Phantasy Star Portable 2 im Gamezone-Test

Test Van_Helsing

Trotz kleinerer Mankos bringt Sega die altehrwürdige RPG-Reihe wieder auf Kurs. In der Hardware würde aber mehr stecken.

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Dafür entschädigt das aber ansonsten verbesserte Handling ein wenig für die missglückte Steuerung. Im Detail offenbaren sich viele kleine Änderungen, die vor allem im Vorgänger sehr bemängelt wurden. So wirkt der Item-Drop dieses Mal deutlich ausbalancierter, so dass man seltene Gegenstände nun schneller erhält. Die erlegten Gegner sind doch um einiges Spendierfreudiger geraten. Sehr interessant gestaltet sich auch das neu hinzu gekommene Ausweichmanöver, welches eine Spur mehr Taktik in die Kämpfe bringt. Klar dürfte natürlich in diesem Zusammenhang sein, dass solche Fähigkeiten auch Opfer verlangen. So verbrauchen Spezial-Techniken sehr viel Photonenenergie, und dies ist ein sehr wertvolles Gut, welches nur gut überlegt verbraucht werden sollte.

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Da es sich trotz aller Echtzeit-Kämpfe bei Phantasy Star Portable 2 um ein Rollenspiel handelt, steht selbstverständlich die Weiterentwicklung der Charaktere klar im Mittelpunkt. Neuerdings dürfen geneigte Spieler ihren Spielfiguren auch Rüstungen anlegen sowie ihre Waffen mit Spezialangriffen bestücken. Damit hat sich das Handling im Kampf deutlich verbessert und das ist auch dringend nötig, denn der Schwierigkeitsgrad hat einen gewaltigen Schritt nach oben genommen. Vor allem bei Boss-Kämpfen ist dieses deutlich zu spüren. Nicht selten kommt es vor das ein Boss nur mit einer ganz bestimmten Technik besiegt werden kann. Dieser Punkt ist an sich gesehen kein Problem, doch leider muss das Wissen über die angebrachte Technik, die den Boss zu Fall bringt, sehr häufig mit dem Ableben eures Charakters erkauft werden. Irgendwie ein Punkt, der die Motivation schon erschüttern kann.

Fluch oder Segen?

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Spätestens an diesem Punkt werdet ihr deutlich merken, dass sich das Spiel ganz klar an Online-Freunde richtet. Alleine steht man einfach zu oft vor dem Problem das die KI eurer Gefährten sehr begrenzt ist. Immer mal wieder auftauchende Hindernis stellen gern ein großes Problem für eure Gruppe dar. Für euren Charakter gilt das natürlich nicht, für den Rest leider schon, da diese Figuren einfach hängebleiben und ein Vorankommen nicht mehr möglich ist. Besonders ärgerlich ist diese Situation, wenn ein solcher Fauxpas während eines Boss-Kampfes passiert, und man diesen, aus genanntem Grund, auch noch verliert. Ebenso vermitteln einige Gegner das Gefühl, dass es ohne weitere menschliche Spieler nicht möglich ist diesen überhaupt zu besiegen. Hier kommt dann der wichtige Mehrspieler-Part zum Tragen, bei dem sich gesamt vier menschliche Spieler zusammen finden können, um sich als Gruppe den Gegner-Horden in den Weg zu stellen. Für den Mehrspieler steht nicht nur die Möglichkeit einer lokalen Verbindung zur Verfügung, sondern ihr könnte euch auch über das Internet zum Abenteuer treffen. Hinzu kommt, dass man nicht darauf beschränkt ist, die Story im Multiplayer zu bestreiten, sondern ihr könnt euch auch den spezielle Teamaufgaben stellen, die gleichfalls angeboten werden. Online funktioniert das Spiel erstaunlich gut und nur sehr selten sind Lags zu verzeichnen. Aber wie immer hat die Medaille zwei Seiten! Positiv zu vermerken ist, dass man kostenlos Online spielen kann, wenngleich dafür ein spezieller Code notwendig ist, welcher sich in der Packung befindet. So weit so gut, doch lässt sich dieser Code nur einmal aktivieren, ein wichtiger Aspekt für all die Spieler unter euch, die ihre Spiele gern einmal gebraucht kaufen.

Etwas hinderlich gestaltet sich überdies die Kommunikation während einer Online-Session, da leider kein Mikrofon unterstützt wird und das Verständigen ausschließlich in Textform möglich ist. Zwar lassen sich einige immer wiederkehrende Floskeln auf bestimmte Tasten legen, doch das Kommunizieren über die virtuelle Tastatur auf dem PSP ist mehr als umständlich.

Lasst Bilder Sprechen

Phantasy Star Portable 2 Phantasy Star Portable 2 Wie schon erwähnt wird das Auge leider nur sehr selten mit schönen Sequenzen erfreut. Ebenso verhält es sich mit der gesamten Spielgrafik, die man eher als spartanisch bezeichnen kann. Es ist nach wie vor nicht verständlich, warum ausgerechnet Titel, deren Ausrichtung Online ist, von diesem Manko betroffen sind. Auch wenn alles auf den ersten Blick recht ansprechend daher kommt, hätten an der einen oder anderen Stelle ein paar mehr Polygone nicht geschadet. Soundtechnisch dagegen gibt sich der Titel weniger die Blöße; Nur mit der Auswahl der Musik werden einige Spieler eventuell nicht zufrieden sein. Wenn Musik ertönt, handelt es sich um reinen Japan-Pop, der für mancherlei Ohren recht gewöhnungsbedürftig daher kommt. Auch in Bezug auf die Sprachausgab, hat sich Sega in Zurückhaltung geübt, denn das gesprochene Wort ist nur Recht selten zu hören.

Meinung

Wertung zu Phantasy Star Portable 2 (PSP)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
sehr großer SpielumfangTeilinstallation möglichsehr kurze LadezeitenCharakter aus Vorgänger importierbarkostenloser Online-Modus
schwache KIschlechte Chat-Funktionbockiges Kamera- und Zielsystemschwaches Level-Designkomplett in Englisch
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