Ableger die Qualität auf der Strecke. Gern wird dann vom Hersteller eine weitere Fortsetzung mit den Worten "bei diesem Teil wird alles besser" kommentiert. Und ein solcher Fall ist auch Phantasy Star Portable 2 für Sonys Playstation Portable. Nachdem der Vorgänger-Titel nicht so recht überzeugen konnte, gelobte Sega seinerzeit Besserung und schickte nun Teil Zwei ins Rennen, mit der Hoffnung doch wieder einige Fans für sich gewinnen zu können.

Lange Tradition

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Seit 1988 das erste Phantasy Star für das gute alte Sega Master-System erschien, machte sich die Serie auf den verschiedensten Systemen breit, um in dessen Folge möglichst viele Spieler zu erreichen. Anfangs war an eine Karriere als Online-Spiel absolut nicht zu denken, aber mit dem Erscheinen des Sega Dreamcast wechselte der Schwerpunkt der Serie doch deutlich in diese Richtung. Seit diesem Schritt musste die Serie einige Höhen und Tiefen verkraften und viele Unzulänglichkeiten machten sich in der Serie breit. Wohl mit ein Grund das die Dreamcast-Fassung, erschienen im Jahre 2000 in Japan, zum Kult-Spiel avancierte und auch heute noch als bester Teil der Serie bezeichnet wird.

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Story-technisch schließt der aktuelle Phantasy Star Portable 2 Teil an die Geschichte von Phantasy Star Universe an. Drei Jahre nach der geglaubten Vernichtung von SEED, wartet schon eine neue Gefahr auf die Bevölkerung des Gurhal-Systems. Darum machen sich einige der Bewohner auf den Weg um neue Planeten zu erkunden und damit neue Lebensräume zu finden. Auch ihr als Spieler gehört zu der Gruppe, welche die Planeten erkunden möchte. Doch wie nicht anders zu erwarten, stoßt ihr dabei auch auf vielerlei Gefahren.

Früher war nicht alles besser

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Wer jetzt denkt, dass die Story in ausladenden Sequenzen erzählt wird, irrt leider. Bis auf wenige Ausnahmen wird die ganze Geschichte, wie früher nun einmal üblich, in Standbildern mit Texteinblendungen erzählt. Das schadet der Geschichte zwar nicht, aber es wird von vielen Spielern als sehr anstrengend als auch langweilig empfunden. Ggf. erschwerend kommt für den einen oder anderen noch hinzu, dass sich Sega eine Lokalisierung gespart hat, sodass das ganze Spiel, Texte + Sprachausgabe, in Englisch präsentiert wird. Auch wenn ein sehr einfaches Englisch Verwendung findet, könnte es doch den ein oder anderen vom Kauf abhalten. Was aber noch etwas mehr negativ ins Gewicht fallen könnte ist das viele Bezug nehmen auf vorangegangene Teile der Serie, ohne das diesen weiter beleuchten werden. Gerade für Neueinsteiger ist das mehr als unglücklich gelöst, denn bei sehr vielen Gegebenheiten lässt sich einfach keinen Bezug herstellen, denn selbst auf Rückblenden oder erweiterte Erklärungen wurde gänzlich verzichtet. Daher wird die eigentlich tiefgründige Story allein denen vorbehalten bleiben, die sich auch mit den Vorgängern befasst haben.

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Wie viele andere Rollenspiele heutzutage auch, setzt Phantasy Star Portable 2 ebenfalls auf ein Echtzeit-Kampfsystem. Dieses wurde gegenüber dem Vorgänger etwas erweitert und lässt sich sehr schnell und auch relativ gut beherrschen. Allerdings ziehen Kameraprobleme einen Strich durch die Rechnung! Man merkt leider zu oft, dass dem PSP schlicht ein zweiter Analog-Stick fehlt. Sega versuchte zumindest das Beste daraus zu machen, allerdings ist es nur zur Hälfte geglückt. Als Spieler steht man leider oft vor der Hürde, das man den Analog-Stick des PSP nicht gleichzeitig mit dem Steuerkreuz bedienen kann, wodurch man leider viel zu oft die Orientierung während des Kämpfens verliert, denn das Zielsystem und die Kamera lassen sich mit dieser Steuerungskombination nur schwerlich beherrschen. Eine Option das ggf. in den Einstellungen zu ändern fehlt!

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